Neuer Anlauf im Syrien-Konflikt

Schweiz will internationale Konferenz ausrichten

Der gemeinsame Syrien-Gesandte von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan (picture alliance / dpa / Youssef Badawi)
Der gemeinsame Syrien-Gesandte von UNO und Arabischer Liga, Kofi Annan (picture alliance / dpa / Youssef Badawi)

Während sich die Schweizer für ein Gipfeltreffen stark machen, schickt der Vizegeneralsekretär der Arabischen Liga klare Worte in Richtung Russland: "Wer militärische Ausrüstung bereitstellt, hilft Menschen zu töten".

Ahmed Ben Helli forderte Russland zum Stopp seiner Waffenlieferungen an die syrische Regierung auf. Er appellierte zudem an die internationale Gemeinschaft, das Mandat für den internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan zu stärken. Man müsse sicherstellen, dass alle Seiten dessen Friedensplan achteten, so Ben Helli gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Annan über Konferenz-Pläne informiert

Die Schweiz hat angeboten, eine internationale Konferenz zum Syrien-Konflikt zu organisieren. Entsprechend äußerte sich der Außenminister des Landes, Didier Burkhalter, gegenüber der "Neuen Zürcher Zeitung".

Er habe Annan bereits darüber unterrichtet. Dieser hatte die Bildung einer Kontaktgruppe verschiedener Staaten vorgeschlagen, die mit Damaskus über eine Lösung auf der Basis seines Sechs-Punkte-Friedensplans verhandeln soll.

Außenminister Westerwelle: Hoffnung auf Bewegung Russlands

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) spricht im Auswärtigen Amt in Berlin zu den Medien und äußert sich zur Lage in Libyen. (picture alliance / dpa - Hannibal Hanschke)Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) (picture alliance / dpa - Hannibal Hanschke)Derweil äußerte Außenminister Guido Westerwelle die Hoffnung, dass Russland seine Position in dem Konflikt verändern könnte. Der FDP-Politiker sagte der "Passauer Neuen Presse", es gebe in Moskau erkennbar vorsichtige Anzeichen einer Bewegung: "Ich habe die Klarstellung des russischen Außenministers begrüßt, dass sich Russland nicht als schützende Hand über Assads Regime versteht".

Bei Kämpfen und Anschlägen in Syrien soll es auch gestern wieder zahlreiche Tote gegeben haben. Die Rebellenhochburg Homs steht offenbar vor einer humanitären Tragödie. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) forderte gestern in Genf Zugang in die von Regierungstruppen belagerte Stadt, um Verletzte und Kranke zu evakuieren. Hunderte Zivilisten seien in der Kampfzone eingeschlossen.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:54 Uhr