• Pressefreit in arabischen Ländern auf tönernen Füßen (Deutschlandradio / Cornelia Sachse)

    Pressefreit in arabischen Ländern auf tönernen Füßen

    ARD-Korrespondenten in Kairo und Rabat berichten über Arbeitsbedingungen von Journalisten

    Die Medien in den arabischen Ländern sind nach wie vor von Einschränkungen bedroht. Auch nach der so genannten Arabellion hat die "vierte Gewalt" noch längst nicht westlichen Standard erreicht. Dennoch hat sich in Sachen Pressefreiheit vieles zum Positiven verändert, sagen Björn Blaschke und Alexander Göbel.

  • "Demokratie kommt nicht über Nacht" (klausbrandner.de)

    "Demokratie kommt nicht über Nacht"

    Vorsitzender der deutsch-ägyptischen Parlamentarier-Gruppe fordert Toleranz von muslimischen Gruppen ein

    Klaus Brandner (SPD), Vorsitzender der deutsch-ägyptischen Parlamentarier-Gruppe, hat sich dafür ausgesprochen, in Ägypten weiter den Dialog mit muslimisch-geprägten Gruppen zu suchen und Feindbilder abzubauen. Der Prozess der Demokratisierung werde noch längere Zeit in Anspruch nehmen.

  • Annan-Friedensplan "ist zumindest ein Fortschritt" (picture alliance / dpa / Sana)

    Annan-Friedensplan "ist zumindest ein Fortschritt"

    Beurteilung der Lage in Syrien

    Rainer Stinner, außenpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, hofft, dass "das Töten aufhört". Vorteilhaft sei die Unterstützung des Friedensplans durch Russland und China. Für den syrischen Diktator Assad beinhalte deshalb ein erneutes Nichteinhalten ein "politisches Risiko", die Duldung der beiden Staaten zu verlieren.

  • Hamad Abdel-Samad über die "Arabellion" (picture alliance / dpa)

    Hamad Abdel-Samad über die "Arabellion"

    Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 3

    Wohin führt der Weg der "Arabellion"? Im zweiten Teil der Serie "Die Zeit des Zorns" ist der deutsch-ägyptische Politikwissenschaftler und Autor Hamad Abdel-Samad Gesprächspartner von Hans-Jürgen Heinrichs.

  • "Ich fühle mich als syrische Bürgerin" (picture alliance / dpa)

    "Ich fühle mich als syrische Bürgerin"

    Die Schriftstellerin Samar Yazbek über ihre Chronik der Revolution in Syrien

    Die syrische Schriftstellerin und Journalistin Samar Yazbek hat von Anfang an, im März 2011 beginnend, ein Tagebuchprotokoll über die Geschehnisse in Syrien geschrieben. Assad habe versucht, die Gesellschaft zu spalten, doch die Mehrheit glaube nicht mehr, was das Regime sagt.

  • Michael Lüders über die Zukunft der "Arabellion" (AP)

    Michael Lüders über die Zukunft der "Arabellion"

    Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 2

    Wohin führt der Weg der "Arabellion"? Im zweiten Teil der Serie "Die Zeit des Zorns" ist der Nahost-Experte Michael Lüders Gesprächspartner von Hans-Jürgen Heinrichs.

  • Lehren aus Libyen (picture alliance / dpa/EPA/BADAWI)

    Lehren aus Libyen

    Chinas Außenpolitik und die Syrien-Krise

    Wochenlang hatte Peking mit seinem Veto Syrien-Resolutionen des UN-Weltsicherheitsrats blockiert. Nun stimmte es doch einer deutlich abgeschwächten Erklärung zu. Aber China tut sich weiter schwer damit, eine klare Position in der Syrien-Frage zu formulieren.

  • Martin Mosebach über Europa und die "Arabellion" (Maya Alleruzzo/AP/dapd)

    Martin Mosebach über Europa und die "Arabellion"

    Serie "Die Zeit des Zorns", Teil 1

    Der Jubel im Westen über die arabische Rebellion ging mit vielen Fehlanalysen und Illusionen einher. Erste Enttäuschungen machen sich breit. In der dreiteiligen Serie „Die Zeit des Zorns“ zur „Arabellion“ ist der Schriftsteller Martin Mosebach erster Gesprächspartner.

  • "Wir kämpfen wirklich jeden Tag" (picture alliance / dpa / Amel Pain)

    "Wir kämpfen wirklich jeden Tag"

    Nach dem Arabischen Frühling ringen verschiedene Gruppen um Einfluss an den Universitäten

    Der Arabische Frühling war und ist eine Revolution der jungen Generation. Die Jungen haben ihr Forderung nach Freiheit und Demokratie von der Straße in die Hochschulen getragen. Nun ist der Kampf um die Unabhängigkeit der Universitäten in vollem Gange - zum Beispiel in Tunesien und Ägypten.

  • "Es sind natürlich die ganzen alten Kräfte noch da“ (picture alliance / dpa / Zacarias Garcia)

    "Es sind natürlich die ganzen alten Kräfte noch da“

    Ex-Justizministerin Däubler-Gmelin setzt auf die Kraft der neuen Verfassung in Tunesien

    Herta Däubler-Gmelin (SPD) hat die Bedeutung der neuen Verfassung für die weitere Entwicklung in Tunesien hervorgehoben. Bei ihrer derzeitigen Tätigkeit als politische Beraterin in Tunis erlebt die frühere Bundesjustizministerin immer wieder eine große gesellschaftliche Unsicherheit.

  • Proteste in Ägypten dauern an (picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

    Proteste in Ägypten dauern an

    Zwei Tote bei Zusammenstößen in Suez

    Erneut blutige Zusammenstöße in Ägypten: Nach den Krawallen im Fußballstadion in Port Said dauern die Proteste gegen den regierenden Militärrat an. In Suez sterben zwei Demonstranten.

  • "Die Revolution ist nicht zu Ende" (picture alliance / dpa / Ahmed Khaled)

    "Die Revolution ist nicht zu Ende"

    Politologin: Langfristiger Umbruch benötigt mehr Zeit

    Auch wenn das Militär die Revolution derzeit gekidnappt habe, der Transformationsprozess in Ägypten sei in vollem Gange, sagt Cilja Harders, Leiterin der Arbeitsstelle Politik des vorderen Orients der Freien Universität Berlin.

  • Zu viele Kontinuitäten in Ägypten (Maya Alleruzzo/AP/dapd)

    Zu viele Kontinuitäten in Ägypten

    Todesstrafe für Hosni Mubarak, aber keine Aufarbeitung arabischer Diktatur?

    Vor einem Jahr demonstrierten Hunderttausende gegen Hosni Mubarak. 18 Tage später trat der Präsident zurück, inzwischen droht ihm gar die Todesstrafe. Von einer Revolution zu reden war dennoch voreilig, meint Jan Kuhlmann: Ägypten stehe noch ganz am Anfang der Demokratisierung.

  • Keine Einigung über Syrien-Resolution

    Keine Einigung über Syrien-Resolution

    Trotz steigender Opferzahlen lehnt Russland den UN-Beschluss weiterhin ab

    Großbritannien und Frankreich dringen darauf, dass der UN-Sicherheitsrat endlich eine Resolution gegen Syrien verabschiedet. Russland hat den vorgelegten Entwurf erneut abgelehnt, aber Bereitschaft zu weiteren Verhandlungen signalisiert. In den nächsten Tagen soll es zu einer Abstimmung kommen.

  • Für Russland sei es wichtig, mit den arabischen Staaten zusammenzuarbeiten, sagt Hans-Henning Schröder von der Stiftung Wissenschaft und Politik. Deshalb wolle das Land nicht im Schlepptau der USA in die Region einmarschieren.

  • Auch ohne Option auf eine militärische Intervention, die Russland unbedingt verhindern will, sei eine UN-Resolution gegen Syrien wirkungsvoll, findet der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Rolf Mützenich. Sie wäre ein "Zeichen an Assad, dass auch die letzten Verbündeten die Unterstützung aufgeben".

  • Arabische Liga stoppt Syrienmission (picture alliance / dpa / Sana / Handout)

    Arabische Liga stoppt Syrienmission

    Abgesandte sollen in Damaskus bleiben

    Die Arabische Liga hat ihre Syrienmission unterbrochen. Der Staatenbund teilte in Kairo mit, die Arbeit der Beobachter werde auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Hintergrund dieser Entscheidung sei die anhaltende Gewalt im Land, die Abgesandten würden aber nicht abgezogen.

  • Demokratische Erneuerung und Social Media in Nordafrika (Maya Alleruzzo/AP/dapd)

    Demokratische Erneuerung und Social Media in Nordafrika

    Eine Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung

    Soziale Netzwerke und Blogs prägten die revolutionären Prozesse aller nordafrikanischen Staaten im Frühjahr und Sommer 2011. Zum 1. Jahrestag der ägyptischen Revolution am 25. Januar lud die Bundeszentrale für Politische Bildung zu einer Konferenz zum Umbruch in Nordafrika.

  • Kultur in Katerstimmung (Berit Hempel)

    Kultur in Katerstimmung

    Arabische Intellektuelle über den ersten Jahrestag der Revolutionen in Nahost

    Vor einem Jahr gingen die Ägypter erstmals gegen ihren damaligen Präsidenten Mubarak auf die Straße. Der Tahrir-Platz wurde zum Symbol des arabischen Frühlings. Doch viele Künstler und Intellektuelle der arabischen Welt zeigen sich inzwischen skeptisch im Hinblick auf die jüngsten Entwicklungen.

  • Fragile Freiheiten (picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

    Fragile Freiheiten

    Ägyptens literarischer Frühling

    Schriftsteller in Ägypten müssen sich ihre künstlerischen Freiheiten erst erobern. Der Kampf gegen staatliche Verbote, Selbstzensur und Tabus ist noch lange nicht gewonnen. Eine Bestandsaufnahme der ägyptischen Literaturszene ein Jahr nach Beginn des Aufstands.

  • Libyens Übergangsrat hat "Legitimationsproblem" (picture alliance / dpa / Jean-Paul Ney)

    Libyens Übergangsrat hat "Legitimationsproblem"

    Nordafrika-Experte empfiehlt EU beratende Rolle

    Weil ihn die revolutionären Brigaden in Libyen als "Altherrenverein" ansähen, der sich selbst ernannt habe, sei die Handlungsfähigkeit des Übergangsrates stark eingeschränkt, sagt Wolfram Lacher von Stiftung Wissenschaft und Politik.

  • Unvorhersehbare Entwicklung (dpa / picture alliance / Mohamed Omar)

    Unvorhersehbare Entwicklung

    Friedrich-Ebert-Stiftung in Kairo fürchtet um die Demokratie in Ägypten

    Felix Eikenberg, Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung, hält die Entwicklung in Ägypten nach dem Wahlsieg der islamischen und islamistischen Parteien für völlig unvorhersehbar. Die staatstragenden Kräfte hielten es offenbar für gefährlich, wenn demokratische Kräfte gestärkt würden.

  • Die arabischen Revolutionen (picture alliance / dpa / Mohamed Omar)

    Die arabischen Revolutionen

    Wegmarken - Teil 3: Über die Vertrauensbildung im Nahen Osten

    Der arabische Frühling wird überschattet von einzelnen Rückfällen in totalitäre Regierungsmuster - die aktuelle Situation in Ägypten zeigt dies deutlich. Europa wird sich der Mitverantwortung für Entwicklungen in seiner Nachbarschaft nicht entziehen können. Eine Bestandsaufnahme - und drei Lösungsvorschläge.

  • Empörung über Razzien bei NGOs in Kairo (picture alliance / dpa/Khaled Elfiqi)

    Empörung über Razzien bei NGOs in Kairo

    Das Auswärtige Amt in Berlin bestellt den ägyptischen Botschafter ein

    In Deutschland und den USA hat die Durchsuchung von Nichtregierungsorganisationen und ausländischen Institutionen in Kairo durch ägyptische Beamte der Staatsanwaltschaft und der Polizei für heftige Reaktionen gesorgt. Betroffen waren auch Räume der Konrad-Adenauer-Stiftung. Das Auswärtige Amt legte Protest ein.

  • Ägyptisches Militär auf deutschem Hochschul-Campus (picture alliance / dpa)

    Ägyptisches Militär auf deutschem Hochschul-Campus

    Die deutsche Universität in Kairo und der "Arabische Frühling"

    Die "German University of Cairo" gilt als Musterbeispiel deutschen Bildungsexports. Da will es so gar nicht ins Bild passen, was sich im Zuge des "Arabischen Frühlings"’ ereignete: Offenbar, um aufmüpfige Studierende einzuschüchtern, rief die Hochschulleitung Militär auf den Campus.

  • Beobachter in Syrien beschreiben die Lage als "ruhig" (picture alliance / dpa / Sabri Elmehedw)

    Beobachter in Syrien beschreiben die Lage als "ruhig"

    Zweifel an Präsident Assads Kooperationsbereitschaft

    Seit Dienstagmorgen ist eine Beobachtermission der Arabischen Liga in Syrien unterwegs. Sie soll durch Vermittlung zwischen Regime und Opposition das Blutvergießen beenden. Doch die Proteste gegen Präsident Assad gehen weiter, dessen Willen zum Einlenken auch international bezweifelt wird.

  • "Auch die syrische Opposition hat Verpflichtungen gegenüber diesem Land" (picture alliance / ZB)

    "Auch die syrische Opposition hat Verpflichtungen gegenüber diesem Land"

    Beobachtermission in Syrien beginnt

    "Wir haben wirklich hier eine Lage, die sehr stark an einen Bürgerkrieg erinnert", beschreibt Jürgen Todenhöfer, Autor von mehreren Büchern über arabische Entwicklungen, die Situation in Syrien - und sieht Verbrechen auf beiden Seiten. Er fordert dazu auf, dass Assad und die Opposition miteinander verhandeln und der Westen dabei unterstützend wirkt.

  • Gudrun Krämer: Der Funke des Aufbruchs in den arabischen Ländern bleibt (picture alliance / dpa / Zacarias Garcia)

    Gudrun Krämer: Der Funke des Aufbruchs in den arabischen Ländern bleibt

    Islamwissenschaftlerin: Vor Ort wurde der Einfluss der Islamisten unterschätzt

    Die Hoffnung auf eine Demokratisierung in der arabischen Region ist nach Ansicht von Gudrun Krämer, Professorin für Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin, nicht erloschen. Gleichzeitig rechnet sie aber auch mit Gewalt.

  • Der Slogan hieß immer: "Das Volk will" (Stiftung Wissenschaft und Politik)

    Der Slogan hieß immer: "Das Volk will"

    Die arabische Revolution und die Folgen

    Als "Berufsoptimist" freut sich Volker Perthes, Direkter der Stiftung Wissenschaft und Politik, über 100 Millionen Menschen, die nach dem arabischen Frühling freier leben - und hofft auf eine weitere positive Entwicklung.

  • Syrien: Regierungstruppen setzen Angriffe auf Homs fort

    Opposition bittet Arabische Liga um Hilfe

    Homs wird auch am dritten Tag in Folge von Regierungstruppen belagert und beschossen. Die zentralsyrische Stadt gilt als Hort des Widerstands gegen Machthaber Baschar al-Assad. Die syrische Opposition forderte Beobachter der Arabischen Liga auf, die Stadt zu besuchen und sich ein Bild von der Lage zu machen..

  • Die Abgesandten der Arabischen Liga sollen in den Hochburgen der Proteste in Syrien beobachten, ob Machthaber Assad seine Vereinbarungen mit den arabischen Staaten einhält: Rückzug der Streitkräfte aus diesen Städten, Gewaltverzicht und die Freilassung von Gefangenen.

  • Ungewissheit nach dem Arabischen Frühling (AP)

    Ungewissheit nach dem Arabischen Frühling

    Naher Osten ohne neue Ordnung

    Wie geht’s jetzt weiter im Nahen Osten? Wo immer man hinschaut – Gewalt, Instabilität, Ungewissheit. Kaum zu glauben, dass die Region schnell zur Ruhe kommen wird. Wo sie doch niemals in sich geruht hat.

  • Ägypten wählt ein neues Parlament

    Wahlkampf von Protesten überschattet

    Heute beginnen in Ägypten die ersten freien Wahlen. Darauf haben viele Ägypter seit dem Sturz von Hosni Mubarak im Februar dieses Jahres gewartet. Nun hoffen sie auf Demokratie, Freiheit und mehr soziale Gerechtigkeit.

  • Trotz der anhalten Proteste im Land sind ab heute 50 Millionen Ägypter aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Wegen der Größe des Landes finden die Wahlen nach Regionen aufgeteilt in zwei weiteren Etappen im Dezember und Januar statt.

  • Von heute an bis Mitte Januar wird aus organisatorischen Gründen in Ägypten etappenweise ein neues Parlament gewählt. FDP-Außenpolitiker Rainer Stinner befürchtet, dass sich die Bedingungen im Land zwischenzeitlich ändern - und damit der Inhalt des Wahlprozesses.

  • Tahrir heißt Befreiung (picture alliance / dpa / james Keogh)

    Tahrir heißt Befreiung

    Die Renaissance der ägyptischen Revolution kurz vor den Wahlen

    Tausende Ägypter haben zuletzt auf dem Tahrir-Platz den Rückzug des Militärrats gefordert. Der hat reagiert, zuerst mit Tränengas und Gummigeschossen, schließlich mit Zugeständnissen. Bis Juli 2012 sollen die Präsidentschaftswahlen abgeschlossen sein und das Militär will sich aus der politischen Verantwortung zurückziehen.

  • Blutige Unruhen in Ägypten gehen unvermindert weiter (picture alliance / dpa / Ahmed Assadya)

    Blutige Unruhen in Ägypten gehen unvermindert weiter

    Militärrat trotzt anhaltenden Protesten

    Vergangene Nacht haben erneut Tausende Ägypter gegen den herrschenden Militärrat demonstriert. Der rief die Bürger zur Ruhe auf, doch das dürfte das aufgebrachte Volk nicht mehr interessieren.

  • Parteigebäude in Syrien beschossen

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    Mehrere Menschen bei Demonstrationen getötet

    Laut Augenzeugenberichten,wurde am frühen Sonntagmorgen ein Gebäude der syrischen Baath-Partei mit Granaten beschossen. Machthaber Assad hatte zuvor das Ultimatum der Arabischen Liga, die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu beenden, ignoriert.

  • Wieder Proteste auf dem Tahrirplatz in Kairo

    Audio abspielen

    Polizei setzt Tränengas und Knüppel gegen Demonstranten ein

    In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist es erneut zu Zusammenstößen zwischen Polizisten und Menschen, die gegen den regierenden Militärrat demonstrierten, gekommen. Mindestens zwei Menschen waren bei Protesten am Vortag ums Leben gekommen, fast 700 wurden verletzt.

  • Das Militär in Ägypten wolle nicht unter demokratische Kontrolle geraten, sagt Thomas Hasel, Nordafrika-Experte an der Freien Universtität Berlin. Das Vertrauen der Ägypter in das Militär sei deutlich geschwunden.

  • Gaddafi-Sohn Saif al-Islam festgenommen (AP)

    Gaddafi-Sohn Saif al-Islam festgenommen

    39-Jährigem droht womöglich die Todesstrafe

    Die Flucht des Lieblingssohnes von Muammar al-Gaddafi ist vorbei: Nach Angaben der libyschen Übergangsregierung wurde Saif al-Islam im Süden des Landes festgenommen. Unklar ist bislang, ob ihm in Den Haag oder in Libyen der Prozess gemacht wird.

  • "Freiheit ist das Allerwichtigste!" (Anette Selg)

    "Freiheit ist das Allerwichtigste!"

    Der ägyptische Autor und Verleger Mohamed Hashem

    Mohamed Hashem, Gründer und Eigentümer des ägyptischen Merit-Verlags, erhält in diesem Jahr den Hermann-Kesten-Preis des deutschen P.E.N.-Zentrums. Der Verleger ist seit vielen Jahren politisch aktiv, er streitet für eine ägyptische Zivilgesellschaft und gegen Korruption.

  • Der arabische Frühling aus der Distanz und als beobachtender Teilnehmer (AP)

    Der arabische Frühling aus der Distanz und als beobachtender Teilnehmer

    Zwei Bücher und Perspektiven auf den poltischen Umsturz in Ägypten

    Hamed Abdel Samad ist Ägypter und kam mit 23 Jahren nach Deutschland - er arbeitete als Wissenschaftler, jetzt als freiberuflicher Autor. Volker Perthes ging als Politikwissenschaftler in den Nahen Osten. Heute ist er Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik. Beide haben Bücher über den arabischen Frühling geschrieben.

  •  Rebellionskino (Stock.XCHNG - Mathias Mazzetti)

    Rebellionskino

    Filmfestival in Berlin nimmt die Spuren des arabischen Frühling auf

    Beim 3. Festival des arabischen Films in Berlin soll nicht der "cholerische, gewalttätige Araber" gezeigt werden, der nach Meinung der Filmemacher die TV-Kanäle dominiert. Im Vordergrund stehen der arabische Frühling und arabischer Humor.

  • Gaddafi-Verfahren hängt in der Luft (AP / Francois Mori)

    Gaddafi-Verfahren hängt in der Luft

    Strafrechtsexperte: Ohne eindeutigen Todesbeweis bleibt der Ex-Machthaber in Den Haag weiter angeklagt

    Solange der Tod des Ex-Machthabers nicht hundertprozentig erwiesen ist, zum Beispiel durch eine Autopsie unabhängiger Mediziner, bleibt die Anklage vor dem Internationalen Strafgerichtshof bestehen. Verschwörungstheorien wären sonst Tür und Tor geöffnet, sagt Kai Ambos.

  • Akteure unterstützen, die keinen "islamistischen Gottesstaat" wollen (picture alliance / dpa / Mohamed Messara)

    Akteure unterstützen, die keinen "islamistischen Gottesstaat" wollen

    Außenpolitische Grünen-Sprecherin im EU-Parlament will in Libyen Aufbau von Rechtsstaat fördern

    Als Gegengewicht zu den Islamisten müsse der Westen in Libyen freiheitlich gesinnte Kräfte stärken, sagt Franziska Brantner, außenpolitische Sprecherin der Grünen im EU-Parlament. Europäische Unternehmen dürften keine Schmiergelder zahlen wie zu Zeiten Gaddafis.

  • Al Dschasira und die Demokratisierung (AP)

    Al Dschasira und die Demokratisierung

    TV-Sender berichtet von den Brennpunkten der Revolutionen

    Al Dschasira ging am 1. November 1996 zum ersten Mal auf Sendung. Mit journalistisch unabhängiger Berichterstattung sollte der Sender zur Demokratisierung in der arabischen Welt beitragen. Bis zum Anfang dieses Jahres war davon, kaum etwas zu spüren. Dann bekam Al Dschasira jedoch eine zentrale Rolle beim Arabischen Frühling.

  • Am 1. November 1996 nahm der TV-Sender Al Dschasira den Sendebetrieb auf. Dass dies später als medienhistorisches Ereignis gefeiert werden würde, ahnte niemand. Letztlich hat Al Dschasira die Medienfreit für die arabische Welt erkämpft - sagt Abdo Jamil Al Mikhlafy.

  • Die Stunde der Sieger (AP)

    Die Stunde der Sieger

    Lehren aus dem Nato-Einsatz in Libyen

    Die Allianz hat erfolgreich den Auftrag der Vereinten Nationen umgesetzt, sie hat die libysche Zivilbevölkerung im Aufstand gegen das Regime von Muammar al-Gaddafi geschützt. Ohne die NATO-Bombardements wäre es den Rebellen wohl nicht gelungen, das Gaddafi-Regime zu stürzen.

  • Gaddafi auf der Flucht erschossen (picture alliance / dpa -  Sabri Elmhedwi)

    Gaddafi auf der Flucht erschossen

    Nationaler Übergangsrat meldet Tod des früheren Machthabers

    Libyens früherer Machthaber Gaddafi ist tot. Laut Angaben des libyschen Übergangsrats wurde er auf der Flucht aus seiner Heimatstadt Sirte von Milizen der neuen libyschen Regierung erschossen. In Tripolis und anderen libyschen Städten feierten die Menschen den Tod des Diktators.