Der erste afroamerikanische Präsident der USA

Barack Obama in Washington feierlich vereidigt

Barack Obama schwört den Amtseid. (AP)
Barack Obama schwört den Amtseid. (AP)

Der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, hat vor der Kulisse des Kapitols seinen Amtseid abgelegt. Als erster schwarzer Präsident schreibt er Geschichte. In einer pathetischen Rede appellierte er an seine Landsleute, den Wandel durch gemeinsame Entschlossenheit voranzutreiben.

Obama schwor auf die Bibel, auf die schon Abraham Lincoln vor knapp 150 Jahren den Eid gesprochen hatte: "Ich, Barack Hussein Obama, schwöre feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will. So wahr mir Gott helfe."

Das Capitol in Washington (AP)Das Kapitol in Washington (AP)Bei minus sieben Grad bereitete er seine Landsleute in seiner Rede auf schwierige Zeiten vor: "Die Aufgaben, die vor uns liegen, sind groß, übermächtig, aber wir werden sie anpacken!" Auch in dem "Winter", in dem sich Amerika befinde, gebe es Hoffnung, sagte Obama, und appellierte mit dem Verweis auf die Bewältigung zurückliegender Herausforderungen an eine gemeinsame Entschlossenheit.

Unter den 250.000 Zuschauern im Kapitol waren auch die früheren Präsidenten George W. Bush, Bill Clinton, Jimmy Carter und George Bush Senior. Weit über eine Million Menschen - teilweise mit Obama-Accessoires wie Mützen, Schals und Sweatshirs bekleidet - wohnten der Zeremonie auf der sogenannten National Mall zwischen Kapitol und Lincoln-Denkmal bei.

Vor Obama war der 66-jährige Vizepräsident Joe Biden vereidigt worden.

US-Präsident Barack Obama hält seine erste Rede im neuen Amt. (AP)US-Präsident Barack Obama hält seine erste Rede im neuen Amt. (AP)

Große Herausforderungen

Nach acht Jahren George W. Bush muss Barack Obama mit seiner Regierung Lösungen für die Finanzkrise und die wirtschaftliche Rezession finden und bei internationalen Konflikten wie in Nahost diplomatisch vermitteln. Er will die US-Soldaten binnen der nächsten 16 Monate aus dem Irak abziehen und den Schwerpunkt nach Afghanistan verlagern.

Die Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba hat er als eine seiner ersten Amtshandlungen angekündigt, doch Experten rechnen damit, dass dies mindestens ein Jahr dauern könnte. Außerdem will sich Obama verstärkt für den Umweltschutz einsetzen.

Zu den prominentesten Mitgliedern seiner neuen Regierung gehören neben Vizepräsident Joe Biden Obamas ehemalige Rivalin Hillary Clinton, die für den Posten der Außenministerin vorgesehen ist, und der designierte Finanzminister Timothy Geithner, Präsident der US-Notenbank Fed in New York.

Bei der US-Präsidentschaftswahl am 4. November 2008 hatte der promovierte Jurist Barack Obama, der zuvor Senator im Staat Illinois gewesen war, einen historischen Triumph erzielt. Er setzte sich mit deutlichem Vorsprung gegen den Republikaner John McCain durch. Er konnte deutlich mehr als die 270 erforderlichen Wahlmänner auf sich vereinigen.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:32 Uhr