Fast 1000 Verletzte nach schweren Krawallen in Rostock

Lage nach Anti-G8-Großdemonstration hat sich inzwischen beruhigt

Straßenschlachten bei G8-Demo in Rostock: Vermummte Demonstranten werfen Steine auf Polizisten. (AP)
Straßenschlachten bei G8-Demo in Rostock: Vermummte Demonstranten werfen Steine auf Polizisten. (AP)

Nach den Krawallen am Rande der G8-Proteste in Rostock ist Zahl der verletzten Beamten auf über 430 gestiegen. Mindestens 520 Demonstranten haben nach Angaben der Veranstalter Verletzungen erlitten, 20 von ihnen schwere. Wie die Polizei mitteilte, sind 125 Menschen festgenommen worden, die meisten von ihnen seien mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Die zunächst friedliche Großdemonstration am Sonnabend in Rostock war von schweren Ausschreitungen überschattet worden. Autonome Demonstranten hatten nach Angaben der Polizei die Einsatzkräfte unter anderem mit Steinen, Stöcken und Brandsätzen angegriffen. Zudem wurden Autos angezündet und Schaufenster eingeschlagen. Die Polizei, die mit über 10.000 Kräften im Einsatz war, setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

In Rostock begannen am Sonntag die Aufräumarbeiten. Aus den Straßen herausgerissene Pflastersteine wurden wieder eingesetzt und die ausgebrannten Fahrzeuge abgeschleppt.

Zehntausende nahmen an der Anti-G8-Großdemonstration in Rostock teil. (AP)Zehntausende nahmen an der Anti-G8-Großdemonstration in Rostock teil. (AP) An den gewalttätigen Krawallen in Rostock sind nach Angaben der Polizei mehrere tausend militante Autonome beteiligt gewesen. An der Großdemonstration gegen den bevorstehenden G8-Gipfel hatten mehrere zehntausend überwiegend friedliche Demonstranten teilgenommen: Die Polizei spricht von 30.000, die Veranstalter haben 80.000 Teilnehmer gezählt.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:23 Uhr