USA verfünffachen Zahl der Cyber-Krieger

Medien berichten von massivem Ausbau der Abteilung für Internetsicherheit

Der Cyber-Krieg beschäftigt zunehmend die Politik (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)
Der Cyber-Krieg beschäftigt zunehmend die Politik (picture alliance / dpa / Frank Rumpenhorst)

Nach Zeitungsberichten sieht das Pentagon eine wachsende Bedrohung durch Cyber-Attacken. Das US-Verteidigungsministerium will demnach die Abteilung für Internetsicherheit erheblich ausbauen. US-Zeitungen berichten, die Zahl der Spezialisten solle um 4000 Mitarbeiter steigen.

Der Kampf im Internet hat längst nicht mehr nur virtuelle Auswirkungen, bedroht sind auch Verteidigungseinrichtungen und Kraftwerke. Die USA wollen wohl die Konsequenzen ziehen. Die "New York Times" und die "Washington Post" berichten übereinstimmend, die Zahl der Spezialisten für die digitale Kriegsführung solle um 4000 auf dann knapp 5000 Mitarbeiter steigen. Die "Cyber-Command"-Einheit hat Ende 2010 ihre Tätigkeit aufgenommen und ist für die Abwehr von Hackerangriffen ebenso zuständig wie für selbst lancierte Online-Attacken. Der Aufbau, der noch nicht offiziell beschlossen sei, solle über die kommenden Jahre erfolgen.

Um effizienter arbeiten zu können, soll der Bereich in drei Abteilungen unterteilt werden:

  • Die "Nationalen Einsatztruppen» sollen die Infrastruktur der USA beschützen, indem Angriffe auf die Computersysteme etwa von Stromversorgern verhindert werden.
  • Die «Kampfeinheit» des Spezialkommandos soll dem US-Militär helfen, eigene Attacken auf digitale Netze im Ausland zu starten.
  • Die «Cyber-Schutztruppe» soll das Pentagon selbst vor Hackerattacken behüten.
Den Zeitungen zufolge steht hinter den Plänen zum Ausbau der Einheit der amerikanische General Keith Alexander. Er leitet neben der "Cyber-Command"-Einheit auch den Militär-Nachrichtendienst NSA.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 14:05 Uhr