Otto Brenner Preis für Deutschlandfunk-Feature „Draußen. Vom Leben wohnungsloser Familien in Berlin“

Das Feature "Draußen. Vom Leben wohnungsloser Familien in Berlin" wird mit dem Otto Brenner Das Preis ausgezeichnet. ...

In dem Hörstück, das am 25. Juni erstmals im Deutschlandfunk zu hören war, begleitet Marie von Kuck wohnungslose Familien in einer Berliner Notunterkunft. Die Autorin zeigt, warum es für viele so schwer ist, auf dem umkämpften Wohnungsmarkt eine eigene Bleibe zu finden. Was als Übergangslösung für wenige Wochen gedacht war, ist für viele zum Dauerprovisorium geworden. "Draußen. Vom Leben wohnungsloser Familien in Berlin" wurde vom Deutschlandfunk in Koproduktion mit RBB und SWR produziert.

Die Jury würdigt das Feature als "Musterfall einer modernen Sozialreportage". Preiswürdig sei "auch die Machart dieser sorgfältigen Radiodokumentation". Die Autorin zeige Empathie und bewahre doch den nüchternen Ton der Journalistin. "Sie lässt Menschen zu Wort kommen, die sonst keine Öffentlichkeit haben, aber sie ergänzt deren Zeugnis auch durch Nachfragen bei Hilfseinrichtungen und Behörden, sie zeichnet das ganze Bild – kritisch und gut dokumentiert", begründet die Jury ihre Entscheidung.

www.deutschlandfunkkultur.de/vom-leben-wohnungsloser-familien-in-berlin-draussen.3720.de.html?dram:article_id=447531

Die Otto Brenner Stiftung verleiht den Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus 2019 zum 15. Mal. Prämiert werden journalistische Arbeiten, die das Motto der Ausschreibung "Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten" in ihren Beiträgen beispielhaft umgesetzt haben. Aus 561 Bewerbungen wählte die Jury am 19. September die Preisträgerinnen und Preisträger in fünf Kategorien aus. Das Preisgeld beträgt 2019 insgesamt 47.000 Euro. Die Preisverleihung findet am 19. November in Berlin statt, die Festrede hält Monika Grütters MdB, Staatsministerin für Kultur und Medien.

Neben dem mit 3.000 Euro dotierten 3. Preis für kritischen Journalismus 2019 der Otto Brenner Stiftung für das Deutschlandfunk-Feature werden am 19. November weitere journalistische Arbeiten ausgezeichnet. Den 1. Preis für kritischen Journalismus erhält ein Rechercheteam um Oliver Schröm (Correctiv) und Christian Salewski (Panorama) für die trimediale Berichterstattung über die sogenannten CumEx-Files. Der 2. Preis geht an Ulrich Wolf für eine Artikelserie, die als "Bautzen-Report" in der Sächsischen Zeitung erschienen ist.

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