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Die Mauer der Wirtschaft

Ost-westdeutsche Unternehmensgeschichten - Reihe in "Wirtschaft und Gesellschaft"

Von Andreas Kolbe

Das Archivbild von 1962 zeigt einen Soldaten der Nationalen Volksarmee, rechts, der einen Bauarbeiter bei der Reparatur der Berliner Mauer an der Bernauer Straße beaufsichtigt. (AP)
Das Archivbild von 1962 zeigt einen Soldaten der Nationalen Volksarmee, rechts, der einen Bauarbeiter bei der Reparatur der Berliner Mauer an der Bernauer Straße beaufsichtigt. (AP)

Sommer 1961: Knapp zwölf Jahre nach ihrer Gründung kämpft die noch junge DDR ums wirtschaftliche Überleben. Die Versorgungssituation ist schlecht, der Mangel allgegenwärtig. Gut ein Fünftel der Bevölkerung hat die Ostzone bereits Richtung Westen verlassen. Berlin ist dazu das letzte Schlupfloch.

Um den drohenden Zusammenbruch abzuwenden, trifft die DDR-Führung eine verhängnisvolle Entscheidung: In der Nacht vom 12. auf den 13. August wird die Sektorengrenze nach Westberlin abgeriegelt. Wenige Tage später beginnt der Bau der Berliner Mauer.

Damit wurde nicht nur die politische Teilung Deutschlands besiegelt – auch die wirtschaftliche Spaltung des Landes wurde zementiert. Dies haben insbesondere Unternehmen zu spüren bekommen, die in beiden Teilen Deutschlands existierten. Carl Zeiss zum Beispiel mit dem Stammsitz in Jena und dem in Oberkochen neu gegründeten westdeutschen Pendant.

Wie kam es zur Teilung der Unternehmen? Welche Folgen hatte der Mauerbau für die Beziehungen zwischen den Ost- und Westbetrieben? Und wie haben die "Schwestern" nach dem Mauerbau wieder zusammengefunden?

In einer fünfteiligen Reihe zeichnen wir die wechselvolle Geschichte geteilter Unternehmen nach, ab dem 8. August täglich in Wirtschaft und Gesellschaft ab 17.05 Uhr.

Die Reihe im Überblick:

"Montag, 8. August 2011"
Der Mikrofonbauer Georg Neumann in Gefell und Berlin

"Dienstag, 9. August 2011"
Das AEG-Bahnwerk in Hennigsdorf bei Berlin

"Mittwoch, 10. August 2011"
Der Optikkonzern Carl Zeiss in Jena und Oberkochen

"Donnerstag, 11. August 2011"
Das Jenaer Glaswerk Schott und Genossen in Jena und Mainz

"Freitag, 12. August 2011"
Das Wintershall (heute BASF)-Kaliwerk in Bischofferode

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr