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Deutsche Post will Porto erhöhen

Standardbriefe sollen künftig 58 Cent kosten

Briefversand soll teurer werden (AP)
Briefversand soll teurer werden (AP)

Der Versand von Briefen soll künftig mehr kosten. Die Deutsche Post will das Porto für Standardbriefe um drei Cent erhöhen. Die Bundesnetzagentur muss dafür aber noch grünes Licht geben.

Schreiben mit einem Gewicht bis zu 20 Gramm sollen künftig 58 statt 55 Cent kosten, wie die Post am Freitagabend ankündigte. Gleichzeitig solle das Porto für Maxibriefe mit bis zu 1000 Gramm von 2,20 Euro auf 2,40 Euro steigen. Der Preis für Kompaktbriefe und Postkarten soll sicht nicht ändern. Vor Inkrafttreten muss die Bundesnetzagentur die Pläne genehmigen. Die Post verschickt nach eigenen Angaben jeden Werktag rund 65 Millionen Briefe.

Zur Begründung für die Erhöhung erklärte Vorstandschef Frank Appel, die Kosten des Unternehmens seien in den vergangen Jahren erheblich gestiegen. Das Briefporto sei aber seit 1997 nicht mehr angehoben worden. Der Schritt sei nötig für den Erhalt der Qualität und um die Post-Mitarbeiter anständig bezahlen zu können. Die gestiegenen Kosten, die sinkenden Briefmengen und das "sich verändernde wirtschaftliche Umfeld" böten "keine Alternative zu einer Portoerhöhung", erklärte das Unternehmen.

Neue Geschäftsfelder im Internet

Die Post setze angesichts des schrumpfenden Briefgeschäfts auf neue Geschäftsfelder im Internet, sagte der Postvorstandschef. "Wir arbeiten daran, das Briefgeheimnis in die digitale Welt zu tragen", sagte Appel der "Bild"-Zeitung. "Deshalb überlegen wir, wie wir Kommunikationsplattformen schaffen können, bei denen sich jeder sicher sein kann, dass seine Daten, Fotos etc. nicht in falsche Hände geraten."



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:58 Uhr