Preis der Leipziger Buchmesse wird im Programm von Deutschlandfunk Kultur verliehen

Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk holen die Themen der Buchmesse ins Radio

Die Bekanntgabe des Preises der Leipziger Buchmesse erfolgt in diesem Jahr im Programm von Deutschlandfunk Kultur. Der Preis ist Teil eines umfangreichen Literatur-Sonderprogramms, das trotz Absage der Messe in den Programmen von Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk zu hören ist. ...

Die drei Preisträger in den Kategorien Übersetzung, Sachbuch/Essayistik und Belletristik werden in der zweistündigen Sondersendung "Lesart" am 12. März ab 9.05 Uhr vorgestellt. Zu Gast in der Sendung sind der Jury-Vorsitzende Jens Bisky und weitere Mitglieder des siebenköpfigen Auswahlgremiums.

Deutschlandradio-Programmdirektor Andreas-Peter Weber: "Wir freuen uns sehr, dass wir dem Preis der Leipziger Buchmesse und den herausragenden nominierten Texten die verdiente Anerkennung zukommen lassen dürfen. Der Preis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen im Literaturjahr. Die Vergabe im Radio ist eine außergewöhnliche Maßnahme und wir sind stolz, Gastgeber für dieses bedeutende Ereignis zu sein."

Literaturschwerpunkt vom 12. bis 15. März im Programm von Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk

Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk berichten trotz Absage in einem umfangreichen Literaturprogramm über die Themen, die für die Leipziger Buchmesse geplant waren. In Autoren- und Kritikergesprächen werden aktuelle Titel und Entwicklungen auf dem Buchmarkt vorgestellt.

Im Mittelpunkt steht der "Bücherfrühling" am 14. März von 13.05 bis 16.00 Uhr im Programm von Deutschlandfunk Kultur. Statt live von der Messe sprechen die Moderatoren Andrea Gerk, Jörg Plath und Wiebke Porombka im Studio unter dem Motto "Sechs Autoren und sechs Bücher in drei Stunden" mit Schriftstellerinnen und Schriftstellern über ihre Bücher. Mit dabei sind Lutz Seiler, Ingo Schulze, Ulla Lenze, Irina Liebmann, Bov Bjerg und Abbas Khider, die aus ihren aktuellen Werken auch lesen.  

Auch die regelmäßigen Literatur- und Kultursendungen von Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur greifen die Themen und Bücher auf, die für die Buchmesse geplant waren. So bündelt die "Lesart" im Deutschlandfunk Kultur ihre Themen unter den aktuell diskutierten Stichworten "Frauenlesen" und "Umbruch 1990" – sowohl im Radio als auch Online. Außerdem gibt es Reportagen von jenen Leipziger Literatur-Veranstaltungen, die trotz Messe-Absage stattfinden. Der Kulturpodcast "Lakonisch elegant" lädt zum simulierten Buchmesseempfang nach Berlin.

Im Deutschlandfunk geht es in der Sendung "Büchermarkt" (11. März, 16.10 Uhr) um "Depression und Literatur". Im Blickpunkt steht dabei unter anderem Benjamin Maacks Buch "Wenn das noch geht, kann es nicht so schlimm sein". Am 12. März setzt sich Deutschlandfunk-Literaturchef Hubert Winkels in "Kultur heute" (17.35 bis 18.00 Uhr) mit den Gewinnern des Leipziger Buchpreises auseinander. Der "Büchermarkt" am 13. März (16.10 Uhr) befasst sich mit Kosmopolitischer Lyrik.

Übersicht der Literatursendungen

Buchkritik, Deutschlandfunk Kultur, Mo-Sa, 8.50 Uhr
Lesart, Deutschlandfunk Kultur, Mo-Fr, 10.05 Uhr, Sa, 11.05 Uhr 
Literatur, Deutschlandfunk Kultur, So, 22.03 Uhr
Andruck – Das Magazin für Politische Literatur, Deutschlandfunk, Mo, 19.15 Uhr
Bücher für junge Leser, Deutschlandfunk, Sa, 16.05 Uhr
Büchermarkt, Deutschlandfunk, Mo-So, 16.10 Uhr

Über den Preis der Leipziger Buchmesse

Der mit insgesamt 60.000 Euro dotierte Preis der Leipziger Buchmesse ehrt seit 2005 herausragende deutschsprachige Neuerscheinungen und Übersetzungen in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung. Der Freistaat Sachsen und die Stadt Leipzig unterstützen den Preis der Leipziger Buchmesse. Partner des Preises ist das Literarische Colloquium Berlin. Medienpartner ist das Kundenmagazin buchjournal und Deutschlandfunk Kultur.

Das sind die Nominierten 2020:  

Kategorie Belletristik:

Verena Güntner: Power (DuMont Buchverlag, 10. März 2020)
Maren Kames: Luna Luna (Secession Verlag,12. August 2019)
Leif Randt: Allegro Pastell (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 5. März 2020)
Ingo Schulze: Die rechtschaffenen Mörder (S. Fischer Verlag, 4. März 2020)
Lutz Seiler: Stern 111 (Suhrkamp Verlag, 2. März 2020)
 

Kategorie Sachbuch und Essayistik:

Bettina Hitzer: Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts (Klett-Cotta Verlag, 25. Januar 2020)
Michael Martens: Im Brand der Welten: Ivo Andrić. Ein europäisches Leben (Paul Zsolnay Verlag, 19. August 2019)
Armin Nassehi: Muster: Theorie der digitalen Gesellschaft (Verlag C. H. Beck, 28. August 2019)
Julia Voss: Hilma af Klint – "Die Menschheit in Erstaunen versetzen". Biografie (S. Fischer Verlag, 26. Februar 2020)
Jan Wenzel (Hg.) zusammen mit Anne König, Andreas Rost u.a.: Das Jahr 1990 freilegen (Spector Books, 1. November 2019)
 

Kategorie Übersetzung:

Fran Ross: Oreo (dtv Verlag, 20. September 2019), aus dem amerikanischen Englisch von Pieke Biermann
Clarice Lispector: Tagtraum und Trunkenheit einer jungen Frau. Sämtliche Erzählungen I (Penguin Verlag, 21. Oktober 2019), aus dem brasilianischen Portugiesisch von Luis Ruby
Angel Igov: Die Sanftmütigen (eta Verlag, 15. Oktober 2019), aus dem Bulgarischen von Andreas Tretner
George Eliot: Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der
Provinz (Rowohlt Verlag, 19. November 2019), aus dem Englischen von Melanie Walz
Charles Baudelaire: Der Spleen von Paris (Rowohlt Verlag, 18. Juni 2019), aus dem Französischen von Simon Werle
 

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago / Westend61)

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