Denkfabrik 2020 mit dem Schwerpunktthema „Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘“

Hörerprojekt von Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova geht in die zweite Runde

Die drei Deutschlandradio-Programme setzen sich 2020 in Beiträgen, Sendereihen, Diskussionen und Veranstaltungen mit dem Schwerpunktthema "Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘" auseinander. ...

17.000 Hörerinnen und Hörer hatten sich an einer Online-Abstimmung über das Jahresthema der Denkfabrik im Deutschlandradio beteiligt. Insgesamt standen vier Themen zur Auswahl.

Mit "Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘" hat sich ein für viele überraschendes Thema durchgesetzt.  Dabei hat die Dekolonisierungsdebatte in den letzten Jahren stark an Fahrt aufgenommen: Diskussionen über den Völkermord an den Herero und Nama oder die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter finden nicht mehr nur auf akademischem Parkett statt. Fragen von Migration, Heimat und Identität, nach alten und neuen wirtschaftlichen Abhängigkeiten werden kontrovers diskutiert. Hier soll die Denkfabrik anknüpfen und mit ihrem journalistischen Angebot neue Perspektiven aufzeigen.

www.deutschlandradio.de/denkfabrik/eine-welt-2-0

Mit der Denkfabrik bieten die bundesweiten Radioprogramme seit 2019 einen Raum für die großen gesellschaftlichen Debatten – im Radio oder live vor Ort. Die von Hörerinnen, Hörern und Programmverantwortlichen entwickelten Themen werden hintergründig und im engen Dialog mit dem Publikum diskutiert. Ein Onlineportal bündelt die Beiträge zum Thema. 2019 standen die Themen "Sind wir in guter Verfassung?" (70 Jahre Grundgesetz) und #ÜberMorgen (Klimawandel und Nachhaltigkeit) im Mittelpunkt.

Denkfabrik – Programmtipps im Januar:

Im "Wochenendjournal" im Deutschlandfunk (11. Januar, 9.10-10.00 Uhr) diskutiert Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue mit weiteren Studiogästen live über zentrale Fragen rund um das neue Jahresthema. Bereits am Vortag fragt die Sendung "Lebenszeit" (10. Januar, 10.10-10.30 Uhr) Hörerinnen und Hörer nach ihren Alltagserfahrungen: Wie leben Menschen mit dunkler Hautfarbe in Deutschland? Bereits seit Ende Dezember läuft im Deutschlandfunk die Sendereihe "Identitäten" mit teils berühmt gewordenen Essays von Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus ganz verschiedenen Ländern, die sich mit Fragen der Herkunft, der Hautfarbe, der Identität und des Rassismus auseinandersetzen. Die nächsten Beiträge sind am 5., 12. und 19. Januar in der Sendung "Essay und Diskurs" (So, 9.30-10.00 Uhr) zu hören.

Deutschlandfunk Kultur begleitet in einer Kurzreportagen-Reihe zwei junge afrikanische Wissenschaftler im Museum für Naturkunde in Berlin –  an dem Ort, an dem auch viele Funde aus ihrer alten Heimat präsentiert werden (6.-10. Januar, 5.05-9.00 Uhr). In zahlreichen Sendungen, Reportagen und Gespräche setzt sich das Kulturprogramm mit dem Biafra-Krieg auseinander: Auch 50 Jahre nach der verheerenden humanitären Katastrophe in der südlichen Region Biafra sind die Konflikte im Vielvölkerstaat Nigeria weiterhin spürbar. Gemeinsam mit weiteren Partnern lädt Deutschlandfunk Kultur vom 24. Januar bis zum 2. Februar zu einer Soundinstallation "Natur. Nach Humboldt" und einer Matinee (2. Februar) in den Botanischen Garten Berlin ein. Das Projekt setzt sich mit dem von Humboldt geprägten Bild von Natur in der Welt auseinander: Ist dieser Zugang heute wissenschaftlich und ästhetisch heute überhaupt noch möglich? In Kooperation mit der Volkswagen Stiftung diskutiert am 28. Januar eine Expertenrunde in Hannover über Europas koloniales Erbe in Afrika, eine Aufzeichnung ist am  31. Januar in der Sendung "Wortwechsel" (18.05-19.00 Uhr) zu hören.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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