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Hörspielpreis der Kriegsblinden geht an John Burnside für „Coldhaven“

Deutschlandradio-Funkhaus ist Gastgeber der Preisverleihung am 29. Mai

John Burnside , aufgenommen im Oktober 2017, auf der 69. Frankfurter Buchmesse, in Frankfurt/Main (Hessen) (picture alliance/dpa)
John Burnside auf der Frankfurter Buchmesse 2017 (picture alliance/dpa)

Der 67. Hörspielpreis der Kriegsblinden geht in diesem Jahr an John Burnside für die SWR-Produktion "Coldhaven".

Die renommierte Auszeichnung, getragen vom Bund der Kriegsblinden e.V. (BKD) und der Film- und Medienstiftung NRW, wird am Dienstag, 29. Mai, um 17 Uhr in Köln verliehen. Das Deutschlandradio-Funkhaus am Raderberggürtel ist bereits zum dritten Mal Gastgeber der Preisverleihung. Die Veranstaltung wird ab 17.00 Uhr live im Digitalkanal Dokumente und Debatten übertragen.

Der schottische Literat John Burnside hat mit "Coldhaven" ein außergewöhnliches Originalhörspiel geschaffen. Es spielt in einem fiktiven Küstendorf in Schottland und handelt vom Verschwinden zweier junger Menschen. "Das Hörspiel fasziniert durch schwebende Ambiguität, sprachliche Präzision und akustische Lebendigkeit", heißt es in der Jurybegründung. "Coldhaven" sei "ein vielschichtiges, dichtes Sprachgewebe, das dem Urgefühl des Mediums Radio nahekommt: dem Gefühl von Unbestimmtheit, Ungewissheit und Unheimlichkeit. […] Die Geschichte eines Mordes wird zur hautnah erlebten Parabel auf das Gerücht." Die Übersetzung stammt von Bernhard Robben. Regie und Komposition lagen bei Klaus Buhlert, verantwortlicher Redakteur ist Manfred Hess (SWR).

Zu den Nominierten für den diesjährigen Hörspielpreis der Kriegsblinden gehörten "Gold.Revue" von Jan Wagner, eine Koproduktion von Deutschlandfunk und SWR, sowie ein Hörspiel des Schweizer Rundfunks SRF. Jan Wagners lyrisches Wort- und Stimmenspiel zum Goldrausch wird in "Gold.Revue" von der Originalmusik des Komponisten Sven-Ingo Koch ergänzt. Regie führte Leonard Koppelmann. Die Redaktion hat Sabine Küchler. Im Hörspiel "Geister sind auch nur Menschen" des SRF erzählt Katja Brunner ihre Vision eines Altersheims, in dem sich die Menschen in einer Zwischenwelt an der Grenze von Leben und Tod befinden. Regie führte Erik Altorfer, die Musik stammt von Mario Marchisella.

Der Hörspielpreis der Kriegsblinden wird seit 1952 jährlich an ein für einen deutschsprachigen Sender konzipiertes Original-Hörspiel verliehen, das in herausragender Weise die Möglichkeiten der Kunstform realisiert und erweitert. Das ausgezeichnete Hörspiel und die beiden nominierten Produktionen sind hier zu hören:

www.filmstiftung.de/67-hoerspielpreis-der-kriegsblinden-die-nominierten/

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