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Produktion von Deutschlandradio Kultur ausgezeichnet „Eugénie Grandet“ ist Hörspiel des Monats März 2016

Hörspiel: „Eugénie Grandet" (3-teilig), Produktion Deutschlandradio Kultur 2015.Abgebildet: Matthias Habich; Marguerite Gateau (Regie) (v.lks.)  (Deutschlandradio / Anke Beims)
Matthias Habich und Marguerite Gateau (Regie) (v.lks.) (Deutschlandradio / Anke Beims)

Das Hörspiel "Eugénie Grandet" nach Honoré de Balzac in der Bearbeitung von Helmut Peschina ist von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats März 2016 gewählt worden.

Das unter der Regie Marguerite Gateaus in drei Teilen produzierte Stück wurde am 24. Februar sowie am 2. und 9. März 2016 im Deutschlandradio Kultur urgesendet. Die Redaktion hatte Stefanie Hoster, die Komposition lag bei Christian Zanesi, für Ton und Technik war Boris Jean Szymczak verantwortlich.

Mit "Eugénie Grandet" beschreibt Honoré de Balzac eine von Geld und Materialismus getriebene Gesellschaft, in der Zwischenmenschlichkeit keinen Platz zu haben scheint. Die junge Eugénie wandelt darin wie ein Fremdkörper – bis zu dem Zeitpunkt, als sie sich verliebt und erstmals in ihrem Leben Freude und Leidenschaft empfindet. Beim Versuch der "verderbten Welt" zu entfliehen, scheitert Eugénie jedoch am starren Korsett aus Zwängen und Vorschriften.

Ihre Entscheidung begründet die Jury unter anderem mit der musikalischen Umsetzung des Stoffes durch den Pariser Komponisten Zanesi: "Mit klanglichen Icons schafft er es, die Bedeutung eines Erzählstranges in einen Moment zu kondensieren, eigene Gedankenräume herzustellen, während die Erzählung weiterläuft. Er macht den Abgrund, dem die Protagonisten entgegen streben, spürbar. Dabei verteilt er das klangliche Vokabular sparsam und äußerst subtil, verhalten, feinfühlig und präzise. Es gelingt ihm den Text fast unbemerkt zu transformieren und die Spannung ohne jegliches Pathos bis zum Zerreißen zu steigern." Nach Einschätzung der Jury sei es "absolut überzeugend", wie das Hörspiel der klassischen Vorlage mit "dramaturgischen und technischen Mitteln eine ganz eigene, überraschende und aktuelle Bedeutungsebene" verleiht.

Das prämierte Hörspiel kann bis August 2016 auf den Seiten von Deutschlandradio Kultur nachgehört werden:

http://bit.ly/1fNnJ0s

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Ein Mann ist von oben zu sehen, wie er an einem Tisch mit dem Computer und mehreren anderen digitalen Geräten wie Notebook, Smartphone, Smartwatch arbeitet.  (imago/Westend61)

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