"Feinde des Internets"

Reporter ohne Grenzen geißelt Staaten mit Internetzensur

Eine Computertastatur mit chinesischen Schriftzeichen (picture alliance / dpa / dpaweb)
Eine Computertastatur mit chinesischen Schriftzeichen (picture alliance / dpa / dpaweb)

Bloggerverbot, Onlinezensur, Internetsperre: Viele Nutzer auf der Welt haben keinen freien Zugang zum Web. Die Organisation Reporter ohne Grenzen nennt in einem Bericht die Staaten, die das Surfen zu kontrollieren versuchen.

"Feinde des Internets" heißt die Liste. Darin sind zwölf Staaten aufgelistet, in denen massive Online-Überwachung und die Gängelung von Bloggern und Online-Journalisten an der Tagesordnung sind. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) will damit Kontrolle und Zensur an den Pranger stellen.

Der Kreis der Internetfeinde ist im Vergleich zum Vorjahr laut ROG größer geworden. Neu hinzugekommen sind Bahrain und Weißrussland. Dort habe sich die Lage stark verschlechtert, hieß es. Die Altbekannten Online-Gegner heißen Birma, China, Kuba, Iran, Nordkorea, Saudi Arabien, Syrien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam.

Rund 120 Blogger und Online-Aktivisten sitzen nach Angaben der Organisation derzeit weltweit in Haft, vor allem in China und im Iran. Die beiden Staaten hätten ihre Internet-Überwachung deutlich verstärkt. Iran hingegen habe ein eigenes "nationales Internet" angekündigt, hieß es.

Weitere 14 Staaten stellt ROG im aktuellen Bericht "unter Beobachtung". Dazu gehören Australien, Ägypten, Eritrea, Frankreich, Indien, Kasachstan, Malaysia, Russland, Südkorea, Sri Lanka, Thailand, Tunesien, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr