Jens Weidmann soll Bundesbank-Chef werden

Bundeskabinett einigt sich auf Berufung des 42-Jährigen

Jens Weidmann, Kanzlerberater und designierter Bundesbankpräsident (picture alliance / dpa)
Jens Weidmann, Kanzlerberater und designierter Bundesbankpräsident (picture alliance / dpa)

Jens Weidmann, Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, wird nach dem Willen der Koalition der nächste Bundesbankpräsident. Sabine Lautenschläger, derzeit bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, wird seine Stellvertreterin.

Der Bundesbankpräsident wird formal vom Bundespräsidenten ernannt, der jedoch den Vorschlag der Bundesregierung umsetzt. Eine Zustimmungspflicht des Bundesrates bei der Benennung des Bundesbankpräsidenten besteht laut Bundesbankgesetz (pdf) nicht.

Der scheidende Vorgänger als Bundesbankpräsident, Axel Weber, hatte kürzlich seinen Rückzug angekündigt. Spekulationen darüber, ob er an die Spitze der Deutschen Bank wechsle, um dem derzeititen Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann nachzufolgen, haben sich bislang nicht erhärtet. Weber selbst sagt, er nehme seine Professur in Köln wieder auf.

Weber sollte nach dem Willen der Bundeskanzlerin als Kandidat für die Leitung der Europäischen Zentralbank (EZB) ins Rennen gehen, was sich durch seinen vorzeitigen Rücktritt vom Amt des Bundesbankpräsidenten und seinen dezidierten Verzicht auf die Kandidatur erübrigt hat.

Wer ist der designierte Bundesbank-Chef Jens Weidmann? - Hören Sie ein Porträt aus der DKultur-"Ortszeit" (MP3-Audio).

Weitere Informationen:

Bundesbank-Präsident Axel Weber zieht sich vorzeitig zurück

Bundesbankpräsident hat "seine Aufgabe ausgesprochen gut gemacht" - Ex-Bundesfinanzminister Eichel lobt Axel Weber

Das Bundesbankgesetz (pdf-download der Bundesbank)



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Jung, aber gleichwohl erfahren

 

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Das Bundesbankgesetz (pdf)

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:40 Uhr