Kunst rund um die Uhr

Berlin-Biennale bietet Tag- und Nachtprogramm

Einer der Veranstaltungsorte: die Neue Nationalgalerie in Berlin. (AP)
Einer der Veranstaltungsorte: die Neue Nationalgalerie in Berlin. (AP)

Mehr als Hundert Künstler zeigen ab Samstag auf der "5. berlin biennale für zeitgenössische kunst" ihre Werke. Die zweimonatige Schau unter dem Motto "When things cast no shadow" bringt verschiedene Generationen und Nationalitäten zusammen. Die Arbeiten setzen sich vor allem kritisch mit den künstlerischen Prozessen selbst auseinander.

So untersucht eine Filminstallation von Susanne M. Winterlings das Kondenswasser, das in der Neuen Nationalgalerie entsteht, die neben den Kunst-Werken und dem Schinkel Pavillon in Berlin-Mitte und dem sogenannten Skulpturenpark in Kreuzberg zu den Ausstellungsorten zählt.

Film über eine Frau, die die Mauer heiratete

Das Kuratorenduo, der Pole Adam Szymczyk und die Amerikanerin Elena Filipovic, kündigten an, Einblick in das Kunstschaffen im postkommunistischen Zeitalter zu geben. Die von ihnen ausgewählten Künstler machen auch immer wieder die Berliner Mauer zum Thema. Lars Laumann zeigt zum Beispiel einen Film über eine Frau, die die Mauer heiratete.

In Los Angeles ist Elena Filipoviv als Tochter von Einwanderern aufgewachsen. Ihre Mutter kommt aus Ecuador, ihr Vater aus dem ehemaligen Jugoslawien. Seit zehn Jahren lebt sie in Europa, zunächst war sie in Paris, danach in Brüssel. Dort wurde sie vor über einen Jahr von Adam Szymczyk besucht und gefragt, ob sie mit ihm gemeinsam die Biennale kuratieren wolle.
("Profil" im Deutschlandradio Kultur porträtiert Filipovic ausführlich Text / MP3-Audio)

Mit der Veranstaltungsreihe "Mes nuits sont plus belles que vos jours" (Meine Nächte sind schöner als deine Tage), deren Name sich an einen berühmten Filmtitel anlehnt, bietet diese Biennale auch ein umfangreiches Abendprogramm mit Lesungen, Performances, Workshops, Konzerten und anderen nächtlichen Veranstaltungen.

Finanziert wird die Kunstschau mit 2,5 Millionen Euro von der Bundeskulturstiftung.



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Eine Amerikanerin in Berlin

 

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Berlin Biennale

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:28 Uhr