UNO schafft es nicht, Syrien zu verurteilen

Erneut zeigt sich die Völkerrechtsorganisation uneinig

Blick in den Sitzungssaal des UNO-Sicherheitsrates in New York (AP)
Blick in den Sitzungssaal des UNO-Sicherheitsrates in New York (AP)

Die Veto-Staaten China und Russland sowie Syriens Nachbar Libanon haben eine Verurteilung Syriens im UNO-Sicherheitsrat blockiert. Die Gewalt im Land geht weiter. Hunderte Menschen sind offenbar getötet worden.

Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Portugal wollten eine Verurteilung der Führung in Damaskus wegen des gewaltsamen Vorgehens gegen Demonstranten erreichen. Die USA unterstützten die europäische Forderung nach Sanktionen.

Im Sicherheitsrat, der aus fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedsländern besteht, reichen neun Ja-Stimmen zu einer Verurteilung. Die ständigen Mitglieder Volksrepublik China, Frankreich, Großbritannien, Russland und die USA jedoch haben jeweils ein Vetorecht.

Amateurvideo aus der syrischen Stadt Daraa, die am 25.4. 2011 von Regierungstruppen besetzt wurde (AP)Amateurvideo aus der syrischen Stadt Daraa, die am 25.4. 2011 von Regierungstruppen besetzt wurde (AP)Im Land selbst rückten Regierungstruppen weiter gegen die Opposition vor. In der südsyrischen Stadt Daraa sind Panzer und Scharfschützen im Einsatz. Nach Angaben von syrischen Menschenrechtlern sind bei den Unruhen bisher mehr als 450 Menschen getötet worden.

Auch DRadio Wissen berichtet über die Lage in Syrien,die Rolle religiöser und ethnischer Gruppen und mögliche internationale Sanktionen.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:41 Uhr