"Die Dunkelziffer ist hoch"

Sexueller Missbrauch ist auch im Sport ein großes Thema

Tatort Turnhalle: Kinder trainieren im Sportunterricht. (AP)
Tatort Turnhalle: Kinder trainieren im Sportunterricht. (AP)

Die aktuelle Diskussion über Missbrauchsfälle rückt auch den Sport wieder in den Fokus der Diskussion - als Problemzone. Am "Runden Tisch gegen Kindesmissbrauch" nimmt daher auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sport-Bundes, Thomas Bach, teil.

Mit Missbrauchsfällen sieht sich der organisierte Sport immer mehr konfrontiert. Dabei war dies im Sport lange ein Tabu-Thema, viel zu häufig wird es noch als solches behandelt, wie auch der Beitrag von Deutschlandfunk-Mitarbeiterin Bianka Schreiber Rietig zeigt: "So was könne doch im Sport gar nicht passieren" war und ist nicht selten die Reaktion auf Vermutungen, Informationen und Indizien, wann immer Fälle von Übergriffen bekannt werden.

Tabubehaftet und vielschichtig: Missbrauch im Sport

Dieses Problem ist auch in der Wissenschaft erkannt: "Es traut sich niemand, das Thema anzupacken", stellt Bettina Rulofs, Sportsoziologin an der Deutschen Sporthochschule Köln und Universität Paderborn, im Deutschlandfunk-Interview fest.

Dabei gebe es zu anderen gesellschaftlichen Bereichen keine Unterschiede: Das, was an Übergriffen in Sportvereinen passiere, sei die Palette, die auch sonst passiere, sagt Dorota Sahle, Referentin für Frauen- und Genderfragen des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen im Deutschlandradio Kultur: "Im Sport gibt es die unterschiedlichsten Gewaltanwendungen".

Zusammen mit Ingo Fock von der Opferorganisation "Gegen Missbrauch" in Göttingen war Sahle auch Teilnehmerin im Deutschlandfunk-Sportgespräch:"Dunkelziffer ist hoch".

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:35 Uhr