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Gespracht und gesingt

"Querköpfe" im DLF: Der Klavierkabarettist Martin Zingsheim

Ein Porträt von Daniela Mayer

Der Klavierkabarettist Martin Zingsheim (Jo Goede)
Der Klavierkabarettist Martin Zingsheim (Jo Goede)

Im Bundeskabarett, jener frühen Kabarett-Boygroup um Sebastian Pufpaf, war sein Aufgabenbereich schwarz und weiß. Der Begleiterrolle ist Martin Zingsheim längst entwachsen, den Mann am Klavier gibt er immer noch gerne. Und schwarz oder weiß sind Eigenschaften, die bei ihm in dieser Ausschließlichkeit wirklich nur auf die Tastatur vor ihm zutreffen, aber selten auf seine Ansichten.

Denn er kann feinnervig die Zwischentöne eines Themas ausloten oder über eine einschmeichelnde Pianomelodie auf bitterernste Weise von den Hungersnöten in Afrika berichten, um im nächsten Moment die wundersamen Gedanken eines Herman van Veen einer tiefer gehenden Textanalyse zu unterziehen.

Man ahnt es: Dieser Mann sieht sich als ein Entertainer mit politischem Bewusststein, der herkömmlichen Comedy-Kabarett-Kategorisierungen gerne entkommen möchte. Weswegen er in seinem Programm "Opus meins" auf der Bühne besonders augenfällig zwischen einem Comedy- und einem Kabarett-Wasserglas wechselt. Und Georg Schnitzler, Mitbegründer des verdienten Kölner Wohnzimmertheaters, über Zingsheim sagt, dieser sei "das Licht am Ende der Comedy".

Eine "Querköpfe"-Sendung über einen jungen Künstler, von dem noch die Rede sein wird..



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr