Deutschlandradio legt Finanzplanung für 2021 bis 2024 vor

Deutschlandradio hat am 30. April 2019 der unabhängigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) fristgerecht die Anmeldung seines Finanzbedarfes übermittelt.

Der nationale Hörfunk kalkuliert für die kommende Finanzierungsperiode weiterhin sehr sparsam. Bei den Aufwendungen für das Programm geht Deutschlandradio von einer jährlichen Steigerungsrate von 2,49 Prozent aus; bei den Personalkosten wird mit einer Steigerung von jährlich 2,5 Prozent gerechnet.

Bei den mit ARD und ZDF initiierten Strukturprojekten übertrifft Deutschlandradio im Zeitraum 2017 bis 2028 die bereits prognostizierten Einsparungen in Höhe von insgesamt 13,7 Mio. Euro noch einmal um 0,3 Mio. Euro.

Im Sondervorhaben "Ihre persönliche Geschichte. Unsere gemeinsame Geschichte. Unser gemeinsames Land" wird die besondere Geschichte von Deutschlandradio als Kind der deutschen Einheit deutlich: In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) soll auf einer öffentlich zugänglichen Plattform ein kuratiertes Audioangebot zur deutsch-deutschen Zeitgeschichte entstehen. Deutschlandradio beantragt außerdem zusätzliche Mittel für die Erhöhung des Zuschusses für die Rundfunk Orchester und Chöre gGmbh, die Deutschlandradio als größter Anteilseigner gemeinsam mit dem Bund, dem Land Berlin und dem rbb trägt. Ein Sanierungsvorhaben am Funkhaus Köln von Deutschlandradio komplettiert die Bedarfsanmeldung.

Intendant Stefan Raue unterstreicht, Deutschlandradio führe die verlässliche und sparsame Linie des Hauses seit 1994 weiter fort. Dies stelle das Haus in Zeiten fortschreitender Digitalisierung vor besondere Herausforderungen: "Unseren Auftrag erfüllen wir, wenn wir der gegen den Trend wachsenden Hörerschaft im klassischen Radio genauso gerecht werden wie den zahlreicher werdenden Userinnen und Usern nichtlinearer Angebote wie der höchst erfolgreichen Dlf-Audiothek." Als kleiner, werbefreier Hörfunksender mit einem außergewöhnlich hohen Eigenproduktionsanteil habe man wenig zusätzliche Einsparmöglichkeiten. "Die Etats werden im Wesentlichen durch die Aufwendungen für das Programm bestritten", so Raue. Wenn nicht auskömmlich finanziert werde, werde das Auswirkungen auf das aktuelle Programm haben.

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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