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Ein menschliches Urgefühl

Zwei Berliner Ausstellungen thematisieren das Thema Schmerz

Zwei Berliner Museen kooperieren für die ungewöhnliche Ausstellung "Schmerz" miteinander. Sowohl künstlerische Darstellungen des Themas als auch medizinische, religiöse oder volkskundliche Dinge werden im Hamburger Bahnhof und im benachbarten Medizinhistorischen Museum der Charité gezeigt. Die Kunstwerke stammen unter anderen von Francis Bacon, Joseph Beuys und Louise Bourgeois.

Den kulturellen Umgang mit dem Schmerz thematisiert die Schau im Hamburger Bahnhof im Kapitel "Ansichten des Schmerzes", die eigene, manchmal ambivalente Körpererfahrung in "Reiz des Schmerzes", die Vorstellung des Schmerzes über die Jahrhunderte in "Die Zeit des Schmerzes" und die Körperempfindung in ihrer künstlerischen Übersetzung in "Ausdruck des Schmerzes".

Painstation zum Ausprobieren

Daniel Tyradellis, Kurator der Ausstellung im Hamburger Bahnhof, hob im Gespräch mit Deutschlandradio Kultur in der Abteilung "Reiz des Schmerzes" die so genannte Painstation hervor. Die Installation sei eine Variation der Playstation. Auch hier könne man gegeneinander spielen. Bei einem Fehler bekäme man einen Stromschlag, einen Peitschenhieb oder es werde sehr heiß. Im Großen und Ganzen sei die Ausstellung "sehr unterhaltend". (Text / MP3-Audio)

Zu sehen sind zum Beispiel ein Beißstab, wie er im 19. Jahrhundert bei Operationen ohne Narkose verwendet wurde, aktuelle Schmerzprotokolle aus der Charité oder ein aufgeklappter Stuhl von Joseph Beuys mit der Aufschrift "Zeige deine Wunde". Die Wissenschaft öffnet sich der Kunst und umgekehrt.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:22 Uhr

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