Reiter will wieder ins All

Deutscher hat Anstrengungen der ISS-Mission gut überstanden

Thomas Reiter auf der ISS. (AP/NASA TV)
Thomas Reiter auf der ISS. (AP/NASA TV)

Der deutsche Astronaut Thomas Reiter hat die körperlichen Strapazen seines fast halbjährigen Aufenthalts auf der internationalen Raumstation ISS gut überstanden. Nach 172 Tagen in der Schwerelosigkeit habe er unmittelbar nach der Landung am 22. Dezember in Cape Canaveral nicht aufstehen können, berichtete er bei seiner ersten Pressekonferenz nach der Rückkehr im Europäischen Astronautenzentrum in Köln. Schon am folgenden Tag habe er aber wieder laufen können, dank des intensiven Trainings an Bord.

Reiter äußerte sich begeistert sowohl von der Arbeit an Bord der ISS als auch von den Eindrücken während der Erdumrundungen. Er würde gern noch einmal ins Weltall fliegen, sagte er. "Ich habe bei weitem noch nicht die Nase voll." Ihm sei aber klar, dass die Reihe der europäischen Astronauten lang sei, die nun vor ihm für die nächsten Flüge in Frage kämen.

Der Wissenschaftler war am 22. Dezember nach 176 Tagen an Bord der internationalen Raumstation ISS wieder auf der Erde gelandet. Damit ist Reiter nach Angaben der europäischen Weltraumorganisation ESA der europäische Astronaut mit dem längsten Weltraumaufenthalt. Der 48-Jährige hatte bereits 1995/96 176 Tage an Bord der russischen Raumstation MIR verbracht.

Der Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und des Rates der Europäischen Raumfahrtagentur ESA, Sigmar Wittig, hob die Bedeutung der jüngsten Mission Reiters für die Zukunft der europäischen Raumfahrt hervor. Sie sei ein wichtiger Schritt vor dem für den Herbst vorgesehenen Start des europäischen Weltraumlabors Columbus, das an die ISS andocken soll.

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:20 Uhr