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Mein Freund, der Lehrer

Streit über Facebook-Kontakt zwischen Schülern und Lehrenden

Facebook sorgt immer wieder für Diskussionen in der Politik. (picture alliance / dpa)
Facebook sorgt immer wieder für Diskussionen in der Politik. (picture alliance / dpa)

Das Kultusministerium in Baden-Württemberg rät Lehrern davon ab, über Facebook Kontakt zu ihren Schulklassen zu halten. Der Vorstoß von Kultusminister Andreas Stoch (SPD) sorgt für heftige Diskussionen. Die Junge Union kritisiert die "rückwärtsgewandte Politik".

<p>Das Kultusministerium in Baden-Württemberg hat den Einsatz sozialer Netzwerke an Schulen mit Hinweis auf den Datenschutz stark eingeschränkt. In einer Handreichung wird die Rechtslage dargestellt, die den Pädagogen verbietet, etwa Facebook für die Kommunikation mit den Schülern sowie untereinander zu nutzen. Anlass dafür seien Rückmeldungen von Lehrern über Unsicherheiten im dienstlichen Umgang mit sozialen Netzwerken, erläuterte eine Ministeriumssprecherin.<br /><br />Er verstehe die Aufregung überhaupt nicht, erklärte <a class="link_audio-beitrag" href=" http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2013/07/24/dlf_20130724_0814_da351395.mp3" title= "Streitgespräch im Deutschlandfunk(MP3-Audio)"> der zuständige Kultusminister Andreas Stoch (SPD) im Deutschlandfunk. </a>Schließlich verweise die Handreichnung auf die geltende Rechtslage. Danach sind neben Chats, Vereinbarungen schulischer Termine sowie das Einrichten von Lerngruppen auch das Speichern personenbezogener Daten aus sozialen Netzwerken untersagt. Es könne auch sein, dass Schüler oder Eltern gar keine Nutzung von Facebook wünschten. <br /><br /><papaya:media src="4d6d4dada2ba33d203d525ca3e0f0814" rspace="5" bspace="5" width="144" height="108" align="left" resize="abs" subtitle="Eine Schülerin im Chat" popup="yes" />Dagegen sprach die Junge Union von einer "rückwärtsgewandten Politik" von Grün-Rot. Denn Facebook und andere soziale Netzwerke gehörten zur Lebenswirklichkeit junger Menschen, betonte <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="255132" text="JU-Chef Nikolaus Löbel ebenfalls im Deutschlandfunk" alternative_text="JU-Chef Nikolaus Löbel ebenfalls im Deutschlandfunk" />.<br /><br />Der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Jörg Klingbeil, bezeichnete die Vorgaben als überfällig. "Die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten hat auf sozialen Netzwerken nichts zu suchen." Das würden auch viele Eltern so sehen.<br /><br /><strong>Mehr auf dradio.de:</strong><br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="253602" text="Facebook verärgert mit &quot;peinlicher&quot; Datenpanne" alternative_text="Facebook verärgert mit &quot;peinlicher&quot; Datenpanne" />-<br> Millionen Kontaktdaten wurden weitergegeben <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="228577" text="Facebook kippt Mitspracherecht" alternative_text="Facebook kippt Mitspracherecht" />- <br> Soziales Netzwerk ändert Geschäftsbedingungen <br /><papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="208334" text="Facebook-User reagieren mit Empörung" alternative_text="Facebook-User reagieren mit Empörung" /> - <br> Die von der Schufa geplante Verwertung von Daten aus sozialen Netzwerken kommt bei den Nutzern nicht gut an</p>

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:14 Uhr