Tschad: Al-Kaida-Anführer in Mali getötet

Islamist galt als Drahtzieher der Algerien-Geiselnahme

Der Al-kaida-Terrorist Mokhtar Belmokhtar wurde vermutlich getötet (picture alliance / dpa / Intelcenter / Handout)
Der Al-kaida-Terrorist Mokhtar Belmokhtar wurde vermutlich getötet (picture alliance / dpa / Intelcenter / Handout)

Beim Anti-Terror-Einsatz in Mali hat die Armee des Tschad nach eigenen Angaben ein zweites Führungsmitglied der Al-Kaida getötet. Mokhtar Belmokhtar galt als Kopf einer Geiselnahme in einer Erdgasanlage in Algerien. Dort waren nach offiziellen Angaben 55 Menschen gestorben.

Seit dem Überfall auf ein Gasfeld in der algerischen Wüste galt er als einer der meistgesuchten Terroristen Afrikas: Mokhtar Belmokhtar, einer der drei wichtigsten Al-Kaida-Führer Nordafrikas. Soldaten aus dem Tschad erklären nun, sie hätten Belmokhtar und "mehrere Terroristen" bei einem Einsatz im Krisenstaat Mali getötet. Bei den Kämpfen in der Nähe der Stadt Gao sollen nach Militärangaben mindestens 50 Islamisten getötet worden sein. Auch ein französischer Soldat sei ums Leben gekommen.

Zuvor hatte der Tschad bereits die Tötung Abdelhamid Abou Zeids gemeldet. Die französischen Streitkräfte, die den Anti-Terror-Einsatz in Mali anführen, bestätigten die Informationen zum Tod der beiden Al-Kaida-Anführer zunächst nicht. Auch in Washington hieß es, es gebe keine Belege.

Auch die Bundeswehr hilft im Mali-Konflikt mit drei Transportmaschinen. Gestern traf zudem ein Tankflugzeug mit 30 Soldaten an Bord in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein. Von dort aus sollen französische Kampfjets in der Luft betankt werden.

An undated handout photograph released by the British Petroleum (BP) company on 16 January 2013 shows the gas facility in Amenas, some 1300 km southeast Algiers, Algeria. According to media reports, Islamist militants allied to Al-Qaeda on 16 January atta (picture alliance / dpa)Eine undatierte Aufnahme des Gasfeldes (picture alliance / dpa)Der Algerier Belmokhtar wird für den Überfall auf das Gasfeld In Amenas verantwortlich gemacht. Bei dem Geiseldrama waren Mitte Januar nach offiziellen algerischen Angaben mindestens 55 Menschen getötet worden, darunter viele Geiseln. Nachdem algerische Sicherheitskräfte die Anlage stürmten, konnten 685 algerische Arbeiter und 107 ausländische Fachkräfte befreit werden.

Letzte Änderung: 02.10.2013 14:07 Uhr