Erdogan droht Syrien mit Vergeltung

Bombenanschläge von Reyhanli beschäftigen auch Obama und Cameron

Der türkische Ministerpräsident Erdogan droht Syrien mit Vergeltung. (picture alliance / dpa / Georg Hochmuth)
Der türkische Ministerpräsident Erdogan droht Syrien mit Vergeltung. (picture alliance / dpa / Georg Hochmuth)

Das Verhältnis zwischen Syrien und der Türkei verschärft sich nach den Bombenanschlägen von Reyhanli weiter. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan drohte dem syrischen Regime Vergeltung an. Völlig unklar ist unterdessen die Ursache für den Absturz eines türkischen Kampfflugzeugs nahe der syrischen Grenze.

<p>Nach Angaben des türkischen Militärs brach der Funkkontakt zu dem F-16-Kampfflugzeug Montagmittag um 13:15 Uhr MESZ ab. Zuvor habe der Pilot noch mitgeteilt, er werde sich gleich mithilfe des Schleudersitzes in Sicherheit bringen. Der Gouverneur der Provinz Osminaye erklärte, die Maschine sei in der Stadt Yarpuz abgestürzt. Yarpuz befindet sich rund 40 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt. Die Ursache für den Absturz ist noch völlig unklar.<br /><br /></p><p><strong>Erdogan: Wir werden reagieren</strong></p><p>Das Unglück ereignete sich zwei Tage, nachdem in der türkischen Grenzstadt Reyhanli <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253310" text="zwei Autobomben explodiert waren" alternative_text="zwei Autobomben explodiert waren" /> und 49 Menschen in den Tod rissen. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan macht dafür das syrische Regime von Präsident Baschar al-Assad verantwortlich. Bei den am Sonntag festgenommenen Verdächtigen handele es sich um <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253314" text="Mitglieder der linksextremistischen &quot;Revolutionären Volksbefreiungsfront&quot; (DHKP-C)" alternative_text="Mitglieder der linksextremistischen &quot;Revolutionären Volksbefreiungsfront&quot; (DHKP-C)" />, die Verbindungen zum syrischen Geheimdienst hätten. Die <a class="link_audio_beitrag" href=" http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/05/13/drk_20130513_1713_a2f9a2af.mp3" Die türkische Terrorgruppe DHKP-C (MP3-Audio)"&gt;DHKP-C&lt;/a&gt; ist eine seit den 1980er Jahren bekannte Terrorgruppe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem syrischen Regime drohte Erdogan am Montag, die Türkei werde "zu gegebener Zeit reagieren". Man sei sich sicher, dass Syrien hinter den Anschlägen stecke. Schon vor den Attentaten sei bekannt gewesen, dass die DHKP-C gemeinsam mit dem syrischen Geheimdienst Anschläge in der Türkei geplant hätte. Die türkische Öffentlichkeit debattiert derweil, warum die Anschläge dann nicht verhindert werden konnten, wie ARD-Korrespondent Reinhard Baumgarten &lt;a class="link_audio_beitrag" href=" http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/05/13/dlf_20130513_1833_92ec9cb2.mp3" Nach den Anschlägen von Reyhanli: Erdogan droht syrischem Regime (MP3-Audio)">im Deutschlandfunk berichtet.</a><br /><br /><papaya:media src="38d32191f1772f2046d0a57788ac1159" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Obama und Cameron beraten in Washington über die Syrien-Krise." popup="yes" /></p><p><strong>USA und Großbritannien wollen Hilfe verstärken</strong></p><p>Die Syrien-Krise dominiert auch ein Treffen zwischen dem britischen Premierminister David Cameron und US-Präsident Barack Obama in Washington. Beide Regierungschefs sind sich einig, dass sie die Hilfen für die syrische Opposition verstärken wollen. David Cameron sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Obama, er habe zwar noch nicht entschieden, ob Großbritannien die syrischen Rebellen bewaffnen wolle. Sein Land sei aber gewillt, mehr technische Hilfsmittel zu liefern als bisher. Der amerikanische Präsident betonte, die nächsten Schritte hingen davon ab, ob das syrische Regime Chemiewaffen eingesetzt habe. Dazu seien die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Eine Verhandlungslösung des Konflikts hat für Barack Obama weiter Priorität,

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:11 Uhr