Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Lechts und rinks

Was bleibt von den großen politischen Ideologien?

Protestieren, um zu bewahren: Stuttgart 21-Gegner demonstrieren vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. (picture alliance / dpa / Marijan Murat)
Protestieren, um zu bewahren: Stuttgart 21-Gegner demonstrieren vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof. (picture alliance / dpa / Marijan Murat)

Konservative sind längst nicht mehr das, was sie einmal waren. Zuletzt schalteten sie Atomkraftwerke ab, setzten die Wehrpflicht aus, gaben das dreigliedrige Schulwesen auf, kämpften für die Frauenquote, und all das mit revolutionärem Elan. Gleichzeitig entdeckten ehemalige Kommunisten das CDU-Urgestein Ludwig Erhard für sich, und die ach so linken Grünen kämpften für die Bewahrung eines alten Stuttgarter Bahnhofs. Liberal wiederum nennen sich heute alle – während die FDP erodiert.

Sind die politischen Ideologien also tatsächlich tot? Das nun nicht, denn der Raum des Politischen bebt. Finanzkrise, EU-Krise, Wutbürger, Tea-Party-Bewegung, Occupy-Camps: Ideologische Spurenelemente lassen sich überall finden.

Was heißt heute "konservativ", "liberal", "sozialistisch"? Drei Ideologien aus dem 19. Jahrhundert ragen in die Gegenwart. Die Sendung "Zeitreisen" verfolgt sie in die Zukunft.

"Mi., 11. Januar, 19.30 Uhr:" Burkhard Müller-Ullrich - Über das Konservative
"Mi., 18. Januar, 19.30 Uhr:" Walter van Rossum - Über das Liberale
"Mi., 25. Januar, 19.30 Uhr:" Mathias Greffrath - Über das Sozialistische

Burkhard Müller-Ullrich, Schriftsteller, Publizist und Journalist, lebt als Autor in Köln. Er arbeitet für Radiosender, Zeitungen und Zeitschriften und ist Mitglied des deutschen P.E.N. Clubs.

Walter van Rossum, Autor und Journalist, arbeitet seit 1981 als Autor für den WDR, den Deutschlandfunk, "Zeit", "FAZ" und den "Freitag". Er lebt in Köln und Marokko.

Mathias Greffrath, Soziologe und Journalist, war von 1991 bis 1994 Chefredakteur der "Wochenpost". Als freier Autor arbeitet er für die "Zeit", die "Süddeutsche Zeitung", die "taz" und "GEO". Er ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac und lebt in Berlin.

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:46 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Fazit

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 00:05 Uhr Neue Musik

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

AsylstreitDie entsicherte Pistole der CSU

Bundesinjnenminister Horst Seehofer (CSU) spricht über den Streit mit der CDU über die Asylpolitik (AFP / Christof STACHE)

Was tatsächlich ist und was nur zu sein scheint, spielt im Streit der Unionsparteien nur noch eine untergeordnete Rolle, kommentiert Stephan Detjen. Horst Seehofer sehe sich als bayerischer Herakles, der einen politischen Augiasstall in Berlin auszumisten habe. Eine weitere Zusammenarbeit könne nicht gut gehen.

KunstfreiheitIst Nazi-Symbolik in Games bald erlaubt?

Screenshot des Spiels "Bundesfighter II Turbo" mit Alexander Gaulands Hakenkreuz-Move. (funk / Bohemian Browser Ballett)

Hakenkreuze dürfen in Deutschland nur in Kunstwerken oder Filmen gezeigt werden, in Computerspielen bislang gar nicht. Das könnte sich ändern, wie der Umgang mit dem Browserspiel "Bundesfighter II" zeigt, in dem der AfD-Politiker Alexander Gauland auftritt.

Elektronauten-Festival in HamburgDer Synthesizer ist zurück

(DanielDittus)

Immer mehr Musikerinnen und Musiker finden Gefallen an analogen Synthesizern. Die Elbphilharmonie in Hamburg hat dem Revival nun ein ganzes Festival gewidmet. Drei Tage lang kamen Fans der frühen elektronischen Musik und die Pioniere des Genres in Konzerten zusammen.

Christos "Mastaba" in LondonEine Pyramide aus Öltonnen

(imago/i Images)

Im Londoner Hyde Park schwimmt eine riesige Pyramide aus Ölfässern. "Mastaba" heißt dieses Kunstwerk des Künstlers Christo. Mastaba ist auch das Wort für altägyptische Grabbauten. Nicht jedem gefällt die knallbunte Installation.

Thomas-Mann-Forscher zu Mann-Villa in Kalifornien"Es gibt da schon sehr konkrete politische Hoffnungen"

Das restaurierte Thomas Mann Haus in Los Angeles. (dpa/picture-allicane/rebuild.ing GmbH/H2S Architekten)

2016 kaufte die Bundesregierung die kalifornische Villa, in der Thomas Mann im Exil lebte, um sie vor dem Abriss zu schützen. Jetzt wird sie durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier als Ort des kulturellen Dialogs eingeweiht. Eine überzeugende Idee, sagte der Thomas-Mann-Forscher Tilmann Lahme im Dlf.

Weltmikrobentag"Wir müssen den Boden zelebrieren"

Eine Gurke wächst auf einem Komposthaufen (dpa / picture alliance / Volkmar Heinz)

Wie bekommt man eigentlich einen "Welttag" im Kalender? Am besten einen ganz offiziellen UN-Welttag? Beim "Weltmikrobentag" in Berlin ist das nicht so wichtig: Die Macherinnen haben ihn sich einfach ausgedacht.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Asylstreit  Seehofer kritisiert Hinweis auf Richtlinienkompetenz | mehr

Kulturnachrichten

Kassel stimmt Kauf von documenta-Obelisk zu | mehr

 

| mehr