Keine Einigung absehbar

Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst dauern an

Die Tarifgespräche dauern an (picture alliance / dpa / Bernd Settnik)
Die Tarifgespräche dauern an (picture alliance / dpa / Bernd Settnik)

Auch nach knapp 30 Stunden Verhandlungen gibt es kein Ergebnis: Eine Einigung zwischen dem Bund und den Arbeitgebern in den Tarifgesprächen für den öffentlichen Dienst ist nicht absehbar. Möglicherweise dauern die Gespräche bis Samstag an.

Eigentlich wollten sich Verdi-Chef Frank Bsirske und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich heute noch einigen. "Es wird sich heute klären ob hopp oder topp", hatte Bsirske noch am Morgen verkündet. Doch danach sieht es derzeit nicht aus. Auch nach knapp 30 Stunden Verhandlung liegen die Tarifpartner trotz ihres erklärten Einigungswillens noch weit auseinander.

In den Gesprächen gehe es "immer wieder um die gleichen Varianten, weil man sich nicht annähert", sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Bernhard Witthaut, am Rande der Verhandlungen in Potsdam. "Ich habe den Eindruck, dass die Arbeitgeber gar keine Einigung wollen", so Witthaut.

Laut Gewerkschaften gibt es trotz anderslautender Gerüchte kein verbessertes Angebot. Zuvor hatte es geheißen, die Arbeitgeber - also Bund, Städte und Gemeinden - hätten ihr Angebot nachgebessert. Die Gehälter sollten demnach um mindestens 5,5 Prozent innerhalb von 24 Monaten steigen. Bisher hatten die Arbeitgeber eine stufenweise Anhebung von 2,0 Prozent im ersten und 1,3 Prozent im zweiten Jahr angeboten.

Das Angebot würde aber immer noch weit weg von der Forderung der Gewerkschaften liegen. Die Vertreter von zwei Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst wollen eine spürbare Anhebung um 6,5 Prozent, und zwar für ein Jahr.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:49 Uhr