Einladung zum Presse-Pre-Listening am 23. Januar um 11.00 Uhr Natur. Nach Humboldt: “You Will Go Away One Day But I Will Not”

Im Botanischen Garten Berlin ist vom 24. Januar bis 2. Februar eine begehbare 360°-Sound-Installation zu erleben – Abschluss mit „Art meets Science“-Matinee im Großen Tropenhaus

Die Pflanzenwelt spricht Latein. Zumindest benennen westliche Wissenschaftler Lebewesen seit Jahrhunderten mit lateinischen Namen. ...

Im Botanischen Garten forschen nun zwei Künstlerinnen nach indigenen Bezeichnungen für die dort präsentierten Pflanzen. Ihre 360°-Sound-Installation ist vom 24. Januar bis zum 2. Februar zu erleben.

Auf den ersten Blick sieht sie aus wie eine zarte Seerose. Mit ihren filigranen Blüten bevölkert sie Sümpfe und Wasserflächen in Südamerika. Die westliche Wissenschaft nennt sie: Nymphoides humboldtiana, Humboldts Seekanne. Mindestens ebenso gut steht ihr aber der Name Yvoty mboporã pónhuregua: "Fünfblättrige Blume des Geistes der Felder und Wälder: Du wirst eines Tages fortgehen, aber ich nicht." Diese Bezeichnung stammt von dem Guarani-Lehrer Maximino Rodrigues. Seine Vorfahren lebten in Südamerika, lange bevor Humboldt dort auftauchte.

Die Künstlerin Maria Thereza Alves und die Komponistin Lucrecia Dalt suchen nach indigenen Namen für die Pflanzen im Botanischen Garten Berlin. Mit ihrer Installation öffnen sie einen Raum für die vielschichtigen Stimmen des Urwalds – organisch und anorganisch, menschlich und nicht-menschlich, spekulativ und real. Dabei zeigen sie auch, wie diese Stimmen durch europäische Kolonisatoren zum Schweigen gebracht wurden.

Das Hörstück zur Installation ist erstmal am 6. März um 0.05 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur zu hören und ist anschließend auf deutschlandfunkkultur.de, hoerspielundfeature.de und in der Dlf Audiothek App abrufbar.

Presse-Pre-Listening am 23. Januar um 11.00 Uhr
Vertreterinnen und Vertreter der Medien haben die Möglichkeit, die Klang-Installation schon vor der offiziellen Eröffnung im Gespräch mit den Künstlerinnen und Projektpartnern kennenzulernen. Zur Akkreditierung senden Sie bitte bis 21. Januar eine formlose Mail an g.hohlstein@bgbm.org.

Art meets Science – Matinee in den Gewächshäusern am 2. Februar von 11.00 bis 14.00 Uhr
Abschluss und Höhepunkt des Projekts "Natur. Nach Humboldt" ist eine Matinee in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens: Künstlerinnen und Künstler entwerfen gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in kurzen Gesprächen oder Performances Perspektiven auf ihren eigenen Zugang zur Natur. Eine abschließende Podiumsdiskussion fragt nach dem Wandel von Naturerkenntnis und Naturerleben seit Humboldt.

"Natur. Nach Humboldt" ist ein Kooperationsprojekt der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, des Botanischen Gartens und des Botanischen Museums Berlin, des CTM-Festivals for Adventurous Music and Art, von Deutschlandfunk Kultur und Die Junge Akademie.

Deutschlandfunk Kultur beteiligt sich an dem Projekt im Rahmen der Deutschlandradio-Denkfabrik. Mit der Denkfabrik bietet der bundesweite Hörfunk einen Raum für die großen gesellschaftlichen Debatten. In diesem Jahr setzen sich die Deutschlandradio-Programme in Beiträgen, Sendereihen, Diskussionen und Veranstaltungen mit dem Schwerpunktthema "Eine Welt 2.0 – ‚Dekolonisiert euch!‘" auseinander. An der Abstimmung über das diesjährige Denkfabrik-Thema hatten sich 17.000 Hörerinnen und Hörer beteiligt.

Pressemitteilung der Projektpartner

Partner der technischen Umsetzung: usomo

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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