US-Küstenwache fackelt Ölteppich vor Louisiana ab

Drittes Leck an untergegangener Bohrinsel entdeckt

Das ausgelaufene Rohöl soll abgefackelt werden.  (AP)
Das ausgelaufene Rohöl soll abgefackelt werden. (AP)

Das Abdichten des Bohrlochs ist gescheitert - die braune Masse treibt auf die Küste des US-Bundesstaates Louisianas zu. Jetzt wird die Ölpest mit Feuer bekämpft.

Die US-Küstenwache hat erste Teile des Ölteppichs im Golf von Mexiko in Brand gesetzt. Zunächst wurde testweise eine begrenzte Fläche abgefackelt. Mehrere Versuche, die Lecks im Förderrohr der untergegangenen Bohrinsel abzudichten, waren gescheitert. In rund 1500 Meter Tiefe strömt nach wie vor Öl ins Meer.

Der Gouverneur des Bundesstaates erklärte heute wegen der Ölpest den Notstand.

Nach Angaben der US-Küstenwache ist am Förderrohr der untergegangenen Bohrinsel ein drittes Leck entdeckt worden, aus dem Öl ins Meer läuft. Mittlerweile gelangten knapp 800.000 Liter pro Tag ins Meer, das seien fünfmal so viel wie zunächst angenommen. Es wird damit gerechnet, dass der Ölteppich bereits morgen die Küste des Bundesstaates Louisiana erreicht.

Mit dem Abbrennen soll verhindert werden, dass der Ölteppich sich weiter ausbreitet.

Die Explorationsplattform "Deep Water Horizon" geriet am 20. April in Brand und sank am 22. (US Coast Guard)"Deep Water Horizon" geriet am 20. April in Brand (US Coast Guard)Die Plattform war am Dienstag vergangener Woche nach einer Explosion in Brand geraten und zwei Tage später gesunken.

DRadio Wissen Tagesthema: Verzweifelte Lage - Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:36 Uhr