Serbien wird EU-Beitrittskandidat

Rumänien hat Widerstand aufgegeben

Serbische Fussballfans (AP)
Serbische Fussballfans (AP)

Wichtiger Schritt für Serbien: Nach jahrelangem Warten wird das Land EU-Beitrittskandidat. Rumänien gab seine Vorbehalte gegen den Beitritt des Nachbarn auf.

<p>Rumäniens Außenminister Christian Diaconescu hatte ursprünglich verlangt, <a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/02/28/drk_20120228_2243_5b3f7ba4.mp3" title="Bericht von Doris Simon, Studio Brüssel, als MP3-Audio">Belgrad solle die rumänischsprachigen Minderheiten</a> in Serbien künftig als Rumänen anerkennen und entsprechend schützen. <br /><br />Mit der Einigung war das letzte Hindernis für Serbien ausgeräumt - damit ein Land Beitrittskandidat werden kann, müssen alle EU-Staaten zustimmen. Wann die Beitrittsverhandlungen mit dem Balkanland beginnen ist noch offen. Serbiens EU-Beitritt stehe aber nicht morgen vor der Tür, sagte Dänemarks Außenminister Nicolai Wammen. "Es liegt noch viel harte Arbeit vor Serbien."<br /><br /></p><p><strong>Politische Hürden bei den Beitrittsbemühungen</strong></p><p>Im Dezember 2009 beantragte Serbien die Mitgliedschaft in der Gemeinschaft. Zuvor hatte das Land jahrelange Verhandlungen mit der EU geführt. Als Belohnung für wirtschafts- und finanzpolitische Reformen und die <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="100202" text="Festnahme mutmaßlicher Kriegsverbrecher wie Ratko Mladic" alternative_text="Festnahme mutmaßlicher Kriegsverbrecher wie Ratko Mladic" /> und Radovan Karadzic empfahl die EU-Kommission, <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="118576" text="Serbien als Beitrittskandidaten" alternative_text="Serbien als Beitrittskandidaten" /> aufzunehmen. Im Dezember vergangenen Jahres gab es dann einen <papaya:addon addon="d53447f5fcd08d70e2f9158d31e5db71" article="119670" text="Rückschlag für Serbien" alternative_text="Rückschlag für Serbien" />: Die Staats- und Regierungschefs der EU vertagten ihre Entscheidung darüber und forderten eine Verbesserung der serbischen Zusammenarbeit mit dem Kosovo. Grund war die Gewalt zwischen Serben im Kosovo und kosovarischen Grenzschützern an der Grenze zu der ehemaligen serbischen Provinz im vergangenen Jahr. Serbien und das Kosovo schlossen unter Vermittlung der EU am Freitag ein Abkommen zu Grenzfragen und zum Auftreten des Kosovo als Partner in regionalen Verhandlungen. Damit habe das Land genau das geliefert, was verlangt worden sei, sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle.<br /><br /><strong>Weitere Beiträge im Deutschlandradio zu Serbien:</strong><br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/03/01/dlf_20120301_0912_9e5ad0bf.mp3" title="Die Walachen, Rumänien und die serbische EU-Beitrittskandidatur">Die Walachen, Rumänien und die serbische EU-Beitrittskandidatur (MP3-Audio)</a><br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/02/28/drk_20120228_2243_5b3f7ba4.mp3" title="Rumänien blockiert EU-Kandidatenstatus-Serbiens">Rumänien blockiert EU-Kandidatenstatus-Serbiens (MP3-Audio)</a><br /><br /><a class="link_audio_beitrag" href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/02/29/dlf_20120229_1351_9a685ed7.mp3" title="Serbiens Wirtschaft - nur die Korruption floriert">Serbiens Wirtschaft - nur die Korruption floriert (MP3-Audio)</a><br /><br />

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:48 Uhr