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Produktion von Deutschlandfunk Kultur ausgezeichnet: "Die Welpen" sind Hörspiel des Monats

Nachhören im Hörspiel- und Featureportal und in der Dlf Audiothek

Schauspieler Thomas Thieme und Regisseur Klaus Buhlert bei der Aufnahme für das Hörspiel "Die Welpen". (Deutschlandradio / René Fietzek)
Schauspieler Thomas Thieme und Regisseur Klaus Buhlert bei der Aufnahme für das Hörspiel "Die Welpen". (Deutschlandradio / René Fietzek)

Die dreiteilige Hörspielproduktion "Die Welpen" von Pawel Salzman in der Bearbeitung und Regie von Klaus Buhlert wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats Dezember gewählt. ...

Das Hörspiel:

Die Welpen durchstreifen ein kriegsverrohtes Russland. Sie kommen aus den ostsibirischen Wäldern und gelangen nach Leningrad. Die Menschen, denen sie begegnen und die teils Tiergestalt annehmen, leiden Hunger, Kälte, sind Gewalt ausgesetzt, üben Gewalt aus, versuchen wie sie zu überleben.

Der Autor:

Pawel Salzman (1912 bis 1985) arbeitete als Filmausstatter und Illustrator, daneben schrieb er Prosa und Gedichte. 1942 wird er nach Kasachstan evakuiert, wo er bis zu seinem Tod als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm arbeitet. Sein unvollendetes Romanmonument "Die Welpen" erscheint fast dreißig Jahre nach seinem Tod 2012 erstmals in Russland.

Aus der Begründung der Jury:

"(…) Das dreiteilige Hörspiel hebt gekonnt die Besonderheiten der Romanvorlage hervor und zieht von den ersten gequält klingenden Geräuschen an die Hörer*innen in den Bann. Interpretiert von durchgehend großartigen Sprecher*innen entfaltet sodann die expressionistische Sprache, ihren Sog – präzise, dynamisch, bildintensiv. Gestaltet mit filmischen Mitteln (Perspektivewechsel, Zoom, Distanzaufnahme, Zeitlupe, rohe Schnitte) entsteht eine irrwitzige Kamerafahrt durch Zeit und Räume. Das Hörspiel gewährt fragmentarische Einblicke in das tiefe Leid hungernder und um das bloße Überleben kämpfender Menschen und Tiere, welche sich nach und nach zu einem akustischen Mosaikbild der Verrohung und Desorientierung zusammenfügen. Klaus Buhlert und seinem Team gelingt es nicht nur, eine beklemmende Kriegsklanglandschaft zu erschaffen, mit zersplitterten Atmosphären und multiplen Erzählstimmen, sondern auch einzelne Schicksalswege der tierischen Menschen und menschlichen Tieren hör- und sinnlich erfahrbar zu machen. Ein intensives Erlebnis, schmerzlich durch Salzmans persönliches Zeugnis einer kaum vorstellbaren Not, berührend und verstörend zugleich durch seine künstlerisch einzigartige Vorstellungskraft."

Produktionsinfos:

Nach dem Roman von Pawel Salzman
Übersetzung aus dem Russischen: Christiane Körner
Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin und Erzähler)
sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
Ton: Alexander Brennecke
Redaktion: Ulrike Brinkmann
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
Länge: ca. 229 min

Zum Nachhören:

Alle drei Teile und der ergänzende Essay von Christiane Körner ("Ich kann mir nichts ausdenken, ich muss alles sehen", 39 min) finden Sie auf www.hoerspielundfeature.de oder in der Dlf Audiothek (www.deutschlandradio.de/apps).

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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