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UNO ruft zu Wahlbeteiligung auf

Urnengang im Kongo

Wahlhelfer im Kongo (AP)
Wahlhelfer im Kongo (AP)

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Kongolesen zu einer regen Teilnahme an den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen aufgerufen. Gewalt müsse vermieden werden, verlangte Annan in New York. Die Politiker müssten die Wahlergebnisse akzeptieren, ohne ihre Anhänger anschließend zu Protesten anzustacheln.

Während des Wahlkampfs war es in den vergangenen Tagen in der Hauptstadt Kinshasa und anderen Landesteilen mehrfach zu Ausschreitungen gekommen. Mindestens zehn Menschen wurden getötet und viele verletzt. Bei einer Schießerei zwischen den Leibwächtern von Präsident Kabila und des Vize-Präsidenten Ruberwa kam am Freitag eine Person ums Leben.

Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Joseph Kabila (AP Archiv)Joseph Kabila (AP Archiv)Kabila rief bei der Abschlusskundgebung seine Landsleute auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Für den Fall seiner Wiederwahl versprach er den Wiederaufbau des Landes. Das Chaos müsse ein Ende haben, sagte er.

Um das Präsidentenamt bewerben sich 33 Kandidaten. Mehr als 25 Millionen Menschen sind für die erste freie Wahl seit mehr als vier Jahrzehnten am Sonntag wahlberechtigt.

Mehr als 16.000 Blauhelm-Soldaten, eine 2000 Mann starke europäische Truppe und 80.000 kongolesische Polizisten sollen die Wahlen absichern. Deutschland beteiligt sich mit 780 Soldaten an der Mission.

Robbe: Es wird erst in einigen Wochen interessant

Der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Reinhold Robbe, geht davon aus, dass erst in einigen Wochen Ergebnisse der Präsidenten- und Parlamentswahl im Kongo vorliegen werden. Wie die Reaktionen auf den Wahlausgang sein werden, lasse sich aber nicht abschätzen, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Daher müssten die Bundeswehrsoldaten auf alle Szenarien vorbereitet sein.



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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:17 Uhr