Aktuell-Archiv des früheren dradio.de-Auftritts / Archiv /

 

Vielfalt in Gefahr

UNO-Konferenz berät im japanischen Nagoya über Artenschutz

Jede fünfte Pflanze ist vom Aussterben bedroht, Tausenden Tierarten droht dasselbe Schicksal. (AP Archiv)
Jede fünfte Pflanze ist vom Aussterben bedroht, Tausenden Tierarten droht dasselbe Schicksal. (AP Archiv)

Im japanischen Nagoya hat eine UNO-Konferenz zum internationalen Artenschutz begonnen. Auf dem zweiwöchigen Treffen wollen rund 8000 Delegierte aus mehr als 190 Ländern neue Ziele zum Erhalt der Tier- und Pflanzenarten vereinbaren.

Zudem soll ein verbindliches Protokoll gegen die sogenannte Bio-Piraterie verabschiedet werden. Dabei geht es im Kern darum, den Erlös aus biologischen Wirkstoffen künftig gerecht zu verteilen. Demnach müssten etwa Pharmakonzerne, die Arzneien aus tropischen Pflanzen gewinnen, einen Teil ihrer Gewinne an die Menschen in den Ursprungsländern abgeben.

Flasbarth: Verabschiedung des Biopiraterie-Protokolls ist dringend notwendig

Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (Umweltbundesamt)Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (Umweltbundesamt)Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth, hat an die Teilnehmer der UNO-Artenschutzkonferenz appelliert, das sogenannte Biopiraterie-Protokoll zu verabschieden. Es sei gut, wenn Rechtssicherheit geschaffen werde, sagte Flasbarth. Die Situation sei sehr ernst, es gebe viele bedrohte Arten. Jedes Jahr gingen Urwaldflächen von der Größe Griechenlands verloren. Die Einlagerung von Genmaterial sei keine Lösung, betonte Flasbarth, der derzeit auch Präsident der UNO-Konvention über die biologische Vielfalt ist.

Die Grünen warnen unterdessen vor einem Scheitern der Konferenz. Ein gerechter Interessenausgleich zwischen Industrie- und Entwicklungsländern sei Voraussetzung für die Einigung auf ein Abkommen, sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen im Bundestag, Undine Kurth.

Mehr zum Thema:

Wissenschaft im Brennpunkt: Zoo auf Eis <br> Letzte Rettung für bedrohte Arten
Biodiversität-Konventionen der UN
Forschung aktuell: Die Letzten ihrer Art - Beitragsreihe über (fast) Ausgestorbene
Planet mit Schwindsucht - Programmschwerpunkt "Artenvielfalt" zur 9. UN-Naturschutzkonferenz in Bonn

 

Letzte Änderung: 02.10.2013 13:38 Uhr

Beitrag hören

 
 
Dradio Audio
Kein Audio aktiv
 
 
 
 
 

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Jetzt Im Radio

Deutschlandfunk

MP3 | Ogg

seit 04:05 Uhr Radionacht Information

Deutschlandfunk Kultur

MP3 | Ogg

seit 01:05 Uhr Tonart

Deutschlandfunk Nova

MP3 | Ogg

seit 00:00 Uhr Soundtrack

Aus unseren drei Programmen

Streit um den Hambacher Forst"Ich habe großen Respekt vor den Menschen im Wald"

09.09.2018: Nordrhein-Westfalen, Kerpen: Michael Zobel, Umweltschützer und Naturführer, informiert die Besucher im Hambacher Forst über die Aktivistencamps. Auch am zweiten Tag des von Klimaaktivisten angekündigten "Wochenende des Widerstands" im Hambacher Forst ist die Situation zunächst friedlich geblieben. Foto: Christophe Gateau/dpa | Verwendung weltweit (dpa)

Der Wald müsse nicht zerstört werden, sagte der Waldpädagoge und Vermittler Michael Zobel im Dlf. Die Tatsache, dass Braunkohle-Energie klimaschädlich sei, bestreite keiner mehr. Beim Hambacher Forst habe er aber das Gefühl, dass es längst nicht mehr um Strom gehe, sondern um Macht.

Ausstellung "Kreaturen nach Maß"Wie Tiere das Design von heute beeinflussen

Dietrich Luft: "Purrrr", Kunstfell mit Mikrocontroller-System und Sound. Programmierer: Sebastian Löser (Marta Herford gGmbH / Anja Köhne)

Schnurrende Katzenfellwesten und gezüchtete Burger: Eine Ausstellung im Museum in Herford kreist um das komplexe Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Es geht auch darum, wie sich die Natur zukünftig Menschengemachtes einverleiben könnte.

Lachsindustrie in ChileBilliglachs ist ein Umweltkiller

Lachs schmeckt gut. Und natürlich ist es super, wenn uns die Packung Lachs im Supermarkt nur 2,99 Euro kostet. Den Preis für diesen billigen Lachs zahlen allerdings Menschen und Natur in anderen Teilen der Welt. Es geht dabei um Umweltverschmutzung, Jobverlust und viel Antibiotika im Ökosystem.

Zukunft der MobilitätWie wir demnächst von A nach B kommen

2477294346_foto 1.jpg (Deutschlandradio / Piotr Heller)

Wer in Helsinki vom Flughafen in die Stadt will, muss keine Fahrpläne checken, keine Tarifzonen beachten, keine Taxis suchen und keine Tickets kaufen. Es reicht, das Ziel in eine App einzugeben. Das Konzept heißt "Mobility as a Service" – Mobilität als Dienstleistung - und kommt aus Finnland.

Das perfekte Buch für den Moment……wenn du dich selbst noch nicht kennst

"Staatenlos" heißt der dritte ins Deutsche übersetzte Roman von Shumona Sinha. Er handelt von drei Frauen, die im indischen Westbengalen verwurzelt sind. Mehr verbindet sie nicht, denn sie leben ganz unterschiedliche Leben.

GefäßverkalkungDie kaum bekannte Volkskrankheit

Bildkombination historischer Rollbildtafeln aus dem Bestand der Arbeitsgruppe Biologiedidaktik der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit anatomischen Darstellungen des Menschen. Reproduziert am 12.05.2011.  (dpa picture-alliance / Jan-Peter Kasper/FSU)

Schlemmen, rauchen, träge sein: Ein solcher Lebensstil tut den Blutbahnen im Körper nicht gut. Die Gefahren werden oft unterschätzt. Dabei wäre Prävention so einfach, zum Beispiel in Herzsportgruppen.

 

Nachrichten

 
 

Nachrichten

Verfassungsschutz  SPD-Generalsekretär Klingbeil sieht hinter Beförderung Maaßens "sehr viele Fragezeichen" | mehr

Kulturnachrichten

Morddrohung wegen Satire-Video | mehr

 

| mehr