Romney offiziell als Kandidat der Republikaner nominiert

Mit Fünf-Punkte-Plan gegen Amtsinhaber Obama

Mitt Romney versprach zwölf Millionen neue Jobs (picture alliance / dpa / EPA / Shawn Thew)
Mitt Romney versprach zwölf Millionen neue Jobs (picture alliance / dpa / EPA / Shawn Thew)

Mitt Romney ist nun der offizielle Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner. Mit einem Fünf-Punkte-Plan will er die Arbeitslosigkeit halbieren und die Vereinigten Staaten aus der Wirtschaftsmisere führen.

"Es ist eine große Ehre und eine noch größere Verantwortung." Mit diesen Worten hat Mitt Romney die Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner angenommen. Mit einem Fünf-Punkte-Plan will der frühere Gouverneur von Massachusetts die Arbeitslosigkeit halbieren und die Vereinigten Staaten aus der Wirtschaftsmisere führen. "Was Amerika braucht, sind Jobs. Viele Jobs", erklärte er in seiner Nominierungsrede beim Republikaner-Parteitag in Tampa im Bundesstaat Florida.

Beim Amtsantritt von Barack Obama hätten die Amerikaner auf einen großen Wandel gehofft, doch stattdessen seien Enttäuschung und eine Spaltung der Gesellschaft gekommen. Er habe einen Plan, zwölf Millionen Arbeitsplätze zu schaffen und den Bürgern die Fähigkeiten gibt, die sie bei ihrer Arbeit jetzt und in Zukunft benötigten.

Romney will Steuern für Unternehmen senken

Neben dem Arbeitsplatzaufbau wolle er das Land bis 2020 unabhängig von Energie aus dem Ausland machen, sagte Romney. Er wolle das Bildungssystem stärken, neue internationale Handelsvereinbarungen schaffen und einen ausgeglichenen Staatshaushalt anstreben. Zudem wolle er Steuern für Unternehmen senken und Regulierungen abbauen.

"Jetzt ist es an der Zeit, das Versprechen von Amerika wiederherzustellen", sagte Romney. "Jetzt ist der Augenblick, wenn wir aufstehen und sagen: Ich bin Amerikaner. Ich nehme mein Schicksal in die Hand. Und wir haben es besser verdient!" Dem Amtsinhaber Barack Obama warf er vor, das Land in die falsche Richtung geführt zu haben. "Für zu viele Amerikaner sind diese guten Tage seltener geworden", sagte er.

Romneys Rede wurde von Protesten überschattet. Mehrere Anwesende versuchten, die Ansprache mit lauten Rufen zu stören. Sie wurden nach US-Medienberichten aus der Halle verwiesen. Das Publikum auf dem Parteitag der Republikaner reagierte mit lauten "USA, USA"-Rufen, um die Störer zu übertönen.

Konzentrierung auf Wirtschaftsthemen

Romney habe in seiner Rede hauptsächlich Wirtschaftsthemen angesprochen und seine Außenpolitik nur wenig thematisiert, sagte Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages, im Deutschlandfunk. So werde wohl auch der Wahlkampf in den kommenden Monaten ablaufen: "Er setzt aus meiner Sicht ganz klar darauf, mit Wirtschaftsthemen den Wahlkampf zu bestreiten", so Polenz. Die Außenpolitik werde hingegen keine entscheidende Rolle spielen.


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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:57 Uhr