FAQ-Übersicht

Warum kann ich den Deutschlandfunk nicht mehr empfangen?

In den Morgenstunden des 1. Juni 2016 wurde das Übertragungsverfahren unseres Programms Deutschlandfunk von DAB auf DAB+ umgestellt. Dabei kommt eine moderne Audiokodierung (AAC HE V2) zum Einsatz. Die Radioempfänger reagieren sehr unterschiedlich auf diese Änderung. Wenn Ihr Radio DAB+ unterstützt, hilft meist ein Rücksetzen des Geräts und ein erneuter Sendersuchlauf, um das Programm wieder hören zu können. Das Logo "DAB+" am Gerät oder in der Bedienungsanleitung zeigt Ihnen, ob ihr Radio diesen Standard unterstützt. Wenn Sie Ihren Empfänger vor dem Jahr 2011 gekauft haben, kann es sein, dass der Empfang nicht mehr möglich ist. Ältere Empfänger unterstützen die neue Audiokodierung (AAC HE V2) nicht. In Ausnahmefällen können solche Geräte per Software-Update auf den neuen Standard aufgerüstet werden.

Aus welchen Gründen erfolgt die DAB+ Umstellung?

Deutschlandradio steht im Digitalradio eine begrenzte Übertragungskapazität zur Verfügung. Die Audiokodierung AAC HE V2 des DAB+ bietet gegenüber MPEG Audio Layer2 des DAB eine bessere Klangqualität im Verhältnis zur Bitrate. Sie bringt außerdem eine verbesserte Korrektur von Übertragungsfehlern mit. Dadurch wird der Klang des Deutschlandfunks gegenüber DAB verbessert und es steht mehr Kapazität für programmbegleitende Zusatzdaten zur Verfügung. Wegen der effizienteren Nutzung der Übertragungskapazität wurden im Jahr 2011 beim Neustart des DAB+ Systems in Deutschland alle neu hinzukommenden Programme im DAB+ Standard ausgestrahlt. Bestehende Programme wurden in den vergangenen Jahren schrittweise umgestellt. Mit dem Wechsel des Deutschlandfunk werden alle Digitalradioprogramme in Deutschland im modernen DAB+ Standard gesendet.

Was ist mit meinem Radiowecker?

Wenn Ihr Radiowecker DAB+ unterstützt, hilft meist ein Rücksetzen des Geräts und ein erneuter Sendersuchlauf, um das Programm wieder hören zu können. Aus diesem Grund empfehlen wir für die Nacht vom 31.5.2016 zum 1.6.2016 ein anderes Programm einzustellen. Das Logo "DAB+" am Gerät oder in der Bedienungsanleitung zeigt Ihnen, ob ihr Radio diesen Standard unterstützt. Sollte das nicht der Fall sein, können Sie Ihr Radio eventuell mit Weckton oder im UKW-Modus benutzen.

Ich habe damals viel Geld investiert und jetzt soll mein Gerät nicht mehr nutzbar sein?!

Deutschlandfunk sendete zuletzt als einziges Programm im alten DAB Standard. Mit der Umstellung haben vor 2011 gekaufte DAB-Empfänger keinen Empfang mehr. Ob und wie Sie Ihr Gerät weiter nutzen können, hängt von dessen Ausstattung ab. Wenige ältere Modelle (besonders die der Firma Roberts) erlauben eine Softwareaktualisierung, die den Empfang von DAB+ möglich macht. Wenn Ihr Gerät einen guten Klang hat und die Möglichkeit bietet, eine externe Signalquelle anzuschließen, können Sie einen DAB+ Adapter anschließen und so in den Genuss einer größeren Programmvielfalt und einer besseren Klangqualität kommen. Auf der Internetseite www.digitalradio.de können Sie sich über DAB+ Geräte informieren.

Mein Radio unterstützt DAB+, kann aber den Deutschlandfunk trotzdem nicht wiedergeben. Was kann ich tun?

Ihr Gerät können Sie meist folgendermaßen wieder flott bekommen:

1. Betätigen Sie den Reset-Knopf (manchmal wird dafür eine Büroklammer benötigt) oder entfernen Sie die Batterien bzw. den Netzstecker für wenige Minuten.

2. Setzen Sie das Gerät gegebenenfalls auf Werkseinstellungen zurück, um die Senderliste zu löschen.

3. Starten Sie einen neuen Sendersuchlauf ("Scan")

Weitere Hinweise entnehmen Sie bitte der Bedienungsanleitung Ihres Geräts.

Kommt ein Software-Update für mein Gerät in Frage?

Eine Software-Aktualisierung ist nur möglich wenn der Hersteller das vorgesehen hat, eine Schnittstelle zum Übertragen der neuen Software (meist USB-Anschluss) vorhanden ist und der Prozessor des Radios über genug Leistungsreserven zur Dekodierung von DAB+ Signalen verfügt. Prüfen Sie, ob die Bedienungsanleitung Hinweise dazu enthält. Schlagwörter sind Software-Aktualisierung, Firmware-Aktualisierung bzw. Update.