„Denk ich an Deutschland in der Nacht …“ Reden wir über Heimat!

Forum Frauenkirche am 24. September um 19.30 Uhr – Deutschlandfunk Kultur sendet Diskussion am 27. September

Der Gedanke an die Heimat bringt zwar nicht mehr viele Menschen um den Schlaf, wie einst den Dichter Heinrich Heine im Exil. Aber leicht tun wir Deutschen uns immer noch nicht mit unserer Heimat. Lange war der Begriff verdächtig, belastet durch seinen Missbrauch in der NS-Zeit. Heute ist Heimat in aller Munde, es gibt sogar einen Bundesminister für Heimat.

Aber was meinen wir, wenn wir "Heimat" sagen? Deutschland, Europa – oder nur den Wohnort, die eigene Nachbarschaft? Ist Heimat vor allem Erinnerung an vermeintlich bessere Zeiten oder auch Hoffnung für die Zukunft? Was bleibt von der Heimat, wenn die Menschen fort ziehen, weil es keine Arbeit mehr gibt? Was wird aus der Heimat, wenn Migrantinnen, Migranten und Flüchtende kommen, die ihre eigenen Heimaten mitbringen?

Stiftet der Gedanke an Heimat Identität und Zusammengehörigkeit oder trennt er – die von hier gegen die von draußen? Kann ein Mensch mehrere Heimaten haben? Brauchen wir eine neue Definition von Heimat? Gibt es ein deutsches Heimatgefühl West und eines Ost? Wie können wir verhindern, dass Heimat zum politischen Kampfbegriff wird? Ist Heimat verhandelbar? Und macht die Globalisierung der Heimat nicht sowieso früher oder später den Garaus?

Über diese und weitere Fragen diskutieren:

Thea Dorn, Schriftstellerin, Theaterkritikerin, Moderatorin
Romina Barth, Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Torgau (CDU)
Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, geboren in Rumänien, seit 2014 Abgeordneter des Sächsischen Landtags.
Joachim Klement, Intendant des Staatsschauspiels Dresden
Moderation: Alexandra Gerlach, Deutschlandradio

Forum Frauenkirche am 24. September um 19.30 Uhr
Frauenkirche Dresden

Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Frauenkirche" in der Dresdner Frauenkirche statt in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur und Sächsischer Zeitung.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung ist am 27. September 18.05 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur zu hören und ist anschließend unter deutschlandfunkkultur.de und in der Dlf Audiothek (App für iOS und Android) abrufbar. Live zu hören ist die Diskussion im Digitalkanal Dokumente und Debatten (DAB+).

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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