Mutmaßlicher NS-Kriegsverbrecher Csatary tot

Gebürtiger Ungar soll verantwortlich für Deportation von mehr als 15.000 Juden sein

Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary starb am 10.08.2013 (picture alliance / dpa)
Der mutmaßliche NS-Kriegsverbrecher Laszlo Csatary starb am 10.08.2013 (picture alliance / dpa)

Laszlo Csatary galt als einer der meistgesuchten NS-Kriegsverbrecher. Erst im vergangenen Jahr wurde er in Budapest festgenommen und Klage gegen ihn erhoben. Vergangenen Samstag starb er im Krankenhaus an einer Lungenentzündung.

Laszlo Csatary war Kommandant des Sammel- und Internierungslagers in Kosice – damals zu Ungarn gehörig, heute gehört es zum Staatsgebiet der Slowakei. Dort war er 1944 verantwortlich für die Deportation von mehr als 15.000 Juden nach Auschwitz und andere deutsche Konzentrationslager.

Vom Wiesenthal-Zentrum entdeckt

Nach dem Krieg lebte Csatary unter falschem Namen als Kunsthändler in Kanada. Als die Behörden 1995 seine wahre Identität herausfanden, floh er nach Ungarn. Bereits 2011 machte das Simon-Wiesenthal-Zentrum die ungarischen Behörden auf seinen Aufenthalt aufmerksam. 2012 wurde Csatary festgenommen und standseit dem unter Hausarrest. Im Juni dieses Jahres erhob die ungarische Staatsanwaltschaft Anklage gegen Csatary und legte ihm die Deportationen aus Kosice zur Last. Die Slowakei verhängte bereits 1948 ein Todesurteil gegen ihn, dass im April dieses Jahres in eine lebenslängliche Haftstrafe umwandelte.

Csatary bestritt die Anschuldigungen, er sei nur ein Mittelsmann zwischen ungarischen und deutschen Verantwortlichen und nicht in Kriegsverbrechen verwickelt gewesen. Csatary galt wie Alois Brunner und Aribert Heim als einer der meist gesuchten Kriegsverbrecher.

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Nazi war crimes suspect Laszlo Csatary dies

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:15 Uhr