Startseite > _Archiv > Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts > Beitrag vom 03.02.2013

Iran offen für Atom-Gespräche

Außenminister Salehi sieht keine "rote Linie" - aber USA müssten es ehrlich meinen

Das iranische Atomkraftwerk Buschehr (picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)
Das iranische Atomkraftwerk Buschehr (picture alliance / dpa / Abedin Taherkenareh)

Der iranische Außenminister Salehi hat sich offen für das Angebot von US-Vizepräsident Biden gezeigt, über das Atomprogramm seines Landes zu sprechen. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz nannte er Voraussetzungen dafür.

<p>Aus Sicht seiner Regierung gebe es <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="222515" text="keine &quot;rote Linie&quot;" alternative_text="keine &quot;rote Linie&quot;" /> für bilaterale Verhandlungen, sagte Ali Akbar Salehi. Der iranische Außenminister fügte hinzu: "Wenn es auf der anderen Seite eine ehrliche Absicht gibt, werden wir das ernsthaft berücksichtigen." Der Iran wolle auch am Treffen mit den fünf ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates und Deutschland Ende Februar in Kasachstan teilnehmen.<br /><br />US-Vizepräsident Joe Biden hatte dem Iran gestern direkte Verhandlungen im Atomstreit angeboten. Die westlichen Staaten verdächtigen das Land, unter dem Deckmantel seines zivilen Atomprogramms am Bau einer Atombombe zu arbeiten. Teheran weist die Vorwürfe zurück und beharrt auf seinem Recht, die Kernenergie friedlich zu nutzen.<br /><br />Israel will sich in Bezug auf das iranische Atomprogramm alle Handlungsvarianten offenhalten. Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, die Gefahren durch eine mögliche iranische Bombe seien zu groß. "Sobald der Iran eine Atommacht wird, wird es viel komplizierter, viel gefährlicher und viel teurer - sowohl mit Blick auf Menschenleben als auch finanziell", sagte Barak in München. Damit widersprach er dem deutschen Außenminister Guido Westerwelle (FDP), der am Samstag auf der Sicherheitskonferenz gefordert hatte, an einer politisch-diplomatischen Lösung zu arbeiten. Auf dem Weg dorthin wäre es "falsch, die militärischen Optionen zu diskutieren." <br /><br /><br /><em>Mehr zum Thema:</em><br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/02/03/dlf_20130203_1812_54581fb0.mp3" title="Korrespondentenbericht DLF 03.02.2013 (MP3-Audio)">Abschluss der Sicherheitskonferenz in München</a> - DLF-Korrespondentenbericht von Klaus Remme<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="252734" text="Münchner Sicherheitskonferenz: Die weltweiten Krisen im Visier" alternative_text="Münchner Sicherheitskonferenz: Die weltweiten Krisen im Visier" /> - US-Vizepräsident Biden bekennt sich zu Partnerschaft mit Europa<br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="222515" text="Netanjahu: Rote Linie gegen Iran nötig" alternative_text="Netanjahu: Rote Linie gegen Iran nötig" /> - <br> Israels Premier fürchtet Atomprogramm</p>


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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:05 Uhr