Kyoto-Protokoll in Kraft getreten

Trittin: Emissionen müssen noch stärker gesenkt werden

Jürgen Trittin, Bundesumweltminister, Bündnis90/Die Grünen (AP)
Jürgen Trittin, Bundesumweltminister, Bündnis90/Die Grünen (AP)

Bundesumweltminister Trittin hat das In-Kraft-Treten des <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="16568" text="Klimaschutzprotokolls von Kyoto" alternative_text="Klimaschutzprotokolls von Kyoto" /> als notwendigen ersten Schritt zur Reduzierung von Treibhausgasen bezeichnet. Dies sei aber nicht ausreichend, sagte der Grünen-Politiker im Deutschlandradio Berlin. Auf lange Sicht müssten die weltweiten Emissionen noch stärker gesenkt werden. Nur so könne verhindert werden, dass die globale Durchschnittstemperatur um mehr als zwei Grad steige, erklärte Trittin.

Interview mit Jürgen Trittin, Bundesumweltminister

Auch der Leiter des UNO-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, rief zu weiteren Anstrengungen auf. Der Klimawandel könne das Bemühen um eine gerechtere Welt erheblich stören, betonte er in einem Beitrag für mehrere Zeitungen.

Treibhausgase sollen um 5,2 Prozent reduziert werden

Auspuffabgase eines PKW (AP)Deutschland hat sich verpflichtet, seine Treibhausemissionen bis 2012 um 21 Prozent zu reduzieren (AP)Das Kyoto-Protokoll ist seit Mittwoch in Kraft. Mit dem Ziel den Treibhauseffekt zu verringern, verpflichten sich die Industrieländer darin, bis 2012 ihren Ausstoß von Treibhausgasen auf ein Niveau zu reduzieren, das um durchschnittlich 5,2 Prozent unter dem des Jahres 1990 liegt.

Die ratifizierenden Staaten haben sich in dem Vertrag zu unterschiedlichen Zielen verpflichtet. So muss Deutschland beispielsweise seine Emissionen um 21 Prozent reduzieren, während Irland den Ausstoß sogar noch leicht erhöhen darf.

Das Abkommen wurde 1997 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen in der japanischen Stadt Kyoto ausgehandelt, wo heute früh eine Feierstunde stattfand. Bislang ratifizierten 141 Länder das Protokoll.

USA lehnen Ratifizierung ab

Die USA und Australien lehnen es ab, den Vertrag zu ratifizieren, solange es Ausnahmen für Schwellenländer wie Indien und China gibt. Die USA sind der weltweit größte Kohlendioxid-Prozent.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:09 Uhr