Preisregen für Amy Winehouse

Britische Soul-Diva räumt bei den Grammys ab

Amy Winehouse und ihre Mutter Janis traten nur via Satellit auf. (AP)
Amy Winehouse und ihre Mutter Janis traten nur via Satellit auf. (AP)

Die britische Soulsängerin Amy Winehouse gehört zu den großen Gewinnern der 50. Grammy-Verleihung: Sie heimste Preise in fünf Kategorien ein, unter anderem als beste Nachwuchskünstlerin und für den Song des Jahres. Ihr Album "Back to Black" wurde als CD des Jahres und als bestes Pop-Album gekürt. Zudem wurde sie für ihren Gesang bei ihrer Single "Rehab", der auch Song des Jahres wurde, geehrt.

Winehouse, die derzeit mit Drogenproblemen kämpft und eine Entziehungskur macht, konnte an der Gala in Los Angeles nicht teilnehmen, da die US-Behörden ihr wegen ihrer Drogenabhängigkeit anfangs ein Visum verweigerten. Später wurde die Erlaubnis zwar erteilt, scheinbar doch zu spät: "Logistische Probleme" hätten sie aufgehalten, teilte Winhouse mit. Sie wurde der Gala per Satellit von London zugeschaltet und gab ihren Song "Rehab" zum Besten.

US-Rapper Kanye West freut sich über vier Auszeichnungen . Er gewann in den Kategorien "Bestes Rap-Album", "Bester Rap-Song", "Beste Rap-Solo-Perfomance" und beste "Rap-Performance in einem Duo".

Den Preis für das Album des Jahres erhielt überraschend Jazzlegende Herbie Hancock für "River - The Joni Letters". Ein überwältigter Hancock erinnerte daran, dass es 43 Jahre her sei, "seit ein Jazz-Künstler zum ersten und einzigen Mal diesen Preis bekommen hat".

Altrocker Bruce Springsteen erhielt drei Auszeichnungen, unter anderem für die beste Rocksingle. Die Band Foo Fighters gingen mit der Trophäe für das beste Rockalbum des Jahres nach Hause. Ihr Album "Echoes, Silence, Patience & Grace" wurde ausgezeichnet.

Ein Preis ging auch nach Deutschland: "Brahms: Ein deutsches Requiem", eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker unter Simon Rattle, wurde in der Kategorie "Beste Choraufführung" ausgezeichnet. Damit wurde der Berliner Rundfunkchor geehrt.

In einer separaten Zeremonie wurde bereits am Samstag der Komponist Burt Bacharach für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Insgesamt wurden in 110 Kategorien Preise vergeben.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:27 Uhr