Reaktionen deutscher Politiker auf Oslo

Bundeskanzlerin sagt Fremdenfeindlichkeit den Kampf an

Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU (picture alliance / dpa)
Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU (picture alliance / dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel verurteilte die Anschläge in Norwegen als "entsetzliches Verbrechen". Sie rief dazu auf, gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass einzustehen. Grünen-Chef Cem Özdemir fordert im Deutschlandfunk mehr Prävention gegen Extremismus.

Angela Merkel (CDU) verurteilte die Anschläge und sprach den Angehörigen der Opfer ihre Anteilnahme aus. "Die norwegische Regierung und das norwegische Volk sollen wissen, dass die Bundesregierung und die Deutschen solidarisch an ihrer Seite stehen", heißt es in einer Erklärung. Sie habe Norwegens Premier Stoltenberg am Telefon ihre Anteilnahme ausgedrückt.

SPD-Chef Sigmar Gabriel kennt Stoltenberg seit mehr als 20 Jahren, sagte Hauptstadtkorrespondent Frank Capellan (MP3-Audio) im Deutschlandfunk. Gabriel sagte, dass die Angst vor Attentat und Terror nicht dazu führen dürfe, dass Politiker ihr öffentliches Engagement einstellen. Innenminister Hans-Peter Friedrich von der CSU sagte, dass diese abscheulichen Taten belegen würden, welche Gefahr von fanatisierten Einzeltätern ausgehen können. Die offene Gesellschaft sei verwundbar, aber man werde sich nicht in der offenen Lebenskultur einschränken lassen. Hinweise auf rechtsextreme Anschläge sieht er nicht. Er unterstrich, dass er froh darüber sei, die Anti-Terrorgesetzgebung zur Verfügung zu haben.

Cem Özdemir, Vorsitzender von Bündnis 90/ Die Grünen sieht auch den Staat in der Pflicht (MP3-Audio), noch mehr gegen Extremismus zu tun. "Was natürlich klar ist: Keiner kommt als Rechtsextremist auf die Welt", sagte er im Interview der Woche im Deutschlandfunk und wünschte sich stärkere Prävention.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:43 Uhr