Startseite > zu klären > Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts > Beitrag vom 16.09.2012

Energiewende könnte deutlich günstiger sein

Altmaier fordert bessere Abstimmung der Länder

Bundesumweltminister Peter Altmaier, CDU (dpa / Marcus Brandt)
Bundesumweltminister Peter Altmaier, CDU (dpa / Marcus Brandt)

Bundesumweltminister Peter Altmaier sieht bei der Energiewende die simple Möglichkeit, einen zweistelligen Milliardenbetrag einzusparen: Die Bundesländer müssten sich nur besser abstimmen.

Bundesumweltminister Peter Altmaier hat die Länder zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Energiewende aufgerufen. Dadurch könne der Umbau der Energieversorgung um einen zweistelligen Milliardenbetrag günstiger als bisher befürchtet ausfallen, sagte der CDU-Politiker auf einer Veranstaltung der Jungen Union im thüringischen Uder. Bislang gebe es 16 Konzepte, die nicht zusammenpassten. Notwendig sei es letztlich, zu "vorhersehbaren, vernünftigen Ausbauplänen zu kommen, zu denen sich alle Länder verpflichten". Dabei dürfe die Energiewende nicht nur aus dem Zählen von Windrädern und Solardächern bestehen. Der Ausbau der Energiegewinnung müsse stärker mit dem Ausbau der Netze koordiniert werden.

Für die Akzeptanz der Energiewende sei es zudem unumgänglich, diese nicht zu einem konfrontativen Projekt werden zu lassen. Der Umweltminister forderte, den "alten und falschen Gegensatz von Umwelt und Wirtschaft ad acta zu legen". Daher habe er der Wirtschaft versprochen, sie vor übermäßigen Belastungen zu schützen, wenn sie sich im Gegenzug der Energiewende annehme, sagte er. So sei es etwa ein "nationales Interesse", dass die Solarindustrie überlebe.

Mit Blick auf das kommende Wahljahr erklärte der CDU-Politiker, auch in der Bevölkerung müsse weiter für dieses Projekt geworben werden. Es müsse Anliegen der CDU werden, dass die Energiewende "zu einem Projekt wird, mit dem sich die Menschen identifizieren". Dabei forderte er die Grünen auf, "nicht jedes Windrad mit einer Girlande zu begrüßen", dann aber die Bürgerinitiativen in ihrem Protest gegen Windräder zu unterstützen.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:58 Uhr