Nächste Runde im Rentenstreit

CDA will die "Rente nach Mindesteinkommen" wieder einführen lassen

In die Debatte um das richtige Konzept gegen Altersarmut mischt sich nun auch die CDA ein (picture alliance / dpa / Marijan Murat)
In die Debatte um das richtige Konzept gegen Altersarmut mischt sich nun auch die CDA ein (picture alliance / dpa / Marijan Murat)

Mit seinem Vorstoß zur Bekämpfung von Altersarmut versucht der Arbeitnehmerflügel der CDU, im Rentenstreit der Koalition weiter Druck zu machen: Er fordert die Wiedereinführung einer "Rente nach Mindesteinkommen". Diese Regelung war 1992 abgeschafft worden.

Die Unionsparteien würden in den nächsten Wochen ein Konzept gegen Altersarmut erarbeiten, sagte der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, im Deutschlandfunk. Am Ende eines langen Arbeitslebens müsse die Rente immer eine Belohnung für Fleiß und Rackern sein. Jemand, der 40 Jahre lang in Vollzeit beschäftigt gewesen sei, müsse besser dastehen als jemand, der nicht gearbeitet habe.

Im WDR-Hörfunk führte Laumann weiter aus, eine "Rente nach Mindesteinkommen" könne mehr Menschen vor Altersarmut bewahren als die von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeschlagene Zuschussrente. "Damit haben wir über Jahrzehnte Altersarmut verhindert", so Laumann. Er räumte ein, dass eine "Rente nach Mindesteinkommen teurer werde als von der Leyens Zuschussrente. Am Ende werde es mehr als drei Milliarden Euro kosten - im Gegenzug würden aber Ausgaben bei der Grundsicherung im Alter eingespart. Derzeit beträgt das Standardrentenniveau für die Alten Bundesländer bei

Tagung: "Rackern und Riestern - Was tun, damit die Rente reicht?"

Der CDU-Arbeitnehmerflügel hat für heute zu einer vierstündigen Tagung über das Thema Rente und Altersarmut nach Berlin geladen. Die Veranstaltung trägt den Titel "Rackern und Riestern - Was tun, damit die Rente reicht?" Unter den Rednern sind neben von der Leyen auch der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische.

Die schwarz-gelbe Koalition ringt seit Monaten um ein Konzept gegen Altersarmut. Auch mehrere jüngere Politiker um den Vorsitzenden der Jungen Union, Philipp Mißfelder, und den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn hatten jüngst ein eigenes Rentenpapier mit Reformvorschlägen präsentiert.

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:00 Uhr