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Günter-Wallraff-Preis im Kölner Funkhaus verliehen

Andreas-Peter Weber: „Kritischer Umgang mit der eigenen Arbeit Voraussetzung für Qualitätsjournalismus“

Die Journalisten Sebastian Pertsch (l.) und Udo Stiehl (r.) (Jann Höfer)
Die Journalisten Sebastian Pertsch (l.) und Udo Stiehl (r.) sind mit dem 1. Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik ausgezeichnet worden. (Jann Höfer)

Am Montag, dem 8. Juni fand im Deutschlandfunk das Kölner Forum für Journalismuskritik statt. In drei Panels diskutierten Journalisten und Medienexperten unter anderem über alternative Formen von Journalismus oder Nachrichten im digitalen Zeitalter. Im Anschluss an das Forum wurde erstmals der Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik verliehen.

Als Grundvoraussetzung für die Qualität im Journalismus hat Deutschlandradio-Programmdirektor Andreas-Peter Weber den kritischen Umgang mit der eigenen Arbeit bezeichnet. Aufgabe von Medien sei es, konsequent auf Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hinzuweisen. Ähnlich nachhaltig setzten sich die drei Programme des bundesweiten Hörfunks aber mit der eigenen Arbeit auseinander. Von daher sei es kein Zufall, dass das erste „Kölner Forum für Journalismuskritik" in Kooperation mit der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion im Kölner Funkhaus stattgefunden hat. Weber wörtlich: „Wir suchen die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Nichtregierungsorganisationen wie der „Initiative Nachrichtenaufklärung", um unsere Arbeit noch besser zu machen. Wir wollen zum Nachdenken über die Zukunft des Journalismus ermutigen und sehen uns als aktiven Teil dieser Anstrengungen."

Im Rahmen der Tagung wurde erstmals der „Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik" verliehen. Der Programmdirektor von Deutschlandradio würdigte die jahrzehntelange Arbeit des profilierten Recherchejournalisten. Wallraff habe viel für Demokratie und Gesellschaft erreicht und sei ein Vorbild für junge Journalisten. Weber freute sich darüber, dass die Auszeichnung, auf die Deutschlandradio keinerlei Einfluss hatte, an Udo Stiehl, einem freien Mitarbeiter des Deutschlandfunks, verliehen wurde. Der Programmdirektor betonte: „Das Projekt „Die Floskelwolke" von Udo Stiehl und Sebastian Pertsch weist Tag für Tag auf den manchmal unbedachten oder sogar problematischen Umgang von Journalisten mit der Sprache hin. Diese Wächterfunktion ist wichtig, und es ist sicher kein Zufall, dass einer der beiden Initiatoren in der Deutschlandfunk-Nachrichtenredaktion arbeitet."

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