Wir über uns

 

Deutschlandfunk

Am 29. November 1960 wurde der Deutschlandfunk auf der Basis des im Bundesrecht verankerten Gesetzes zur Errichtung von Rundfunkanstalten gegründet. Ihren Sendebetrieb nahm die Anstalt mit Sitz in Köln am 1. Januar 1962 auf.

Die Errichtung des DLF stand ebenso wie die des RIAS im engen Zusammenhang mit der deutschen Teilung. Nur aufgrund dieser Sachlage war es dem Bund nämlich möglich, den DLF trotz der Rundfunkhoheit der Länder als Bundesanstalt ins Leben zu rufen, da man sich auf die im Grundgesetz festgelegte Wiedervereinigungsaufgabe berufen konnte. Gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Senderegion richtete sich das DLF-Programm grundsätzlich an alle Bürger des geteilten Deutschlands. Faktisch war der Sender aber zunächst nur in den östlichen Regionen Deutschlands zu hören.

Zum Sendebeginn des Deutschlandfunk wandte sich Bundespräsident Heinrich Lübke eindringlich an alle Hörer: Man kann jene Mauer (...) höher oder stärker machen; man kann eine zweite und dritte ziehen, den letzten Fluchtweg blockieren oder selbst einen festtäglichen Besuch von Kindern bei ihren Eltern unterbinden: Noch aber gibt es Ätherwellen, die von uns zu Ihnen hinüberreichen, die ein verbindendes Wort zu Ihnen bringen sollen, ein informierendes, ein erleichterndes oder auch ein tröstendes.

Mit diesen Worten hatte Lübke die eigentliche Hauptaufgabe der durch die Bundesregierung finanzierten Rundfunkanstalt umschrieben: den Gedanken an die Wiedervereinigung aufrecht zu erhalten und zu forcieren.

Von Anbeginn verstand sich der Deutschlandfunk als Informationssender. Schließlich sollten die Hörer in Ostdeutschland nicht mit Unterhaltung und Zerstreuung aus westdeutschen Rundfunkkanälen, soweit sie in der DDR zu empfangen waren, bei Laune gehalten, sondern über politische und kulturelle Entwicklungen des Westens sachlich informiert werden. Nachrichten bildeten also von Anfang an den Kern des 24-Stunden-Vollprogramms. Bereits seit 1964 sendete der Deutschlandfunk als erste deutsche Rundfunkanstalt Nachrichten im Stundentakt. Politik und Wirtschaft bildeten den Schwerpunkt des weiteren Programms. Kultursendungen nahmen etwa ein Drittel der Sendezeit ein. Neben der aktuellen Berichterstattung gab es eine Vielzahl an Fach- und Hintergrundreportagen. Auch mit Unterhaltungs- und Musiksendungen sollte, im Stil der Zeit, eine Brücke zwischen Ost und West geschlagen werden. Während der internationalen Berichterstattung ein breiter Raum innerhalb des Programms eingeräumt wurde, spielte das lokale Themenspektrum keine oder nur eine marginale Rolle.

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