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  • 04.06.2006 | Kultur heute | ArchivWas ist deutsch?

    Eine Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg

    Spargel und Schwarzwälder Schinken, Bach und Bohlen, Audi und ALDI: Deutschland kann vieles sein. Die aktuelle Ausstellung "Was ist deutsch?" im Nationalmuseum Nürnberg versucht diese Frage zu beantworten und blickt dabei auf 200 Jahre Kulturgeschichte zurück. Mehr …

  • 25.02.2006 | Büchermarkt | ArchivVom Himmel hoch ...

    Kinderbücher mit Engeln

    Engel, so wissen wir es schon aus dem Alten Testament, sind himmlische Boten, geistig-personale Mächte und als solche die Werkzeuge der Hilfe Gottes auf Erden. In unseren profanen Zeiten kommen sie allerdings ziemlich gerupft und zerzaust daher. In drei Kinderbüchern sind unterschiedliche Ausprägungen der Flügelwesen zu erleben, sei es als Poltergeist oder als Tunichtgut. Mehr …

  • 06.02.2006 | Büchermarkt | ArchivEin europäischer Kulturbürger

    Weiterer Band der Tagebücher von Harry Graf Kessler erschienen

    Harry Graf Kessler, 1936 in der Emigration in Lyon gestorben, war nicht nur ein reicher, umfassend gebildeter Kulturmensch, er war über viele Jahrzehnte hin auch ein akribischer und kritisch reflektierender Tagebuchschreiber, der das Gesicht seiner Zeit festhielt. Aus dem Mammutprojekt der Edition seiner Tagebücher liegt nun Band vier vor, der die Jahre 1906 bis 1914 abdeckt. Ebenfalls erschienen ist Laird McLeods Biografie "Der Rote Graf. Harry Graf Kessler und seine Zeit". Mehr …

  • 29.01.2006 | Kultur heute | ArchivAvantgarde im Küchenschrank

    Ausstellung im Badischen Landesmuseum Karlsruhe

    Zwischen 1910 und 1920 setzte sich in Europa die abstrakte Malerei durch. Ihr folgte Ende der 20er Jahre auch eine entsprechende Entwicklung im Geschirr-Design. Nachdem die Nationalsozialisten an die Macht kamen, verschwanden die geometrischen Muster wieder aus der Produktion. Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe dokumentiert jetzt diesen Einbruch der Avantgarde in die deutschen Küchenschränke. Mehr …

  • 21.12.2005 | Büchermarkt | ArchivUrgroßväter der freien Liebe

    Neue Bücher über erotische Kunst

    Gustav Klimt und Egon Schiele machten aus ihrer gelebten sexuellen Freizügigkeit kein Hehl. Fast könnte man sie als die Urgroßväter der freien Liebe betrachten. In ihren Zeichnungen, Aquarellen, Gouachen aus den beiden ersten Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts haben sie den Schleier der Scham weggerissen und alle Facetten von Sexualität aufscheinen lassen. Mehr …

  • 10.12.2005 | Büchermarkt | ArchivAbenteuer und Geschichte

    Bücher für junge Leser

    Schicksal mit Tom verbunden war, aber auch mit London, und eines Tages würden wir zurückkehren, und es würde ein neues Geschäft geben, das Zur kandierten Rosenblüte hieß."" Am Fortsetzungsband wird also schon gestrickt. [Autorin: MARTINA WEHLTE] 2 Mehr …

  • 07.12.2005 | Büchermarkt | ArchivVon sanftmütigen Madonnen und Göttinnen

    Eine neue Biografie über den italienischen Maler Botticelli

    Sandro Botticelli war einer der ganz Großen. Seit etwa 1470 betrieb er eine eigene Werkstatt. Bekannt wurde er als Freskenmaler in der Sixtinischen Kapelle. Wer Frank Zöllners Monografie endlich aus der Hand legt, weiß, Botticellis künstlerische Leistung zu würden. Exquisite Farbabbildungen sowie das bislang ausführlichste Werkverzeichnis des Malers runden das Grundlagenwerk ab. Mehr …

  • 05.11.2005 | Kultur heute | ArchivAlltag und Vergnügen in Flandern

    David Teniers in der Staatlichen Kunsthalle in Karlsruhe

    Schon zu Lebzeiten war er ein Star und im 18./19. Jahrhundert weckten dann seine Werke alle Begehrlichkeiten der Sammler; heute sind sie unerschwinglich: David Teniers der Jüngere zählt neben den eine Generation älteren Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens zu den berühmtesten flämischen Malern des 17. Jahrhunderts. Mehr …

  • 03.11.2005 | Kultur heute | Archiv"Kunst als Fettauge auf der Wohlstandssuppe?"

    Kongress "HauptSacheKunst"

    Um kulturelle Bildung, um die Frage, wie gerade junge Menschen an Kunst und Kultur herangeführt werden können, ging es bei einer außergewöhnlichen Veranstaltung in Karlsruhe. Die baden-württembergische Landesregierung hatte zu dem Kongress "HauptSacheKunst" eingeladen, bei dem sie ihre eigenen kulturpolitischen Konzepte von Fachleuten prüfen lassen wollte. Mehr …

  • 17.09.2005 | Büchermarkt | ArchivDer König gibt sich volksnah mit Bockwurst und Bierkrug

    "Wahlkampf der Tiere" von Martin Weise und Christine Schwarz

    Demokratie kann ganz schön anstrengend sein! Das zeigen auch auf köstlich humorvolle Weise Martin Baltscheit und Christine Schwarz in ihrem Bilderbuch vom "Wahlkampf der Tiere". Durch die Bundestagwahl hat es eine Aktualität gewonnen, die es auch für Erwachsene zu einer höchst vergnüglichen Lektüre macht. Mehr …

  • 20.08.2005 | Büchermarkt | ArchivSchatzsuche in Brandenburg

    Beate Döllings Jugendroman "Kaninchen bringen Glück"

    Für ihren aktuellen Roman ließ sich Beate Dölling vom Landleben in ihrer neuen Heimat Brandenburg inspirieren. Es geht um die nicht immer einfache Beziehung zwischen Oma, Mutter und Tochter und um einen Schatz, den die Großmutter zu Beginn des Krieges in ihrem Garten verbuddelt hat. Mehr …

  • 17.08.2005 | Büchermarkt | ArchivSammeln, aber richtig

    Ratgeber für den Kunstkauf

    Der moderne Mensch bedarf der Hilfe. In allen Lebenslagen; weshalb der Markt für Ratgeber-Literatur seit Jahrzehnten boomt. Mindestens ein Leitfaden für jede Klientel ist auf dem Markt, kann da ein Ratgeber für Kunstsammler und solche, die es werden wollen, noch erstaunen? Mehr …

  • 15.08.2005 | Büchermarkt | ArchivPralle Bäuche und Kinder wie Porzellanpuppen

    Neue Fotobücher

    Schwangere verstecken heute ihren Bauch nicht mehr unter einer überweiten Latzhose, sondern präsentieren ihn in eng anliegenden Kleidern. Aus diesem neuen Selbstbewusstsein heraus erzählt jede der Frauen, die die Modefotografin Petra Becker für ihr Buch abgelichtet hat, wie stark sich ihr Körper und ihre emotionale Lage durch die Schwangerschaft verändert haben. Mehr …

  • 28.05.2005 | Büchermarkt | ArchivAngst unter falschem Namen

    Günther Bentele: "Die zwei Leben der Isolde G."

    Nürnberg im Nazi-Deutschland: Ort der Rassengesetzgebung, Schauplatz der Judenvernichtung - von englischen Bomben besonders heftig zerstört. Hier, wo Schuld und Sühne zusammen kommen, spielt das Schicksal der Isolde G., deren Alltag ein Doppelleben ist, ständig begleitet von den Gefahren in einer Gesellschaft wechselseitiger Bespitzelung und Angst. Mehr …

  • 29.03.2005 | Büchermarkt | ArchivDer freie Künstler

    Bildbandreihe zur Albrecht Dürer

    Albrecht Dürer gilt nicht nur als der größte deutsche Grafiker, sondern auch als Vertreter des neuen freien Künstlertypus. "Das druckgrafische Werk in drei Bänden" hat sich dem künstlerischen Schaffen Dürers angenommen. Der nun erschienene dritte Band widmet sich seinen Buchillustrationen. Mehr …

  • 14.03.2005 | Büchermarkt | ArchivKeine Angst vor der Kunst

    Porträt des Hildesheimer Gerstenberg Verlags

    Der Gerstenberg Verlag bewies seit jeher verlegerischen Spürsinn.1792 in St. Petersburg gegründet, nutzte er die damals westliche Orientierung und den wirtschaftlichen Aufschwung des Zarenreichs. Momentan wagt sich der Verlag auf dem schwierigen Kunstbuchmarkt. Sein themenorientiertes Konzept der neuen Reihe "Art Works" scheint aufzugehen. Mehr …

  • 23.12.2004 | Büchermarkt | ArchivHistorische Fakten rund um Jesus

    Arnulf Zitelmann: "Die Geschichte der Christen"

    Wer, wie Arnulf Zitelmann in seinem jüngsten Buch, die "Geschichte der Christen" erzählen will, muss den heillosen Zwiespalt zwischen geschichtswissenschaftlicher Erkenntnis und Glaubenswahrheit ausblenden. Und so hält sich Zitelmann, der von Hause aus evangelischer Theologe ist, an die historischen Fakten. Er hat genau genommen ein all-age-Buch geschrieben, das auf ein hinreichend vorgebildetes mündiges Publikum zielt. Mehr …

  • 15.12.2004 | Büchermarkt | ArchivStandardwerk über einen Renaissance-Maler

    Alberta de Nicolo Salmazo: "Andrea Mantegna"

    Die Autorin des kürzlich bei Dumont erschienenen Prachtbandes zu Andrea Mantegna, Alberta de Nicolò Salmazo, ist eine ausgewiesene Kennerin der venezianischen Malerei und hat mehrfach Beiträge zu Leben und Werk Mantegnas publiziert. Mit ihrer über dreihundert Seiten starke Monographie dieses bedeutenden Renaissancemalers hat Salmazo ein Standardwerk verfasst, das die Grundlage für weitere Forschungen zur Wirkungsgeschichte sein kann. Mehr …

  • 13.12.2004 | Büchermarkt | ArchivAusstellungskatalog zeigt Rechtfertigungsdruck

    "Friedrich Flick Collection im Hamburger Bahnhof"

    Was für ein Politikum die öffentliche Präsentation der Flick Collection ist, zeigten die Diskussionen im Vorfeld der Ausstellungseröffnung. Der mehrere Pfund schwere Ausstellungskatalog ist im Kölner DuMont Verlag erschienen, und die Beiträge von Peter-Klaus Schuster und Eugen Blume, dem Leiter des Hamburger Bahnhofs, zeigen, wie schwer tatsächlich der Rechtfertigungsdruck auf den Verantwortlichen lastete. Mehr …

  • 23.09.2004 | Kultur heute | ArchivKontinuität der Moderne

    Städtische Galerie Karlsruhe erinnert an den Designer und Architekten Egon Eiermann

    "Die Nachwelt wird uns danach beurteilen, ob wir sauber und klar gedacht haben", so lässt sich der Architekt und Designer Egon Eiermann in einer historischen Aufnahme aus den frühen sechziger Jahren vernehmen, - ein leidenschaftlich intoniertes Credo, mit dem der Professor für Baugestaltung und Entwerfen an der Technischen Hochschule Karlsruhe nicht nur sein Auditorium zu begeistern verstand sondern das eigene Schaffen treffend charakterisierte. Es war ausgerichtet auf die Forderung nach unbedingter Funktionalität des Entwurfs und auf den Anspruch, das gesamte Leben zu reformieren und zu gestalten. Mehr …

  • 26.06.2004 | Büchermarkt | ArchivEin neues Selbst

    Graham Gardner: "Im Schatten der Wächter"

    Der englische Titel "Inventing Elliot", "Elliot erfinden", sagt präzise, worum es in Graham Gardners Debütroman geht: sich selbst neu zu erfinden. Genau dafür entscheidet sich der fünfzehnjährige Elliot Sutton, als er knapp eines Tages die staubigen Umzugskisten und Plastiktüten in seinem Zimmer anstarrt. Die Erinnerungen an seine Vergangenheit will er nicht auspacken: weder das Fotoalbum aus glücklicheren Zeiten, noch den Rest, der ihn mit dem Unglück der Vergangenheit verbindet. Mehr …

  • 27.05.2004 | Büchermarkt | ArchivVisueller Genuss

    Germaine Greer, "Der Knabe"

    Sie wolle "dazu beitragen, den Anspruch der Frau auf die Lust am visuellen Genuss durchzusetzen", schreibt die Autorin im Vorwort - was die Schmonzetten als Leckerbissen gierig aufschnappen, während es die renommierten Feuilletons mit selbst geschuldetem Degout zitieren. Greer meint damit eine durch Bildung und speziell durch einen ästhetisch geschulten Blick verfeinerte visuelle Lust, wie sie Männer seit Jahrhunderten in Betrachtung weiblicher Aktdarstellungen für sich beanspruchen. Mehr …

  • 27.05.2004 | Büchermarkt | ArchivSchöne junge Männer

    Germaine Greer: Der Knabe

    Germaine Greer ist eine der grand old ladies des Feminismus und – was aus diesem Umstand geradezu zwangsläufig folgt – eine streitbare und umstrittene Autorin. Umstritten auch in den eigenen Reihen. Die gebürtige Australierin hat nun ein Buch mit dem Titel "Der Knabe" verfasst, mit zahlreichen Darstellungen jugendlicher männlicher Schönheit aus allen Epochen. Mehr …

  • 13.03.2004 | Büchermarkt | ArchivHistorische Romane für junge Leser

    Büchermarkt zum Hören

    Der Büchermarkt für junge Leser beschäftigte sich mit historischen Romanen: "Die Seelenpest" wurde von Martina Wehlte-Höschele im Gespräch mit dem Autor Jürgen Seidel vorgestellt. Joachim Scholl rezensierte "Die Schwester der Zuckermacherin" von Mehr …

  • 28.02.2004 | Büchermarkt | ArchivVom Himmel hoch

    Alexander Sturgis über Engel und die Sprache der Bilder

    Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie anstrengend es für einen gemalten Engel sein muss, Jahrhunderte lang vor der Heiligen Jungfrau das Knie zu beugen? Dass aber ein Erzengel, noch dazu ein so würdevoller von der Hand Fra Angelicos, pflichtvergessen aus seinem Verkündigungsbild flattern würde, um einem kleinen Jungen beim Detektivspiel zu assistieren, das ist schon ein starkes Stück. So geschehen in diesem Kinderbuch. Mehr …

  • 28.01.2004 | Büchermarkt | ArchivCharme der weiten Fläche

    Ein Bildband über europäische Plätze

    Welche überquellenden Zettelkästen oder voluminösen Dateien waren wohl vonnöten für sein engmaschiges Netz aus kunstgeschichtlichen, archäologischen, historischen und literarischen Informationen? Der Autor offeriert sie im Plauderton, mit kleinen Anekdoten durchsetzt und in kurzen erzählerischen Spannungsbögen - dabei kongenial unterstützt von seinem Fotografen. Mehr …

  • 29.09.2003 | Büchermarkt | ArchivBlumenkranz und Mutterglück

    Zum zweihundertsten Geburtstag Ludwig Richters

    Ludwig Richter: ein Idylliker. Blumenbekränzte Kinder, rastendes Landvolk zwischen Kühen und Ziegen, Regenbogen und Mutterglück. Doch wer nur die Weltferne seiner Bilder wahrhaben will, wie das bisher üblich war, der wird dem Schaffen dieses tiefreligiösen Mannes nicht gerecht. Mehr …

  • 01.09.2003 | Büchermarkt | ArchivDie bessere Hälfte. Künstlerinnen des 20. und 21. Jahrhunderts

    DuMont, 272 S., EUR 24,90

    Auf dem Cover ist eine Standaufnahme der Amerikanerin Cindy Sherman (1979) zu sehen, die sich damit auf einen Film Antonionis bezieht: eine romantische Inszenierung der Künstlerin selbst, die barfüßig, in einem weißem Bustierkleid und in einer Haltung mädchenhafter Unschuld vor weiter, unberührter Landschaft sitzt. Das nostalgische Motiv, zusammen mit dem Titel „die bessere Hälfte“ lässt nichts von dem anspruchsvollen kunsttheoretischen Inhalt der Publikation von Isabelle Graw erahnen. „’Geschlechterdifferenz’ auf dem Prüfstand“ so kündet der Umschlagtext des Dumont-Verlages. Liefert Shermans filmstill also die zuckersüße Verpackung für einen schwer verdaulichen Inhalt? Mehr …

  • 26.02.2003 | Büchermarkt | ArchivVenezianische Malerei des 15. Jahrhunderts. Die Bellinis und Mantegna.

    Prestel, 260 S., EUR 59,-

    Nicht vielen Kunsthistorikern wird die Ehre zuteil, dass ihre Schriften anlässlich eines runden Geburtstags posthum veröffentlicht werden. Zumal, wenn sie ein so spezielles Thema behandeln wie die "Venezianische Malerei des 15. Jahrhunderts", und das auch noch in Form von Vorlesungsmanuskripten aus den sechziger Jahren. Dem diese Ehre anlässlich seines hundertsten Geburtstags nun durch den Prestel-Verlag zuteil geworden ist, ist freilich kein geringerer als Otto Pächt: einer der ganz großen Kunsthistoriker des zwanzigsten Jahrhunderts, der durch seine Lehr- und Forschungstätigkeit an den Universitäten von London, Oxford, New York, Princeton, Cambridge und Wien nicht nur Generationen von Studenten nachhaltig beeindruckte, sondern sein Fach methodisch entscheidend prägte und inhaltlich / substantiell voranbrachte. Durch seine Methodik einer äußerst differenzierten und stringenten Stilkritik gelangte er zu grundlegenden Erkenntnissen auch für solche kunstgeschichtlichen Epochen, aus denen nur wenige gesicherte Daten und Fakten überliefert sind, und die daher zu wilden Spekulationen über die Urheberschaft an einem Werk, über Abhängigkeiten und Wechselwirkungen einladen. Mehr …

  • 24.01.2003 | Büchermarkt | ArchivKunst in Deutschland seit 1945

    Dumont, 540 S., EUR 48,-

    Die zweiseitige Fotografie, die einem beim Aufblättern entgegenprangt, könnte als Bildkommentar zur deutsch-deutschen Kunstgeschichte der Nachkriegszeit nicht besser gewählt sein: Sie zeigt ein viel gebrauchtes Tandem, überladen mit Koffern, Reisetaschen und Einkaufsbeuteln, Spaten, Kleiderbügeln und Plastikübertopf; ein symbolhaftes Gefährt (übrigens von Andreas Slominski 1994 geschaffen), ein symbolhaftes Gefährt also, auf dem es sich nicht im gleichen Rhythmus bequem radeln lässt, sondern das mühsam vorwärtsgeschoben werden muss. Und wer nicht eine gehörige Portion deutschen Idealismus, preußische Disziplin und rheinländischen Humor besäße, hätte wohl kaum die Kärrnerarbeit leisten können, das mit allerhand ideologischem Ballast, mit Vor- und Fehlurteilen befrachtete Vehikel "Kunst in Deutschland seit 1945" auf dem Weg der Erkenntnis voranzubringen. Mehr …

  • 11.12.2002 | Büchermarkt | ArchivUnsichtbare Welten. Von der Schönheit des Mikrokosmos

    Gerstenberg, 216 S., EUR 49,90

    Der Blick schweift über einen Hügel aus sanft sich aneinander schmiegenden Noppen, über eine graue Kraterlandschaft, aus deren Senken sich kleine Stile, gleich den Antennen unterirdischer Meldestationen erheben. Und wie im virtuellen Flug streift er weiter an bizarren Felsformationen entlang, gleitet zwischen den Verstrebungen eines filigranen Sternes hindurch, und versenkt sich schließlich ins Nichts eines unergründlich schwarzen Lochs. Von Seite zu Seite eröffnen sich dem Auge des Betrachters von France Bourélys neuem Bildband „Unsichtbare Welten“ faszinierende Ausschnitte aus dem Reich des Mikrokosmos, den wir – dank des herkömmlichen Biologieunterrichts - in unserer Vorstellung eher mit unappetitlichen Kleinstlebewesen verbinden, mit Glimmerhärchen, wabernden Zellen und solchen Geißeln der Menschheit wie dem 50.000fach vergrößerten Erreger der Kinderlähmung. Mehr …

  • 06.11.2002 | Büchermarkt | ArchivDas Porträt in der Malerei

    Hirmer, 416 S., EUR 132 ,-

    Die Bildbeispiele lesen sich wie ein who is who der Porträtkunst: Hans Holbeins ‚Kaufmann Georg Gisze', van Dycks ‚Karl I. bei der Jagd', Rubens' ‚Selbstbildnis mit Isabella Brant in der Geißblattlaube', die ‚Madame Récamier' von Jacques-Louis David oder van Goghs ,Armand Roulin', schließlich die geradezu besessenen Selbstbefragungen von Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts: Corinth, Ensor, Schiele, Picasso, Beckmann. ‚Das Porträt in der Malerei': so könnte der Arbeitstitel für eine systematische Darstellung verschiedener Kategorien des Porträts lauten oder für eine Studie zur Bildnistheorie. Andreas Beyer hat aber gerade nicht Belege für eine am Schreibtisch ersonnene entwicklungsgeschichtliche Strukturierung zusammengesucht, sondern umgekehrt zweihundert ‚highlights' der Gattung zum Maßstab für deren künstlerische Möglichkeiten und zu Wegweisern einer chronologischen Darstellung gemacht. Mehr …

  • 05.08.2002 | Büchermarkt | ArchivHieronymus Bosch - 'Garten der Lüste'

    Prestel, 128 S., 39.95 €

    Die Arbeit über Hieronymus Boschs Garten der Lüste sei eine Erholung gewesen, sagt Hans Belting. Und er mag es tatsächlich so empfunden haben; was seinem Buch allerbestens bekommen ist. Es liest sich mit solcher Leichtigkeit, dass es - trotz seines akademischen Anspruchs - zweifellos nicht nur für einen kleinen Kreis von Fachleuten geschrieben wurde, sondern im Redefluss eines profunden Kenners der Materie einem breiteren Publikum gewissermaßen erzählt wird. Die Souveränität im Umgang mit dem Thema gründet auf einem Wissen, das Kunstgeschichte und Kunsttheorie nahezu aller Epochen in sich vereint. An Hans Beltings Veröffentlichungen ist das ebenso ablesbar wie an seiner Lehrtätigkeit: Nach über einem Jahrzehnt an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist er seit 1992 Ordinarius an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Gastprofessor an der Ruperto-Carola- in Heidelberg sowie an der Columbia-University in New York. Er ist einer der international renommiertesten Kunsthistoriker, hat Standardwerke geschrieben wie Bild und Kult oder Das unsichtbare Meisterwerk, um nur zwei zu nennen; und fast nebenbei arbeitete er an der ambitionierten Ausstellung iconoclash im Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe mit, nachdem er kurz zuvor in die phantastische Vorstellungswelt des Hieronymus Bosch eingetaucht war. Mehr …

  • 29.07.2002 | Büchermarkt | ArchivMit Haut und Haaren. Der Körper in der zeitgenössischen Kunst

    Dumont, 208 S.,geb. EUR 29.90

    Mit Haut und Haaren" - der Titel von Marina Schneedes jüngster Publikation gibt sowohl Aufschluss über den Gegenstand ihrer Darstellung - nämlich den Körper und seine wichtigsten Bestandteile in der zeitgenössischen Kunst, als auch über die Intensität, mit der sich die Künstler ihm verschrieben haben. Beim ersten Durchblättern des Bandes fällt die Ernsthaftigkeit, die stumme Eindringlichkeit, häufig das Schockierende der Arbeiten auf. Das Leben ist ernst, heiter sei die Kunst - diese Forderung ist hier ad absurdum geführt. Der intakte schöne Körper, der uns in den Medien täglich als das Selbstverständlichste der Welt vorgeführt wird und um den wir uns redlich bemühen, taucht hier nicht auf. Das Körperbewusstsein, das aus den abgebildeten Werken spricht, richtet sich nicht auf standardisiertes body-styling sondern auf ein Ausloten psychischer und physischer Grenzbereiche, auf den Körper als Ausdrucksträger, auf den rituellen und den manipulativen Umgang mit ihm. In fünf Kapiteln - zu Körper, Haut und Haare, Fleisch und Blut - schreibt Marina Schneede eine Kunstgeschichte des Körpers und seiner Organe seit den 60er Jahren, von der man gar nicht wusste, dass es sie gibt, weil sie noch nicht systematisch dargestellt wurde. Da reibt sich der Leser gängiger Leitfäden zur Gegenwartskunst die Augen, weil er statt einzelner Erscheinungen nun ein große Ganzes erkennt. Mehr …

  • 29.07.2002 | Büchermarkt | ArchivNacktheit. Die Ästhetik der Blöße

    Prestel, 192 S., EUR 49.95

    Müssen Frauen nackt sein, um ins Metropolitan Museum aufgenommen zu werden?" fragte 1989 eine Gruppe von feministischen Aktivistinnen, die "Guerilla girls". Die provokante Frage sollte darauf aufmerksam machen, dass zu diesem Zeitpunkt im weltbekannten Museum für Kunst nur fünf Prozent der ausgestellten Werke von Künstlerinnen stammten. Zum ‚Ausgleich' aber zeigten 85 Prozent der Aktdarstellungen Frauen. Der Katalog "Nackt. Die Ästhetik der Blöße", der anläßlich der gleichnamigen Ausstellung in Hamburg im Prestelverlag erschienen ist, relativiert diesen Befund entschieden. Abgesehen von einem kleinen Ausflug zum erotischen Holzschnitt in Japan verfolgen die rund zwanzig Aufsätze über die Jahrhunderte hinweg den Umgang mit Nacktheit in der abendländischen Kultur. Aus der Summe der Beiträge lässt sich eine kleine Kulturgeschichte der Nacktheit aus der Perspektive ihrer bildlichen Darstellung entwickeln. Mehr …

  • 20.05.2002 | Büchermarkt | ArchivGoya. Die Geburt der Moderne

    Aus dem Spanischen von Ingrid Hacker-Klier

    Die Welt ist ein Maskenspiel: das Gesicht, die Haltung, der Gang und die Stimme: alles Trug. Jeder möchte scheinen, was er nicht ist, alle lügen, und niemand kennt sich selbst. Mehr …

  • 12.11.2001 | Büchermarkt | ArchivMatthias Grünewald

    Prestel, 208 S. DM 128,-

    Welches unschätzbare Privileg es ist, sich während der Lehr- und Studienjahre in die Breite eines Fachs orientieren zu können, das erkennt man oft erst im Rückblick. Und manchmal fasziniert eine Entdeckung derart, dass das Interesse an ihr nie erlischt. Doch die wenigsten, die dem Schraubstock eines langen Berufslebens entronnen sind, bringen noch die Energie auf, endlich die Erkenntnisse zu Papier zu bringen, die sie über Jahrzehnte hin gesammelt haben. Horst Ziermann hat das mit seiner Monographie über Matthias Grünewald in bewundernswerter Weise geschafft, und der Prestel-Verlag hat ihm hierfür mit seiner großformatigen, farbig illustrierten Ausgabe ein attraktives Forum geboten. Mehr …

  • 30.08.2001 | Büchermarkt | ArchivFassaden der Macht. Architektur der Herrschenden

    E. A. Seemann, 191 S., DM 98,

    Unter dem etwas reißerischen und gerade dadurch anziehenden Titel "Fassaden der Macht. Architektur der Herrschenden" ist im Seemann Verlag Leipzig ein Buch erschienen, das ein spannendes Thema äußerst facettenreich, wissenschaftlich gut fundiert, im Ansatz kritisch und sowohl verständlich als auch lesbar ausbreitet. Herrschaftsarchitektur vom Mittelalter bis heute: von der Kaiserpfalz in Aachen und dem Kapitol in Washington als Beispielen politischer Architektur reicht das Spektrum über Bauten städtischer Selbstverwaltung wie dem Palazzo Pubblico in Siena zu den auftrumpfenden Manifestationen der Kirche - der Kathedrale von Reims, St. Peter in Rom - den Selbstinszenierungen des Kapitals - etwa dem Rockefeller Center in New York - bis zu den Ensembles großer internationaler Organisationen im zwanzigsten Jahrhundert. Der Band ist reich bebildert - und auch hier wird dem Leser mit Entwurfszeichnungen und verschiedenen Planungsstufen nicht zuviel zugemutet. Eine kluge Selbstbescheidung der Autorin, deren profunde Sachkenntnis die beigegebene Auswahlbibliografie verrät. Warum freilich auf ein Register verzichtet wurde, ist unerklärlich; zumal das Buch, dessen Manuskript im Februar vorlag und das bereits für das Frühjahr angekündigt war, erst im Juli ausgeliefert wurde. Schwerer wiegt allerdings der Mangel, dass es im Klappentext keinerlei Information über die Verfasserin gibt. Barbara Kündiger stand freundlicherweise für ein Interview zu Verfügung, und so war auf diesem Wege zu erfahren, dass sie in Ost-Berlin ein kultur- und ein kunstwissenschaftliches Diplom erworben hatte, bevor sie über ein architekturgeschichtliches Thema promovierte. Eine Arbeit über Städtebauprojekte im Europa des neunzehnten Jahrhunderts, verschiedene Katalogbeiträge und Arbeiten für den Berliner Senat geben den Hintergrund ab, vor dem die soeben erschienene Publikation zu sehen ist. Mehr …

  • 11.12.2000 | Büchermarkt | ArchivPhilosophie in Bildern. Von Giorgione bis Magritte

    Dumont, 470 S., DM 88,-

    Ein fast 500 Seiten starkes Buch mit dem Titel „Philosophie in Bildern“: Das dürfte schwere Kost sein, denkt sich, wer den in ätherischem Blau gehaltenen Einband betrachtet und beim Durchblättern den Mut des Dumont Verlages bewundert. Eine wissenschaftliche Studie, in kargem Schwarz-weiß bebildert, dafür um so üppiger mit Anmerkungen versehen, das sticht aus einem Verlagsprogramm mit überwiegend leichter verdaulicher Kost heraus. Aber hier soll gleich Entwarnung gegeben werde Autor, seit 1972 Professor für Philosophie, ist nicht nur - selbstredend - ein profunder Kenner der Materie sondern auch ein hervorragender Vermittler seines Stoffes. Das ist in der Fachliteratur leider immer noch die Ausnahme. Wo andere sich terminologisch verbarrikadieren, weil sie nicht anders können oder ihrem Text dadurch mehr Gewicht zu geben glauben, da gelingt es Brandt schwierige Sachverhalte in klare Gedanken und gut lesbare Sätze zu fassen. Ja mehr noch: er beherrscht die Klaviatur des feinen Humors bis hin zu beißender Ironie, und sein scharfsinniger Ausfall gegen Michel Foucaults Interpretation von Veläzquez „Las Meninas“ gehört zum Vergnüglichsten, das ich in letzter Zeit gelesen habe. Wenn also überhaupt ein Geisteswissenschaftler jenseits der Seminarwände das Wagnis der Theorielastigkeit auf sich nehmen will, dann sollte es schon ein Autor wie Reinhard Brandt sein. Der ist sich der Anfechtbarkeit seines Ansatzes bewusst, nur Teilbereiche aus der Idee eines Kunstwerks zu klären und andere konstitutive Faktoren - etwa die Farbe oder die Maltechnik zurückzustellen. Dazu Brandt: Mehr …

  • 31.01.2000 | Büchermarkt | Archiv"In erster Linie das Kunstwerk"

    Ein Leben für das Buch/den Verlag - so läßt sich ganz unpathelisch die Familientradition des Hauses Hirmer charakterisieren. Dieser Münchener Kunstbuchverlag, der im letzten Jahr sein 50. Firmenjubiläum beging, ist der deutsche Kunstbuchverlag schlechthin, denn er hat von jeher einen Maßstab für Qualität gesetzt. Das betrifft zum einen die hochwertige Ausstattung der Bände, den hervorragenden Druck, der gerade bei der farbigen Wiedergabe von Gemälden besticht, und die meisterhafte Aufnahmetechnik der Fotos, die zu einem beträchtlichen Teil von den Verlegem selbst gemacht worden sind und noch gemacht werden. Zum anderen betrifft es das Programm, das heute über 600 Titel umfasst, von denen zahlreiche in mehreren Sprachen und Auflagen erschienen sind. Gut zwei Drittel sind Kunstbücher und knapp ein Drittel Ausstellungskataloge. Mehr …

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