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Deutscher Film nur in den Nebenrollen

Die 66. Internationalen Filmfestspiele in Cannes haben begonnen

Das Objekt der Begierde: die Goldene Palme von Cannes (FIF)
Das Objekt der Begierde: die Goldene Palme von Cannes (FIF)

Mit der Literaturverfilmung "Der große Gatsby" haben die Internationalen Filmfestspiele in Cannes begonnen. Geleitet wird die Jury in diesem Jahr von Steven Spielberg, mit dabei sind auch Nicole Kidman und Christoph Waltz. Deutsche Produktionen sind im Wettbewerb allerdings nicht vertreten.

Außer Konkurrenz läuft der Eröffnungsfilm "Der große Gatsby" des australischen Regisseurs Baz Luhrmann, eine 125-Millionen-Dollar-Produktion über Partyrausch und Dramatik der "Goldenen Zwanziger" in den USA. Ein schonungsloser Blick auf den "American Dream", meint Filmkritikerin Katja Nicodemus. Der Film startet parallel in den deutschen Kinos, in der Hauptrolle ist Leonardo DiCaprio zu sehen.

Insgesamt konkurrieren 20 Filme um die begehrte Goldene Palme, die am 26. Mai verliehen wird. Deutsche Produktionen sind im Wettbewerb nicht vertreten, lediglich Koproduktionen wie unter anderem Arnauds des Pallières "Michael Kohlhaas" mit Bruno Ganz und David Kross. Die Deutsche Filmszene könne einiges von der französischen lernen, sagte Christoph Terhechte, Leiter des Internationalen Forums des Jungen Films der Berlinale und derzeit in Cannes, in Deutschlandradio Kultur:

"Ich denke, es muss einfach in Deutschland mehr das Bewusstsein dafür geben, dass Film auch eine Kunst ist, auch etwas ist, was Theater, Literatur gleichrangig ist und und es muss mehr Aufmerksamkeit geben für den Film."

Filme aus Mexiko, Japan, dem Tschad und Iran vertreten

Dominiert werden die 66. Internationalen Filmfestspiele auch in diesem Jahr von Filmen aus Frankreich und den USA. Vereinzelt gibt es auch Produktionen aus Ländern wie Mexiko, Japan, dem Tschad und Iran. Letztere kommt von Asghar Farhadi, dessen Drama "Nader und Simin – eine Trennung" 2012 den Oscar für den besten fremdsprachigen Film bekam sowie bei der Berlinale 2011 einen Goldenen und einen Silbernen Bären.

Die Brüder Ethan und Joel Coen räumten ab. (AP)Die Brüder Ethan und Joel Coen. (AP)Und auch sonst wartet das Festival wie immer mit großen Namen auf: Die Coen-Brüder Ethan und Joel starten mit "Inside Llewin Davis" in den Wettbewerb, ein Streifen über die Folkmusikszene der 1960er, in dem R'n'B-Sänger Justin Timberlake die Hauptrolle spielt. Steven Soderbergh bringt Matt Damon und Michael Douglas in "Behind the Candelabra" auf die Leinwand, der den US-Unterhaltungsstar Liberace porträtiert.

Nur eine Regisseurin im Rennen um die Goldene Palme

Als einzige Frau ist die Regisseurin Valeria Bruni Tedeschi, die Schwester von Carla Bruni-Sarkozy, im Wettbewerb vertreten. Ihren Film "Un château en Italie" setzte sie mit einem überwiegend weiblichen Team um, ob bei Drehbuch, Kamera, Schnitt oder Produktionsdesign. Im vergangenen Jahr hatte es Kritik gehagelt, weil keine einzige Filmemacherin für den Wettbewerb vorgesehen war.

Dafür ist der deutsche Film vorwiegend weiblich vertreten. In der Nebenreihe "Un certain regard" ist Katrin Gebbes Debüt "Tore tanzt" zu sehen, ein düsteres Drama um einen jungen strenggläubigen Christen, das von einer wahren Begebenheit inspiriert wurde. Daria Belova präsentiert in der Sektion "Semaine de la Critique" den Film "Komm und Spiel", in dem ein Junge mit seinem Spielzeuggewehr die Grenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart verwischt.

Zu den 66. Internationalen Filmfestpielen von Cannes im DRadio geplant:

Startseite
Radiofeuilleton
19. Mai, ab 11:05 Uhr, Zwischenbilanz
26. Mai, ab 11:05 Uhr, Bilanz

Fazit am Abend
23. Mai, ab 19:07 Uhr, Gespräch mit Katrin Gebbe, Regisseurin von "Tore tanzt", der in der Nebenreihe "Un Certain Regard" läuft

Fazit
17. Mai, ab 23:05 Uhr, Bericht von den ersten Tagen
20. Mai, ab 23:05 Uhr, aktueller Bericht
22. Mai, ab 23:05 Uhr, aktueller Bericht
24. Mai, ab 23:05 Uhr, aktueller Bericht
26. Mai, ab 23:05 Uhr, "Wer bekommt die Goldene Palme?", Abschlussbericht

Startseite
Kulturfragen
19. Mai, ab 17:05 Uhr, Filmkritiker und Redakteur Christoph Schmitz zum "Jungen deutschen Film - Die Regisseurin Katrin Gebbe, als einzige Deutsche in Cannes"

Kultur heute
18. Mai, ab 17:30 Uhr, Gespräch mit Josef Schnelle zum "Auftakt von Cannes"
20. Mai, ab 17:35 Uhr, Filmkritiker und Redakteur Christoph Schmitz zu den "Nebenreihen bei den Filmfestpielen von Cannes"
22. Mai, ab 17:35 Uhr, Josef Schnelle zu "Wem die Palme winkt - Die Filmfestspiele im Endspurt"
25. Mai, ab 17:30 Uhr, Christoph Schmitz zur "Bilanz der Nebenreihen der Filmfestspiel von Cannes"
26. Mai, ab 17:30 Uhr, Josef Schnelle zu den "Höhepunkten an blauer Küste - Eine Bilanz der Filmfestspiele von Cannes"



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Schon Farbe ist den Coens zu viel

 

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:11 Uhr

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