Stoiber als Ministerpräsident zurückgetreten

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber verlässt auf dem CSU-Parteitag in München das Rednerpult. (AP)
Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber verlässt auf dem CSU-Parteitag in München das Rednerpult. (AP)

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat bei Landtagspräsident Alois Glück seinen Rücktritt eingereicht. Seine Nachfolge soll der bisherige Innenminister Günther Beckstein antreten. Er stellt sich am 9. Oktober im Landtag zur Wahl. Damit endet nach 14 Jahren Stoibers Amtszeit an der Spitze des Freistaats. Am Samstag war Stoiber an der Spitze der CSU von Wirtschaftsminister Erwin Huber abgelöst worden.

Huber erklärte, es werde unter seiner Führung keinen Richtungswechsel geben. Die CSU bleibe eine wertkonservative Partei. Im ZDF betonte Huber, für die nächsten zwei Jahre sei sein Platz in der bayerischen Landespolitik. Anschließend sei er aber bereit, in die Bundespolitik zu wechseln.

Der stellvertretende CSU-Chef, Bundesagrarminister Horst Seehofer, versprach eine engagierte Mitarbeit in der neuen Führung der Christsozialen. Zugleich betonte Seehofer in der "Leipziger Volkszeitung", er sehe sich keinesfalls als Ersatzvorsitzender der Partei.

Huber ist neuer CSU-Chef

Huber erhielt 558 der Delegierten-Stimmen, was einem Anteil von 58,2 Prozent entspricht. Auf Seehofer entfielen 375 Stimmen (39,1 Prozent). Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli bekam 24 Stimmen (2,5 Prozent). Beckstein erhielt bei der Abstimmung knapp 97 Prozent der Stimmen.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:25 Uhr