Putschgerüchte gegen FDP-Chef Rösler

Berichte über Personaldebatte bei Liberalen

Vor dem Aus als FDP-Chef? Philipp Rösler (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)
Vor dem Aus als FDP-Chef? Philipp Rösler (picture alliance / dpa / Kay Nietfeld)

Muss der FDP-Vorsitzende bald gehen? Laut Medienberichten planen führende Liberale den Aufstand gegen Parteichef Philipp Rösler. Auch der Name eines möglichen Nachfolgers kursiert bereits. Die Landesverbände dementieren.

Wegen chronischer Erfolglosigkeit könnte Philipp Rösler noch in diesem Jahr als FDP-Vorsitzender aus dem Amt gedrängt werden - das berichtet jedenfalls der "Spiegel" unter Berufung auf ein Mitglied der liberalen Parteispitze. Zur Begründung hieß es, Rösler habe nicht das Format, um die Partei in die Bundestagswahl 2013 zu führen.

Unter den innerparteilichen Gegnern Röslers seien Minister, Landesvorsitzende und Präsidiumsmitglieder, schreibt das Blatt. Angeführt werde der Aufstand von FDP-Politikern aus Bayern, Baden-Württemberg und Hessen. Nachfolger solle nach ihrem Willen Fraktionschef Rainer Brüderle werden.

Königsmörder Kubicki?

Auch ein Zeitplan für einen Putsch existiert angeblich schon: Da für dieses Jahr kein regulärer Parteitag mehr angesetzt ist, könnten die Rösler-Kritiker auf einer Klausurtagung der Bundestagsfraktion im Herbst den Aufstand wagen.

Unter der Überschrift "Einer wird zum Königsmörder" spekuliert die "Süddeutsche Zeitung" unterdessen, der Kieler FDP-Spitzenkandidat Wolfgang Kubicki werde derjenige sein, der Rösler zum Rückzug bewege. Im Schleswig-Holstein-Wahlkampf war Kubicki bereits mehrfach mit Kritik am Bundesvorsitzenden aufgefallen.

Aus den Landesverbänden, die angeblich Röslers Ablösung betreiben, sind derweil Dementis und öffentliche Solidaritätsbekundungen mit dem Parteichef zu hören. Bayerns FDP-Landesvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger nannte die Berichte über einen Putsch "abstrus und völlig aus der Luft gegriffen". Eine Personaldebatte lehne sie ab. Hessens FDP-Chef Jörg-Uwe Hahn sagte, solche Debatten dienten nur dazu, der Partei zu schaden.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:51 Uhr