Verwirrung um Baustopp in Stuttgart

Grube und Mappus dementieren Ankündigung von Heiner Geißler

CDU-Politiker Heiner Geißler (AP)
CDU-Politiker Heiner Geißler (AP)

Bahn-Chef Rüdiger Grube und der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus widersprechen der Ankündigung Heiner Geißlers, wonach die Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof gestoppt werden sollen.

Er kenne keinen Baustopp, sagte Grube laut Vorabberichten den "Stuttgarter Nachrichten". Er habe mit dem früheren CDU-Politiker Heiner Geißler, der den Streit um Stuttgart 21 schlichten soll, bislang nur ein einziges Mal telefoniert, sagte Grube. Dabei sei nicht über Inhalte gesprochen worden.

Geißler hatte am Nachmittag einen Baustopp während der Verhandlungen angekündigt und darauf hingewiesen, dies sei mit Grube und Mappus abgesprochen. Nach Medienberichten hat neben Grube aber auch Mappus einem Baustopp dementiert.

Die erste Runde der Schlichtungsgespräche soll nach dem Willen Geißlers Ende der kommenden Woche stattfinden. Bis Weihnachten sollen die Vermittlungen abgeschlossen sein.

Der frühere CDU-Generalsekretär versicherte, er nehme seine Aufgabe sehr ernst. Es gebe eine objektive Not und eine angespannte Situation in Stuttgart, die unbedingt entschärft und beruhigt werden müsse.

Der SPD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, Claus Schmiedel, rechnet jedoch nicht mit einer Lösung des Konflikt in Vermittlungsgesprächen. Jeder werde bei seiner Position bleiben. Da das Projekt aber nicht mit Staatsgewalt durchgesetzt werden könne, sollten die Bürger in einem Volksentscheid über das Bauvorhaben befinden, sagte Schmiedel im Deutschlandfunk.

Widerstand aus unterschiedlichen Lagern

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Bereits zuvor hatte Mappus angekündigt, dass der Südflügel des Bahnhofs vorerst nicht abgerissen werde. Außerdem sollen bis Oktober nächsten Jahres im Schlossgarten keine Bäume mehr gefällt werden. Einen generellen Baustopp hat Mappus bislang stets abgelehnt.

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Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr