• Neue Zeugin könnte Zschäpe belasten (dpa / Peter Kneffel)

    Neue Zeugin könnte Zschäpe belasten

    NSU-Angeklagte vor Mord in Dortmund gesehen

    Eine bisher nicht bekannte Zeugin will die Hauptangeklagte im NSU-Prozess, Beate Zschäpe, vor einem Anschlag in Dortmund in der Stadt beobachtet haben. Eine Nebenklägerin beantragte, die Frau vernehmen zu lassen. Unterdessen lehnte das OLG München erneut Befangenheitsanträge gegen die Richter ab.

  • Holger G. schweigt weiter (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

    Holger G. schweigt weiter

    In München wird der NSU-Prozess fortgesetzt

    Die Sommerpause ist vorüber – das Warten auf eine Aussage von Holger G. dauert an: Im NSU-Prozess gilt er als wichtiger Zeuge der Anklage. Doch G. hat erneut darauf verzichtet, sich weiter zu bereits gemachten Angaben zu äußern.

  • Vernichtendes Urteil über die Arbeit der Sicherheitsbehörden (picture alliance / dpa / Rainer Jensen)

    Vernichtendes Urteil über die Arbeit der Sicherheitsbehörden

    NSU-Ausschusschef Edathy fordert mehr Prävention im Kampf gegen Rechtsextremismus

    Nach eineinhalb Jahren Arbeit hat der Untersuchungsausschuss des Bundestages zur Neonazi-Mordserie seinen Abschlussbericht vorgestellt. Von einem "historisch beispiellosen Desaster" spricht der Ausschussvorsitzende Edathy, von fehlender Selbstkritik der Behörden die Grünen-Spitzenkandidatin Göring-Eckardt.

  • "Es ist ein ganz normales Strafverfahren aus diesem Monsterprozess geworden" (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)

    "Es ist ein ganz normales Strafverfahren aus diesem Monsterprozess geworden"

    "Spiegel"-Gerichtsreporterin zieht Zwischenbilanz zum NSU-Prozess

    Nach den Anfangsschwierigkeiten sei es erstaunlich, dass der NSU-Prozess so weit vorangekommen sei, sagt Gisela Friedrichsen vom Magazin "Der Spiegel". Das liege auch am Vorsitzenden Richter Manfred Götzl. Die Medien hätten ihm am Anfang des Verfahrens mit ihrer Kritik Unrecht getan.

  • Mahnmal für NSU-Opfer fehlerhaft (dpa / Federico Gambarini)

    Mahnmal für NSU-Opfer fehlerhaft

    Falsche Todesdaten in Gedenktafeln eingraviert

    Dortmund gedenkt der NSU-Opfer - und macht dabei Fehler: Die Stadt lässt falsche Todesdaten in ein Mahnmal gravieren. Das Versehen ist auch in Nürnberg passiert.

  • Gedenkstätte für NSU-Opfer in Dortmund eingeweiht (picture alliance / dpa / Bernd Thissen)

    Gedenkstätte für NSU-Opfer in Dortmund eingeweiht

    "Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!"

    Der Kioskbesitzer Mehmet Kubasik war im April 2006 vermutlich das achte Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). In seiner Heimatstadt Dortmund wurde am Samstag eine Gedenkstätte eingeweiht, die an alle zehn Opfer der Terroristen erinnern soll.

  • "Sie möchte wie eine bürgerliche Angeklagte wirken" (picture alliance / dpa /Tobias Hase)

    "Sie möchte wie eine bürgerliche Angeklagte wirken"

    Beate Zschäpe im NSU-Prozess: Eindrücke einer Gerichtsreporterin

    Zu Prozessbeginn kommt Beate Zschäpe mit einer schwungvollen Drehung in den Saal und wirft ihr Haar zurück. Die Angeklagte im NSU-Prozess wirke sehr selbstbewusst, sagt Annette Ramelsberger von der "Süddeutschen Zeitung". Allerdings trage sie bisher nicht zur Wahrheitsfindung bei.

  • Gericht verhandelt über ersten NSU-Mord (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

    Gericht verhandelt über ersten NSU-Mord

    Der Fall Simsek vor dem Münchner Oberlandesgericht

    Im Münchener NSU-Prozess hat die Beweisaufnahme zum ersten Mord des Neonazi-Trios begonnen: Der Nürnberger Blumenhändler Enver Simsek wurde im September 2000 erschossen. Einmal mehr zeichnet sich ein langwieriges Verfahren ab.

  • Carsten S.: "Eine Entschuldigung wäre zu wenig" (picture alliance / dpa / Marc Müller)

    Carsten S.: "Eine Entschuldigung wäre zu wenig"

    NSU-Angeklagter bekennt sich zu Verantwortung für Morde

    Im NSU-Prozess hat der Angeklagte Carsten S. den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl ausgesprochen. Inzwischen sind in Sachsen neue Akten zur Terrorzelle aufgetaucht - der Chef des Verfassungsschutzes muss seinen Posten verlassen.

  • Ermittlungshilfe unter Eid

    Neue Erkenntnisse im NSU-Prozess und die Versäumnisse der Behörden

    Das NSU-Verfahren wird ein langer Prozess - in jeder Hinsicht. Denn die Angeklagten schweigen oder reden, ohne etwas zu sagen. Richter Manfred Götzl und sein Senat werden eine glückliche Hand benötigen, meint Holger Schmidt.

  • Carsten S.: "Ich habe mich stark gefühlt" (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

    Carsten S.: "Ich habe mich stark gefühlt"

    Sechster Verhandlungstag im NSU-Prozess

    Im NSU-Prozess setzte der Angeklagte Carsten S. seine Aussage vor dem Oberlandesgericht München fort. Er habe in der rechten Szene ein Gefühl der Sicherheit verspürt. Gestern hatte der 33-Jährige zugegeben, eine Pistole für das NSU-Trio Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe besorgt zu haben.

  • Beispielloses Versagen der Sicherheitsbehörden (dpa / Sebastian Kahnert)

    Beispielloses Versagen der Sicherheitsbehörden

    NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag beendet Zeugenvernehmung

    Der NSU-Untersuchungsausschuss tritt am Donnerstag zum letzten Mal zusammen. Nach 15 Monaten Ausschussarbeit spricht der Vorsitzende Sebastian Edathy (SPD) von einem beispiellosen, multiplen Versagen deutscher Sicherheitsbehörden.

  • NSU-Prozess bleibt im gleichen Saal (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)

    NSU-Prozess bleibt im gleichen Saal

    Gericht lehnt Antrag der Verteidigung ab

    Der NSU-Prozess wird nicht in einen größeren Sitzungssaal verlegt. Die Verteidiger der Hauptangeklagten Beate Zschäpe hatten das am heutigen zweiten Verhandlungstag beantragt. Doch das Gericht wies das Ansinnen zurück.

  • Vorhandenes Potenzial im Kampf gegen Rechtsextremismus nutzen (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

    Vorhandenes Potenzial im Kampf gegen Rechtsextremismus nutzen

    SPD-Politikerin Högl: Wir brauchen keine neue Behörde

    Benötigen wir einen Extremismusbeauftragten oder eine Behörde, wie sie Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger ins Gespräch gebracht hat? Eva Högl, SPD-Obfrau im NSU-Untersuchungsausschuss, meint, es sei wichtiger, in den vorhandenen Institutionen "eine andere Mentalität einzuführen“.

  • "Sicherheit duldet keinen Aufschub" (picture alliance / dpa / Stephanie Pilick)

    "Sicherheit duldet keinen Aufschub"

    Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) über das Unterschätzen des Rechtsextremismus

    Die Ermittlungspannen bei der NSU-Mordserie haben gezeigt, dass es einen "Behördenegoismus" gegeben habe, räumt Innenminister Hans-Peter Friedrich ein. Die umstrittene Antiterrordatei und das Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus verteidigt Friedrich gegen Kritik aus den Ländern. Er werde sich nicht zurückhalten lassen.

  • "Es muss ein Ruck durch unser Land gehen" (dpa / pa / Schlesinger)

    "Es muss ein Ruck durch unser Land gehen"

    Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, über Islamfeindlichkeit und den NSU-Prozess

    Hakenkreuz-Schmierereien und Brandsätze auf Moscheen: Die Übergriffe auf Muslime nehmen zu, warnt der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek. Islamfeindlichkeit müsse endlich als gesamtgesellschaftliches Problem wahrgenommen werden.

  • NSU-Prozess: Befangenheitsanträge zurückgewiesen (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

    NSU-Prozess: Befangenheitsanträge zurückgewiesen

    Verfahren geht am kommenden Dienstag weiter

    Im NSU-Prozess hat das Oberlandesgericht München am Freitag alle Befangenheitsanträge gegen den Vorsitzenden Richter zurückgewiesen. Damit kann die Verhandlung am 14. Mai wie geplant fortgesetzt werden.

  • "Der Befangenheitsantrag wird keinen Erfolg haben" (dpa / Peter Kneffel)

    "Der Befangenheitsantrag wird keinen Erfolg haben"

    Strafrechtlerin über den ersten Tag beim NSU-Prozess

    Der Befangenheitsantrag der Verteidiger im NSU-Prozess sei zu erwarten gewesen, sagt die Strafrechtlerin Gabriele Kett-Straub von der Universität Erlangen. Mit den ungewöhnlichen Einlasskontrollen habe der Vorsitzende Richter Stärke beweisen wollen. Eine Befangenheit beweise das aber nicht.

  • Zschäpes Schweigen vor Gericht (dpa / pa / Peter Kneffel)

    Zschäpes Schweigen vor Gericht

    Die mutmaßliche NSU-Terroristin überlässt das Reden ihren Anwälten

    Beate Zschäpe präsentiert sich als junge, seriöse Frau. Ihr Benehmen im Gerichtssaal soll unterstreichen, dass sie geläutert ist. Durch eine Aussage, bei der sie sich verplappern könnte, kann dieses Bild zerstört werden. Jetzt kommt es auf geschickte Verhandlungsführung des Gerichts an, meint Rolf Clement.

  • Am Montag hat der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Unterstützer des NSU begonnen. Der ARD-Terrorexperte Holger Schmidt berichtet live vom NSU-Prozess. Außerdem geht es um die Berichterstattung in der Türkei und die Situation der Opfer in der Kölner Keupstraße.

  • NSU-Prozess bis 14. Mai unterbrochen (picture alliance / dpa / Stephan Jansen)

    NSU-Prozess bis 14. Mai unterbrochen

    Befangenheitsanträge gegen Richter verursachen Aussetzung der Verhandlung

    Der NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht München ist wegen mehrerer Befangenheitsanträge gegen die Richter bis nächste Woche unterbrochen worden. Die Verhandlung gegen Beate Zschäpe und ihre vier Mitangeklagten hatte am Montagmorgen begonnen.

  • NSU-Prozess: Verteidigung stellt Befangenheitsantrag gegen Richter

    Beobachter ordnen Zschäpes Auftritt zwischen gespieltem Stolz und Unsicherheit ein

    Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hat vor dem Oberlandesgericht München der NSU-Prozess begonnen. Zum Auftakt stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter. Die Hauptangeklagte Zschäpe gab sich bei ihrem ersten Auftritt in der Öffentlichkeit nach eineinhalb Jahren unnahbar.

  • Zahlen und Fakten zum NSU-Prozess (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

    Zahlen und Fakten zum NSU-Prozess

    Zehn Opfer, 80 Nebenkläger, 606 Zeugen, fünf Richter

    Heute soll in München der NSU-Prozess beginnen. Der Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle fielen zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen zum Opfer. Hinzu kamen zwei Sprengstoffanschläge mit insgesamt 23 Verletzten.

  • Der NSU-Prozess und die fünf Angeklagten (picture alliance / dpa / BKA)

    Der NSU-Prozess und die fünf Angeklagten

    Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben sind die Hauptpersonen

    Fünf Angeklagte müssen sich im NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht verantworten. Die Hauptpersonen sind Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben. Wir dokumentieren einige Details zu ihren biografischen Hintergründen.

  • "Wir können nicht dem Gericht die Aufarbeitung überlassen" (dpa / Peter Kneffel)

    "Wir können nicht dem Gericht die Aufarbeitung überlassen"

    Rechtsextremismusforscher über den NSU-Prozess

    Beim NSU-Prozess entscheide die Justiz über Schuld oder Nichtschuld. Deshalb sei bei Forderungen über die Höhe des Strafmaßes Zurückhaltung geboten, sagt Dierk Borstel. Wichtiger sei die Aufarbeitung der NSU-Morde. Hier gebe es für Medien, Politik und Staat genug zu tun.

  • Jena und die rechte Gewalt (picture alliance / dpa)

    Jena und die rechte Gewalt

    Ein Besuch in der Heimat der mutmaßlichen NSU-Terroristen

    Als der Nationalsozialistische Untergrund und seine Taten aufgedeckt wurden, war schnell klar: Der Kern der Gruppe kam aus Jena. Auch deswegen haben sich sich die thüringische Stadt und ihr Verhältnis zu Rechtsextremen verändert.

  • Transparenz bei der Arbeit der Justiz

    Richter im Fokus der Öffentlichkeit

    Der NSU-Prozess hat begonnen. In den letzten Wochen ging es allerdings weniger um den Fall der Angeklagten Beate Zschäpe, als um das Drumherum: die Vergabe der Presseplätze. Das Handeln von Richtern scheint oft undurchsichtig, zumindest für die Öffentlichkeit. Wie viel Einblick in die Justiz ist sinnvoll?

  • Hassemer: Strafrecht kann in NSU-Prozess keine Wiedergutmachung leisten (AP)

    Hassemer: Strafrecht kann in NSU-Prozess keine Wiedergutmachung leisten

    Ex-Verfassungsrichter warnt vor falschen Erwartungen

    Es sei kein Zufall, dass sich das Strafrecht auf den Täter konzentriere und das Opfer nicht so sehr im Fokus habe, sagt der frühere Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Winfried Hassemer, mit Blick auf den NSU-Prozess. Es sei lediglich die Feststellung möglich, dass den Opfern Unrecht geschehen ist.

  • "Es geht jetzt darum, die individuelle Schuld der Täter nachzuweisen" (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

    "Es geht jetzt darum, die individuelle Schuld der Täter nachzuweisen"

    Ombudsfrau dämpft Erwartungen an den NSU-Prozess

    Für die Opfer der NSU-Morde steht eine wichtige Frage im Vordergrund: Warum haben diese Verbrechen ausgerechnet in Deutschland stattgefunden? Die Ombudsfrau Barbara John stellt klar, dass das Gericht diese Frage nicht beantworten kann. Die politische Aufarbeitung stehe noch bevor.

  • Es geht um die Opfer, nicht um Journalisten (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

    Es geht um die Opfer, nicht um Journalisten

    Der NSU-Prozess und die Platzvergabe

    Der Saal 101 des OLG München ist zu klein - für das Leid und für die Fehler, die über mehr als ein Jahrzehnt hinweg passierten und für das Maß an mörderischer, rechtsextremistischer Unmenschlichkeit, über das in diesem Saal verhandelt werden soll, meint Birgit Wentzien.

  • Aufarbeitung einer rassistischen Mordserie

    Das Terrorgeflecht NSU und der bevorstehende Prozess

    Vor knapp eineinhalb Jahren flog der "Nationalsozialistische Untergrund" in Eisenach und Zwickau auf. Dessen Gründer Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt sollen zehn Menschen ermordet haben. Was hat Beate Zschäpe davon gewusst? Das ist die Kernfrage im Münchener NSU-Prozess.

  • "Ein sehr weltfremdes Verfahren" (picture alliance/dpa/Henning Kaiser)

    "Ein sehr weltfremdes Verfahren"

    Leiter des Adolf-Grimme-Instituts über den Streit um die Presseplätze beim NSU-Prozess

    Beim NSU-Prozess ist Öffentlichkeit wichtig, um ein solches Verfahren auch zu kontrollieren, ob zum Beispiel der Prozess fair geführt wird, sagt Uwe Kammann vom Adolf-Grimme-Instituts. Durch die Vergabe der Journalistenplätze mittels des Zufalls habe es nicht in allen Fällen die Richtigen getroffen.

  • NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus (picture alliance / dpa)

    NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus

    "taz", "Die Welt" und "F.A.Z." drohen mit Klagen

    Das Los hat entschieden: Nach wochenlangen Querelen sind die festen Presseplätze für das NSU-Verfahren neu vergeben worden. Türkische Medien sind beim Prozess nun vertreten - ebenso wie RTL 2 und die Frauenzeitschrift "Brigitte". Viele große deutsche Zeitungen und internationale Presseagenturen gingen leer aus.

  • Neue Pannen vor dem NSU-Prozess (picture alliance / dpa - Andreas Gebert)

    Neue Pannen vor dem NSU-Prozess

    Gericht vertauschte Lose bei Medienplatzvergabe

    Das juristische Tauziehen um die Medienplätze beim NSU-Terrorprozess in München geht in die nächste Runde: Der freie Journalist Martin Lejeune hat Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht eingelegt. Zudem wurde bekannt, dass es offenbar Pannen bei der Auslosung gab.

  • NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus (picture alliance / dpa)

    NSU-Prozess: Viele große Medien gehen leer aus

    Presseplätze für Verfahren in München neu vergeben

    Das Los hat entschieden: Nach wochenlangen Querelen sind die festen Presseplätze für das NSU-Verfahren heute neu vergeben worden. Türkische Medien sind beim Prozess nun vertreten - ebenso wie RTL 2 und die Frauenzeitschrift "Brigitte". Viele große deutsche Zeitungen und internationale Presseagenturen gingen dagegen leer aus.

  • Überblick: Diese Medien sind zum NSU-Prozess zugelassen

  • In einem Gerichtsverfahren kommt es nicht darauf an, jeden einzelnen Medienwunsch zu berücksichtigen, sondern eine breite Öffentlichkeit herzustellen. Das ist geschehen, meint Michael Watzke. Auch wenn es natürlich bitter für die nicht berücksichtigten Journalisten ist.

  • Neue Ermittlungen gegen NSU in Erfurt (picture alliance / dpa / BKA)

    Neue Ermittlungen gegen NSU in Erfurt

    Staatsanwaltschaft rechnet mit baldigen Ergebnissen

    Im Mai beginnt der NSU-Prozess in München. Zudem wird in Erfurt gegen Beate Zschäpe ermittelt. Das Verfahren stehe nicht im Zusammenhang mit dem Prozess in München und es müsse sich erst rausstellen, ob das Trio um Zschäpe am Silvesterabend 1996 Schüsse auf zwei Punker abgefeuert habe, so die Staatsanwaltschaft.

  • Beschädigtes Vertrauensverhältnis (picture alliance / dpa / Andreas Gebert)

    Beschädigtes Vertrauensverhältnis

    Beim NSU-Prozess muss sich auch der deutsche Rechtsstaat verantworten

    Die deutschen Behörden haben sich bei der Aufklärung der NSU-Morde nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Und doch sollten Deutschland und die Türkei an ihrer traditionellen Verbundenheit festhalten und einander weiter vertrauen, meint Baha Güngör.

  • Der NSU-Komplex

    Porträtreihe zum Auftakt des NSU-Prozesses

    Die Schriftstellerin Esther Dischereit porträtiert im Radiofeuilleton von Deutschlandradio Kultur Menschen, die fragen: Wie war es möglich? - Eine Sendereihe vom 15. bis 19. April 2013, jeweils um 11:55 Uhr.

  • Die Thüringer Landtagsabgeordnete Katharina König wurde vor 20 Jahren zum ersten Mal von Neonazis zusammengeschlagen.

  • Jahrelang waren die Bewohner der Keupstraße in Köln das Ziel unfairer Ermittlungen, kritisiert Kutlu Yurtseven.

  • Der Streetworker Thomas Grund arbeitet im Jugendzentrum "Hugo" in Jena. Den Club haben auch die späteren NSU-Terroristen Beate Zschäpe und Uwe Mundlos oft besucht.

  • Die Sozialwissenschaftlerin Eike Sanders aus Berlin bündelt mit dem Projekt "NSU Watch" das Wissen antifaschistischer Gruppen.

  • Der Polizist Mario Melzer hatte schon 1998 die Pannen bei der Durchsuchungsaktion gegen das Neo-Nazi-Trio kritisiert.

  • Presseplätze im NSU-Prozess werden verlost

    Oberlandesgericht München gibt neue Regelung zur Akkreditierung bekannt

    Die 50 Presseplätze im NSU-Prozess werden im Losverfahren vergeben. Dabei werden drei Gruppen gebildet, wobei vier Plätze für türkische Medien reserviert sind, wie das Oberlandesgericht München mitteilte.

  • "Wie kann das sein in diesem Land?"

    Audio abspielen

    Die Erinnerungen von Gamze Kubasik kurz vor dem NSU-Prozess

    Sie wird Beate Zschäpe in die Augen schauen: Der Vater von Gamze Kubasik wurde von den NSU-Terroristen ermordert. Die 27-Jährige hat teilweise ihr Vertrauen in den deutschen Staat verloren. Trotzdem kann sie sich nicht vorstellen, das Land zu verlassen.

  • Mahrenholz: OLG München hat wenig Feingefühl bewiesen

    Ehemaliger Verfassungsrichter zum NSU-Prozess

    Bei der Vergabe von Presseplätzen beim NSU-Prozess habe das OLG München zu formal gehandelt, findet der ehemalige Verfassungsrichter Ernst Gottfried Mahrenholz. Das Karlsruher Urteil zur Berücksichtigung türkischer Medien begrüßte Mahrenholz. Dadurch sei eine spätere Revision eher unwahrscheinlich.

  • "Ein Fall letztlich wie viele andere" (dapd)

    "Ein Fall letztlich wie viele andere"

    Einer der Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe im Porträt

    Wolfgang Heer ist einer der Pflichtverteidiger von Beate Zschäpe im NSU-Prozess am Oberlandesgericht in München. Zur Übernahme des Mandats haben den Kölner Anwalt weder finanzielle noch rechtsextremistische Beweggründe bewogen.

  • Kontrolle der Rechtsstaatlichkeit (picture alliance / dpa - Peter Kneffel)

    Kontrolle der Rechtsstaatlichkeit

    Kommunikationswissenschaftler beschreibt Funktion und Bedeutung der Medien im NSU-Prozess

    Im Zusammenhang mit dem NSU-Prozess hat der Kommunikationswissenschafter Matthias Kohring auf die wichtige Rolle der Medien hingewiesen. Sie hätten Öffentlichkeit herzustellen und den Prozess zu kontrollieren. Der Ausschluss türkischer Medien habe Zweifel am deutschen Rechtsstaat genährt.